Das ist mal ein beeindruckendes Video! Danke an Tommy für den Hinweis.

Das ist mal ein beeindruckendes Video! Danke an Tommy für den Hinweis.
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Frauen und Männer dieser Welt, lernt Jerome kennen. Jerome ist Franzose, dunkelhaarig gelockt, schlacksiger Körperbau mit einer steilen Nase, die voll von seinem Biologie-Studium ist. Weshalb er sich letzten Freitag spontan ein Interrailticket gekauft hat und damit nach Barcelona gefahren ist. Die Fahrt war anstrengend, aber lustig, da er zwei Gleichaltrige aus Indonesien getroffen hat, die per EuroDomino Ticket durch Europa fahren, aussteigen, ein Foto machen und wieder einsteigen. Nur um am Ende ihrer Reise festzustellen, dass sie nun wissen, dass sich die Toiletten der französischen und der italienischen Nachtzüge gleichen, dass die Deutsche Bahn die schönsten Züge mit den unterkühltesten Schaffnern hat und dass sie mehr über die Verbindungen zwischen den Städten, als über die Städte selbst wissen.
Völlig übermüdet und verschwitzt kommt Jerome in Barcelona an. Unter den Brücken, die in die Stadt hinein führen und an denen der Zug vorbeifährt, sieht er schwarze Menschen hausen. Sie sind sehr schwarz und haben vermutlich 7.000 Euro dafür bezahlt, dass sie hier sind. Nun fährt der Zug unterirdisch und er kann sie nicht mehr sehen.
Er steigt an der Plaza de Catalunya zum ersten Mal an die Oberfläche. Sofort gerät er in einen riesigen Schwarm voller Mücken. Die Viecher sitzen im Café, gucken ihn mit ihren grün schimmernden Facettenaugen sinnentleert an, schlürfen an ihren Getränken und sind so unzulänglich bekleidet, dass man ihre weißen, haarigen Beine sieht und bei der weiblichen Spezies Blicke ins Innerste ermöglichen. Jeromes Kopf schmerzt. Kann das sein? Oder was waren das für Tickets gestern, die ihm die indonesischen Gleichaltrigen angeboten hatten? Er schüttelt sich, guckt nochmals zu den zahlreichen Straßencafés hinüber. Ach, es sind doch nur die Paket-Touristen, 5 Tage Barcelona für 250 Euro. Prost! Wer will da 7.000 Euro an irgendwelche Marrokaner zahlen, die einem nur eine sehr ungemütliche Überfahrt mit ungewissem Ziel anbieten?
Zwischen den Touristen breiten auf den Bürgersteigen Schwarzafrikaner Laken aus, auf denen sie gefälschte Handtaschen (Prada, Gucci, Fendi, YSL, Louis Vuitton) anbieten. An jeder Ecke des Lakens eine Schnur, die in der Mitte zu einer Schlinge zusammen führt. Jerome schlendert in der elenden Abendhitze die Ramblas entlang. Touristen, Bierdosen verkaufende Straßenhändler, geschlossene Blumenläden, Artisten, get-your-comic-in-20-min, Trickbetrüger und dazwischen die Schwarzafrikaner mit ihren aufmerksamen weißen Augen. Sie gucken rechts, sie gucken links. Nice bag for the lady, Mister?
Vielleicht hätte er doch mit seinen Eltern nach Deauville fahren sollen? Immer dieser Scheiß. Er hat keine Lust mehr auf das Familiengetue, keine Lust mehr auf die Mädchen reicher Eltern, die sich alle gleichen. Die alle diesen Taschen hinterher rennen. Lächerlich. Deshalb ist er hier, inmitten dieser Masse. Plötzlich heult neben ihm eine Polizeisirene auf (”Tonino tonino toninooo”). Wie in einer perfekten Choreografie, ziehen alle Schwarzafrikaner gleichzeitig an ihrer Schlinge, alles verschwindet in dem Sack aus Laken und ein schwarzer Schwarm rennt unter lauten Rufen hinein ins Barrio Gótico, in dessen engen, nach Urin stinkenden Gässchen die Flucht vor dem Polizeitauto erneut möglich ist. Die Ware ist gerettet.
Jerome bleibt weitere 5 Tage, es geht noch billiger als 250 Euro, um schließlich zurück nach Frankreich zu fahren und über der Kategorisierung von Ameisenarten dieses Elend schnell wieder zu vergessen. So wie wir alle, denen es gut geht und die hier und da zwar davon hören, dass es anderen nicht so gut geht. Denen es kurz leid tut, die tatsächlich den Bruchteil einer Sekunde eine gewisse Dankbarkeit verspüren, von der die meisten aber nicht wissen, an wen sie diese richten sollen, und die dann weiter machen. Wie bisher. Während da draussen alle zwei Wochen Leute ertrinken, die für eine Überfahrt in einem schlecht geflickten, verrosteten Kahn mehr zahlen als so manche für 3 Wochen DomRep Halbpansion.
Frauen und Männer dieser Welt, lernt Jerome kennen.
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Liebe Leute, es ist heiss. Und ich hab kein scharfes S. Bleibt einem nur zu schreien “¡Riégueme!”, wie im Film “La ley del deseo“.
Anbei das Neueste aus BCN. Der Suppe aus Immigranten, Touristen, reichen Katalanen und schraegen Leuten. Und MJF als schwitzendes Gewuerz.
Der Hafen bei Nacht.
Container: Barcelona ist der zweitgroesste Hafen des Mittelmeers.
Blick von Monjüic auf die Stadt.
Mit dem Spiess von Norman Foster und dem Tibidabo im Hintergrund.
Im Museum bei Man Ray, Duchamp und Picabia (wohl bekannt aus dem Kunstunterricht in der 10. Klasse), eine gemeinschaftlich von der Tate Modern und dem Museo Nacional d´Art de Catalunya organisierte Ausstellung.
Olympisches Gelaende und weitere extravagante Architektur.
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Freunde der Unvernunft,
ich bin Marie Jacqueline. Fliege nicht gerne. Moechte dennnoch nicht auf Urlaub im Ausland verzichten. Und mache dann Weltreisen im Zug. Dieses mal geht es erneut in das wunderschoene Barcelona. Auf Tantenbesuch. Das ist sehr praktisch, denn sie hat nicht nur eine Penthouse-Wohnung, sondern kocht auch noch hervorragend und moechte sich dabei nicht helfen lassen. ;-)
Anbei meine gestrige Reise in Bildern:
Bewoelkte Vormittagssonne gegen 8:00 Uhr in der Naehe von Freiburg.
Basel. Mit Werbung fuer schweizer Kaese.
Mueder Mitreisender vor schweizer Wiese.
Der kleine, schicke Berner Bahnhof.
Langer See bei Lausanne.
Der Talgo von Montpellier nach Barcelona.
Haus bei Peripignan.
Und zuletzt ein kleines Video, das auf ungefaehr der gleichen Strecke gemacht wurde.
done
Das war’s fuer heute. To be continued…
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Ada Castells: Ein Leben lang, 256 Seiten, Bloomsbury 2007, Originaltitel: Tota la vida
Der dritte Roman dieser katalanischen Autorin beinhaltet zwei auf raffinierte Weise verbundene Geschichten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. So erzählt die Teilzeitschriftstellerin Sílvia zum einen aus ihrem chaotischen Leben im heutigen Barcelona, das sich zwischen dem Verkaufstresen in dem Hemdengeschäft des verstorbenen Vaters, den bürgerlichen Erwartungen der Mutter (”Kind, wäre dieser Mann nicht etwas für dich?”) und einer unbefriedigenden Liebesbeziehung zu einem exzentrischen Maler, Vicenc, bewegt, der für den Auftrag eines Kunden seine Liebste schon mal zu perversen Spielchen zwingt. Zum anderen schreibt sie nachts, wenn sie enttäuscht oder wütend von Vicenc zurück kommt, an einer Biografie über Caspar David Friedrich und lässt uns an dessen der romantischen Malerei gewidmeten, von Gefühlen bestimmten Leben teilhaben.
Es gelingt Ada Castells, deren Werk zum ersten Mal in deutscher Sprache erscheint, einen Einblick in das Leben zweier Künstler aus dem 18 Jh. und 21. Jh. zu geben, die beide auf ihre Art psychologische Hintergrundschäden haben. Herzerfrischend ist der von Ironie gespickte Erzählstil der Hauptfigur (der mich an Lucía Etxebarría erinnert). Der fließende Wechsel zwischen den Handlungssträngen und die zuvor beschriebenen rätselhaften Vorkomnisse machen aus diesem Roman eine kurzweilige und zugleich bildende Lektüre. Eine elegante Art, uns Lesern einen seit 200 Jahren toten Maler nahe zu bringen. Denn wir müssen nicht befürchten einen zu detaillierten Historienschinken vor uns zu haben, da dieser immer wieder durch die Verrücktheiten des heutigen Lebens unterbrochen wird.
Erscheint am 17. September.
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Diesmal: Recht angenehme Zugfahrt von der Estación der Francia* im Schlafwagen eines Trenhotels nach Bern. Die Schweizer haben mich glücklicherweise trotz abgelaufenem Personalausweis durch gelassen, dann weiter im ICE von Bern nach Deutschland. Es regnet und es ist schön zu sehen, wie der Regen seine feinen Fäden am Fenster entlang zieht und Netze hinterlässt. Irgendwie ist es immer wieder ein überwältigendes Gefühl im Zug zu sitzen, die Landschaft Europas zu beobachten, gute Musik zu hören und sich in eine Stimmung des Aufbruchs hinein zu versetzen.
* Ich erwähne an dieser Stelle nicht, dass ich beinahe meinen Zug verpasst hätte, weil der Bus vor lauter guiris und reichen Katalanen, die sich mit dem Taxi zur Oper fahren lassen müssen, ewig nicht auf den Ramblas voran kam, weil dadurch nur eine Spur frei war. Ebenfalls ist nicht erwähnenswert, dass man beim “Monumento a Colón” den hombre en pelotas bewundern konnte (ein alter Mann, der nackt durch die Stadt läuft und quasi eine wandelnde Sehenswürdigkeit ist).
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Almost everyone of us is a tourist at least once a year. Travelling that´s what people nowadays need to get rid of their otherwise quite boring life. Travelling also enhances your mind by having new experiences, getting to know other cultures and so on. These days we have international terrorism and we have - a bit less harmless, if only a bit - international tourism: You can recognize them even if you´re 100 m away. Barcelona is full of a “mogollón de guiris”, them being spit out of the metro, marching along the Ramblas in uniforms (don´t we all wear the same kind of stuff?), occupying all the cafes on Plaza Catalunya and at night it´s feed the animals at Nova Icària, where right now Woody Allen is staying at one of the famous architectural places Barcelona has to offer (that´s the white tower in the big picture above) because he´s making a film. From this hotel the “mogollón de guiris” have to look like ants, many ants. Chicos y chicas que van a ligar. Get yourself a great city, some sunny weather, a bit of international tourism, stir well and you get: cocina fusión. The next hip thing in modern cooking.
I try not to be too touristy (failing most of the time, of course). If you want to discover things to do without meeting too many guiris take a look at this place: Good2be. I also found the official site quite helpful: bcn.es.
I promised more fotos, here they are. The first four: sights from my aunt´s terrace. Beyond: sights from Parque Güell.
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Vocabulario:
guiris = tourists
mogollón = mass
cocina = kitchen
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I have to admit that I’ve always imagined heaven to be more quiet and definetly not as hot, but this is as close as it can get. I’ve been to Barcelona many times before, mostly on my way to the Costa Blanca or Mallorca, staying for one night. This is the first time I really reap the benefits of having an aunt living in one of Europe’s nicest cities. Especially when this aunt has moved to a penthouse with a breathtaking 20 sqm terrace. Sunbathing on this terrace one can overlook a nearby park with swimming pool to the left and at night enjoy views of the illuminated Tibidabo to the right. (I’m uploading some pictures as soon as I’m back.)These are decent vacations (”vagaciones” para todos los que lo entiendan): Sleeping till 11 a.m., taking 20 minutes of sun, then eating some fresh fruit and killing time by conversing about women in the arabic world, behavior of drug addicts and Spanish politics. Then it’s time for some tasty cold salads and afterwards some reading. And finally at about 8 p.m. leaving the apartment and strolling over the Passeig the Gracia down into the gothic quarter. Or taking looks at the Sagrada Familia and the beautiful Hospital de Santa Creu i Sant Pau (please put me in there when I’m sick).
Today it’s beach time: In some hours we’ll leave to the Caldes d’ Estrac.
Have fun at whatever you are doing. ;-)
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