
Die Zeit
30. Dezember 2004Gerade heute schrieb ich eine E-Mail an einen Schulfreund zu dem ich lange keinen Kontakt hatte, den ich dann vor zwei Wochen wieder getroffen habe, wobei wir feststellten, dass viel Zeit vergangen ist, seit dem wir uns das letzte Mal sahen. In der E-Mail ging es darum wie schnell die Zeit vergeht und wie wir uns mit ihr und durch sie ändern, so dass man immer nur eine Momentaufnahme seines Selbst ist. Und ist dies nicht auch ein Grund dafür, überhaupt etwas zu Papier zu bringen, um sich selbst nachvollziehen zu können?
Wie schon oft erwähnt, kommen meine Gedanken wie ein schneller Strom, von dem ich vollkommen unterworfen werde, so dass ich mich gezwungen sehe, etwas aufzuschreiben. Ich versuche deshalb immer ein Stift dabei zu haben und war schon oft genötigt auf unmöglich kleine Papierfetzchen zu schreiben. Diese verteilen sich dann letztendlich in meinem ganzen physischen Lebensumfeld, so dass einem manchmal ein vor langer Zeit beschriebenes Papierchen über den Weg läuft, auf dem man erstaunt lesen kann, welche Schlüsse man einmal gezogen hat. Das ist für mich wie eine Reise ins vergangene Selbst und mitunter kommt einem diese Person fremd vor, nein vielmehr unbekannt, aber positiv unbekannt, so dass ich mich freue, Dinge zu lesen, die ich einmal aufgeschrieben habe.












