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Your endless dream

9. Juli 2008

Manchmal komme ich nicht dazu etwas zu schreiben. Entweder es ist die Zeit die mir oder das Thema das mir fehlt. In den letzten zwei Wochen dachte ich des Öfteren, du musst mal wieder was schreiben, Jacqueline. Und mir fielen Dinge ein wie “Filme, die ich in den letzten zwei Wochen gesehen habe” oder “Fussball und dass die Begeisterung für diesen Sport bei mir so schnell wieder geht, wie sie kommt und meistens mit abstrusen Schwärmereien einhergeht, die ebenfalls so schnell wieder nachlassen, wie sie entstehen”. Und zuletzt meine derzeitige Lektüre “Tagebuch einer jungen Dame, die sich langweilt”, in der ich schon ganz viel unterstrichen habe, dies sich aber teilweise über mehrere Seiten erstreckt, weil so gut geschrieben und damit gleichzeitig völlig unbrauchbar wird, um es irgendwo einzubringen. Zumal ich vermutlich auch gleich gegen das Urheberrecht verstoßen würde, da ich fast das halbe Buch hier niederschreiben täte vor lauter Begeisterung. Statt all dem also, denke ich mir, schreibe ich mal wieder etwas, was zu meinem Blogthema passt.

Bin ich eigentlich die Einzige, die an einem Tag noch behauptet, sie sei glücklich und in sich ruhend, und am nächsten schon wieder mit dunklen Gedanken im Kopf und schweren Herzens in den wolkenverhangenen Abendanbruch schaut? Es geht einem mehrere Wochen gut, das Leben ist ganz leicht, es gibt tausend Dinge zu erledigen und zu entdecken, Ideen und Wünsche, die einen antreiben und man erwischt sich dabei, wie man denkt: Das Leben ist schön! Und dann, wir müssen hier den Anlass nicht näher definieren, ist plötzlich alles was zuvor war und die “Leichtigkeit des Seins” so banal, zu wenig nachwirkend, als dass es einen längerfristig hochhalten könnte. Man stellt sich in Frage, seine Gefühle, und springt einmal wieder nach einiger Zeit an der sonnigen Oberfläche hinab in die dunkle Tiefe. Um dann irgendwann wieder hochzukommen und wieder abzutauchen. Das ist so. Kann ich nach 26 Jahren sagen. Aber muss es so sein? Funktioniert es nur auf diese Art und Weise, das Leben? Mein Leben? Man kann nur hoffen, dass es alles seinen Sinn hat. Tief hoffen.

Your endless dream (Get well soon)

Good morning, sister! Why so sad?
They broke your heart, you fell again
What is it they never let you
Be the one they miss when they’re blue
Don’t you say you’ve never been loved
Don’t you think you’ll never be loved
I hold your hand till the bleeding stops
I hold your hand till you fall apart
And you dream your endless dream

Good morning, brother! I’m so sad!
They broke my heart, I fell again
What is it they never want me
To be the one that they want to see
And it feels like I’ve never been loved
And it seems like I’ll never be loved
One by one they got you where you are now and you’ll be
Further down that road if you don’t stop fighting this war
One by one they tear up your heart with their coldness and words
One by one you stop to feel your bleeding knees and heart
And everything that’s real

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Wordle it!

18. Juni 2008

This is my previous post interpreted by wordle. Now is that cool or what?

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Ich strippe innerlich…

14. Juni 2008

= heißt nicht, dass ich mir in meinen Tagträumen ausmale, wie es wäre eine Stripperin zu sein. Nein, da male ich mir natürlich aus, wie es wäre eine erfolgreiche Autorin zu sein. ;-) Es heißt: Manche strippen außen. Ich strippe innen. Sprich: Manchmal erzähle ich zu viel über mich selbst. Aber wem erzähle ich das? Ihr könnt diese Tatsache ja wöchentlich hier nachverfolgen. ;-)

Manche finden es heiß. Manche finden es pornografisch. Wie im echten Leben halt. Dem einer Stripperin, natürlich. Es ist so, dass ich immer dachte: “Show me your inside, I already know your outside.” Und wenn ich dies von anderen erwarte, dann muss ich selbst mit gutem Beispiel voran gehen. *sagt sie, und trägt eine wehende Fahne hinter sich her*

Nun lässt sich dies leicht sagen, wenn man unter einem Pseudonym einen Blog bestückt, den Leute lesen, die man nicht kennt. Nun lesen hier aber auch Leute mit, die ich kenne. Und dass sie dies tun ist ein Vertrauensbeweis meinerseits, der ihnen zeigen soll: Ich offenbare mich mehr als ich sollte. And I hope you treasure this and keep it quiet. Das erwarte ich im Gegenzug. Damit wären meine Erwartungen öffentlich formuliert und ihr könnt nicht mehr sagen, ihr habt davon nichts gewusst. Es wäre also nicht nett, Leuten davon zu erzählen. Das mache ich - nach sorgfältiger Auswahl - schon selbst. Dafür schon einmal ein herzliches Dankeschön!

Strippen an sich ist ja eine tolle Sache, wie ich finde. Aber das sollte man nur mit sich selbst. Beim äußerlichen Strippen ist das ja auch fast nicht anders möglich. Ich kann nur mich selbst entkleiden. Gut, oder mit Gewalt halt andere, aber davon gehen wir jetzt mal nicht aus. Schlimm ist, dass man beim innerlichen Strippen auch andere Leute innerlich “entstrippen” kann. Z.B. in dem man Dinge weiter erzählt, die sie einem im Vertrauen gesagt haben.

Ich versuche ein guter Mensch zu sein, aber manchmal klappt es halt nicht. Kennt ihr sicherlich auch von euch. Also hab ich jemandem etwas erzählt, über jemand anderen, was ich nicht hätte tun sollen. So weit, so schlimm. Aber das der andere das dann wieder derjenigen erzählt, ist äußerst ungünstig und dumm gelaufen. Das hätte ich nicht gedacht, aber gut, so ist das nun mal. Und ich kann ihm keine Fehler vorwerfen, die ich selbst begangen habe. Und deshalb ärgere ich mich heute Abend über mich selbst. Ich bin 26 und sollte es besser wissen, wann ich Dinge für mich behalten muss.

Es gibt offensichtlich noch viel zu lernen!

Also, liebe Leute, strippt äußerlich und innerlich soviel ihr wollt. Aber nur für euch selbst. Reißt anderen nicht die Kleider vom Leib (es sei denn, sie bitten euch darum) und im übetragenen Sinne, reißt ihnen die Kleider auch nicht innerlich herunter. Für das innerliche Strippen gilt ab sofort: Jeder möge sich selbst entkleiden und zwar nur sich selbst!

Mit einem lauten “Guten Abend” verabschiedet sie sich und schwenkt den schwarzen Zylinder der Gewissensbisse. Er glänzt heute Abend besonders schön.

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In Frage stellen

10. Juni 2008

Heute habe ich Fieber und bin irgendwie ein bisschen betrübt. Warum passiert mir das? Eigentlich bin ich zur Zeit doch ein relativ zufriedener Mensch. Trotzdem sitze ich hier - klar mir ging es körperlich schon einmal besser - grüble und verliere den Lebenssinn. An den meisten Tagen ist dieser ja recht klar: Verwirklichung in Beruf, Beziehung, Familie. Freunde, Kultur, etwas hinterlassen was in den Gehirnen der zukünftigen Generationen fortleben wird. Trotzdem passiert mir das manchmal: Ich verliere den Lebenssinn außer Augen. Dann stelle ich alles in Frage und frage mich: Werde ich eigentlich jemals wirklich ankommen und sagen: “Ja, das ist es was ich will. Hier fühle ich mich wohl, muss nichts mehr ändern und nur noch leben.”?

Aber da sitzt diese kleine Raupe Nimmersatt bzw. der “kleine Ist-nie-zufrieden-Mann” in meinem Kopf”. Und selbst wenn ich eigentlich ganz zufrieden bin, kann es mir jederzeit passieren, dass ich alles in Frage stelle und zweifle: Was ist das alles hier? Was ist mein Weg?

“Du, ich, wir alle, die wir uns durchs Leben schlagen und unser Päckchen zu tragen haben, sind Helden und Heldinnen im Roman unseres eigenen Lebens, und der ist viel schöner und tausendmal besser als alle erdichteten Romane.”
(Teresa de la Parra)

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Kongresse

6. Juni 2008

Ich habe gerade vier Tage auf einem Kongress verbracht. Das ist zwar immer anstrengend, aber auch schön. Und irgendwie kommt eine Aufbruchsstimmung auf, wenn man so viele Fachkolleginnen und -kollegen um sich herum hat, die einem Neues vorstellen. So viele Dinge könnte man auch einmal ausprobieren. Ständig gibt es etwas zu verbessern. Aber auch teilweise die Feststellung: Das machen wir ja schon ganz gut.

Was ich auch mag: Die Lieferanten treffen, mit Bretzeln und Kaffee auf Standpartys verwöhnt zu werden, After-Congress-get-togethers mit Fingerfood. All das erfordert gute Kenntnisse in der Kunst des Smalltalks. Denn man möchte nicht nur stillschweigend stehen und essen. Allzeit beliebt die Themen: Wetter, Kongressorganisation, die gastgebende Stadt, die Klimatisierung, der Stand, Anekdoten aus dem Betriebsalltag, gemeinsame Bekanntschaften.

Was ich vor allem mitgenommen habe: Wir brauchen mehr Informationsempathie. Das bedeutet “sich in die Voraussetzungen und Bedürfnisse der Informationsnutzer zu versetzen und diese so besser verstehen, antizipieren und interpretieren zu können”. Allerdings habe ich gerade vor wenigen Tagen der Informationskompetenz-Schulung einer Kollegin beiwohnen dürfen: Wenn die Studierenden dann trotz großer vorangegangener Erklärung eine bibliografische Angabe per copy&paste “as is”:

“The use of virtual acoustics in the evaluation and development of binaural hearing aid algorithms. J Acoust Soc Am. 2008 May;123(5):3861″

in den Katalog eingeben, dann kann man als Infospezialist manchmal nur noch die Hände vor dem Kopf zusammen schlagen. In Zukunft werde ich dies nicht mehr tun, sondern freundlich lächeln und es NOCH EINMAL erklären.

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Die Himbeerparty

1. Juni 2008

in der Alten Feuerwache ist empfehlenswert.

1. wird dort gut gefeiert.
2. schadet es keinem, sich mal anders zu fühlen.
3. ist es eine lehrsame Erfahrung, vom anderen Geschlecht komplett ignoriert zu werden.

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Papier, Gedanken, Abenteuer.

28. Mai 2008

Ich komme zu dem Schluss, dass alles was ich mir ausdenke nicht wahr werden kann. War ja schon immer so. Früher, da habe ich ganz viel auf dem Computer geschrieben, dann habe ich ihn aus meinem Zimmer rausgeschmissen. Als er dann nicht mehr da war, habe ich mir ein dickes Heft mit linierten Blättern gekauft, habe von da an dort hineingeschrieben. Nicht Tagebuch, das ist doof. Trotzdem kann man, glaube ich, an den Sachen die ich da hineingeschrieben habe, sehr viel darüber lesen, wie ich mich entwickelt habe und wie ich mich fühlte und so weiter, also viel persönliches. Meinem ersten Freund habe ich dieses dicke Heft gegeben, er hat sich ein paar Sachen durchgelesen, aber er hat sie nicht verstanden, er hat nur gesagt, dass sich das gut anhört und dass ich ein Talent habe zu schreiben. Aber er hat nicht verstanden, was es mich gekostet hat ihm dieses innere Stück von mir zu überreichen, das ist ja ein Stück Seele von mir. Und dann, als mein zweiter Freund kam, da habe ich immer weniger in dieses Buch geschrieben. Weil es nicht viel zu berichten gab? Weil ich zufrieden war? Relativ. Und zufrieden macht so unkreativ. Zufrieden sind bekanntlich nur die Lumpe.

Also, ich habe ja auch keine Zeit und meine Gedanken sind so schnell. Ich kann dann nicht per Hand schreiben, denn während ich schreibe, kommen schon neue Gedanken und die habe ich dann vergessen, wenn ich die vorherigen aufgeschrieben habe, das ist schlecht. Also bevorzuge ich doch wieder den Computer. Da drücke ich einfach Tasten, und es geht viel schneller und auch leichter, wenn man denn mit 10 Fingern schreiben kann. Etwas auf Papier zu bringen, hingegen, kostet einen viel mehr. Man erlaubt sich nicht, irgendetwas lediglich hinzuschreiben, irgendeinen Quatsch. Weil, das ist ja dann wirklich da, während es im Computer noch nicht ganz so wirklich da ist. Und das Wichtigste: Man überlegt sich nicht, ob man etwas weglässt, damit es schneller geht. Man lässt die kleinen Sachen draußen, wenn man auf Papier schreibt. Die sind aber auch wichtig. Ich gebe also folgende Empfehlung ab: Kondensierte Gefühle auf Papier (weil man sich mehr Gedanken über das macht was man schreibt und diese dann auch bewertet und nur diejenigen aufschreibt die man würdig genug findet um auf Papier zu stehen). Und der Computer ist also der Platz für Gedanken, die einem durch den Kopf gehen. Wild.

In letzter Zeit habe ich den Drang alles zu dokumentieren, denke, oh Mann, wenn ich das aufschreiben oder aufnehmen könnte und jemand anderem zeigen, oder mir noch einmal durchlesen. Ich glaube, wenn man schreibt, dann muss man den Leuten von der Realität erzählen und das was passiert oder passieren könnte. Klar, Fantasy, das ist cool, das lässt einen Träumen, aber das was einen erschüttert, das ist doch die Realität. Das ist der eigene, langweilige Alltag, all diese kleinen Dinge, die so viel sind, und so wenig gelten. Keine Abenteuer oder so. Abenteuer sind überhaupt Quatsch. Alle Deutschen sagen immer zu mir, oh Deutschland ist ein so biederes Land, und träumen nachts in ihren bayrischen Massivholz- oder Ikeabetten von der Karibik, dem Urwald oder Neuseeland und obendrüber immer die strahlende Sonne. Wisst ihr, alles Schöne entdecke ich hier. Das hier ist ein schönes Leben, ich mag Deutschland, ich liebe es, hier zu leben, das ist meine Erfüllung, ich liebe auch England, was wollt ihr denn alle immer mit euren Stränden und eurer Sonne, das verstehe ich nicht. Hier ist doch die Erfüllung. Aber da alle auf Abenteuer aus sind… Das verstehe ich nicht. Vielleicht hatte ich einfach schon zu viel Sonne in meinem Leben?

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Marie Frapeur tonight on … IV

23. Mai 2008

Gestern war ich bei der CD-release-Party von MBWTEYP. Sehr cool war es da. Die Location lag zwar etwas ab vom Schuss, aber so lernt man auch die Industriegebiete dieser Stadt kennen, die hier ja nicht selten sind. Und vor lauter Freude musste ich gleich was covern.

Marie F. tonight on “Dogs run riot”. Originally by My Baby Wants To Eat Your Pussy.


In echt natürlich viel rockiger. Pussy rulez!

Lieblingssongs vom neuen Album:

  • arduous life / boys and girls (schick!)
  • bubblebath (bester Text)
  • america (ohne worte!)
  • biology is a fairytale (geiler Beat)
  • wonderland (immernoch geil)
  • you sate my appetite (sowas könnt ihr auch? schön!)
  • impresario (noch eins)
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Neues Vokabular

15. Mai 2008

Fängt man wo neu an (schönes Deutsch!), dann taucht man ein in eine völlig neue Sprache und bekommt Ausdrücke um die Ohren geschmissen, von denen man noch nie gehört hat bzw. die zur Unternehmenskultur gehören. So erzählte mir ein sehr gute Freund letztens, dass es bei ihm öfter heißt “das ist nicht mein Beritt” oder “dann holen wir ihn aus seiner Burg“.

Bei mir gibt es bisher folgende interessante Neuzugänge zu verzeichnen:

  1. abgefrühstückt (im Sinne von: das ist erledigt),
  2. angehübscht (im Sinne von verbessert, schicker gemacht),
  3. darüber absterben (im Sinne von: es aufgeben).

Sollte sich in den nächsten Wochen noch mehr bemerkenswertes Vokabular ergeben, werde ich dies hier niederschreiben.

[update 20/06/2008] Andere Leute finden ihr Firmenvokabular auch grausam. Siehe BBC News vom 16. Juni. [/update]

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Polizeianruf aus Mannheim

8. Mai 2008

Das bekam ich gerade geschickt. Sehr luschdig!

[update 15.05.2008] Das hat mittlerweile sehr große Kreise gezogen. Heute wurde sogar im “Mannheimer Morgen” über die Aufnahme berichtet, siehe hier. [/update]

[update 16.05.2008] Krass, jetzt ist sogar das Video weg und “YouTube” sagt “no longer available”. Das hat die Polizei aber schnell hingekriegt. Schade drum! [/update]