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Wissenschaftler

4. November 2009

Mist. Ich habe mir vor einiger Zeit ein grandioses Zitat rausgeschrieben und weiß nicht mehr wo her. Ich glaube es ist aus der IWP. Werde nochmal recherchieren und ggf. die Quelle ergänzen:

„Ein Wissenschaftler braucht Wahrheitsliebe. Darum werden wohl die heute von Hardlinern der Evaluation und ministeriellen Richtlinien gezüchteten neuen karriereglatten und anpassungsgeschmeidigen WissenschaftlerInnen, die nur mehr auf effizientes Erwirtschaften maximaler Journal-Impact-Faktor-Punkte und Drittmittel schielen, nur wenig echt Innovatives oder gar wissenschaftlich Revolutionäres hervorbringen.“

Es ist wirklich so. Wissenschaftler sind die Sklaven des Impact-Faktors. Und alle machen brav mit.

2 Kommentare

  1. ja, dem kann ich mich nur anschließen … Impact-Faktor/H-Index/Drittmittel … obwohl die sich natürlich alle gegenseitug bedingen.

    Das Problem ist aber nicht einfach zu lösen, denn irgendwie muss man ja entscheiden, wie die Gelder vergeben werden / die Stellen besetzt werden.

    Das beste wäre es bei dem Review System anzusetzen, und den Wert des Peer-Reviews zu stärken. Wenn man nur ein paar Stunden hat, um ein Paper zu reviewen, dann ist das viel zu wenig. Eine Idee sind offene Reviews statt blind Reviews, auch wenn sich das kaum durchsetzen läßt.

    Aber abgesehen davon habe ich auch keine konkrete Idee. Was würdest du denn ganz konkret ändern? Man darf nicht vergessen, dass die meisten Vergabekriterien so gewählt sind, dass ursprünglich Innovatives und Qualitativ hochwertiges durch sie gefördert werden sollte. Was dann aber in den Projekten abläuft, sieht oft anders aus.


  2. Hmm war das nicht Gerhard Fröhlich beim Betrachten von Poppers Foderungen und OpenAccess?
    Ich komme bei all diesen Diskussionen immer mehr zum Schluss, dass das irgendwo auch das Leben ist. Menschen messen sich, an sich und an anderen. Ob es sich da um sozialen Status, Arbeit bei Firma X oder wissenschaftliche Veröffentlichungen dreht scheint irgendwo zweitrangig zu sein.
    Die Frage ist nur, welcher Anspruch dann darunter leidet und welche Stellschrauben es gäbe…

    Im Moment habe ich aber gefühlt dank einiger Vorlesungen gerade aber auch ein wenig romantisches Bild von Menschen ;)



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