
Keine Frage des Alters, sondern des Willens
21. Juni 2007… und der Zeit, meine ich.
Herr Knüwer vom Handelsblatt regte sich im April in seinem Beitrag “Generation Web 0.0″ im Speziellen über deutsche Leitpersonen auf, die das Internet nicht nutzen wollen / können. Und im Allgemeinen über die digitale Kluft der deutschen Gesellschaft.
Ich sach mal so: Vielleicht haben die Herrschaften nicht genügend Zeit für das Internet in seiner heutigen Form. Auch wenn ich sie nicht in Schutz nehmen möchte, aber Fakt ist doch: Man muss sich das erstmal aneignen. Und dazu braucht man neben dem bei ihm angesprochenen Willen eben auch Zeit.
Bzw. wenn man Leute hat, die alles für einen erledigen (Sekretärinnen, Berater, Informationsspezialisten, Fahrer, Köche, Praktikanten…) dann braucht man überhaupt nichts mehr zu können. Dann muss man nur noch repräsentieren. Dann ist man auch keine eigenständige Person mehr, sondern nur noch das Konstrukt vieler Hilfsameisen. Alles gemäß dem Motto: “Ich muss nicht mehr alles selbst wissen, ich muss nur noch wissen, wen ich fragen bzw. anweisen muss oder wen ich es für mich machen lasse.”
Auch keine schöne Vorstellung! Ich habe Mitleid und denke: Die Armen, die wissen ja gar nicht, was sie verpassen. Selbst Auto fahren, selbst lesen, selbst kochen, selbst denken, selbst surfen, selbst schreiben… Ich möchte das nicht missen. Und freue mich über mein kleines Leben.
;-)

