Archiv für die Kategorie ‘blogging’

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80er sind endgültig zurück

4. August 2009

Man sieht es ja seit ein, zwei Jahren auf der Straße: Leggins, Karottenhosen, große T-Shirts, Neonfarben. Die 80er sagen hallo. Aber in den folgenden Videos sagen sie nicht nur „hallo“ sondern auch noch „guten Tag“ und „mir geht´s gut“. Wie schrill, geil und retro ist das denn? Und die Texte sind verdammt gut.

I’m going in for the kill
I’m doing it for a thrill
I’m hoping you’ll understand
And not let go of my hand

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Choosing my religion

11. September 2008

Letztendlich sagen die meisten Religionen etwas ähnliches. Lebe! Sei umsichtig mit dir selbst und anderen! Also warum dann eine konkrete Religion? Kann man nicht eher nach einer allgemeinen Moral und Ethik leben? Eine, die auf Weisheit, Erfahrung und Verstand beruht? Das heißt für mich: Ich kann meditieren gehen, ich kann Yoga machen, ich kann an Weihnachten in die Kirche gehen. Nichts ist falsch, alles ist richtig, solange es mir hilft, zur Ruhe zu kommen, mich selbst zu erkennen, meine Umwelt genauer wahrzunehmen und zu respektieren. Das Leben täglich in Frage stellen. Dankbar sein. All das.

Folgende Texte gefallen mir jedenfalls und bringen dies ganz gut zum Ausdruck:

Jack Kornfield (Meditation für Anfänger): „Zweck dieses Unterfangens ist es keineswegs, dass du Buddhist wirst oder fernöstliche Zeremonien bzw. rituelle Verbeugungen erlernst. Vielmehr geht es darum zu lernen, wie man meditiert und davon im täglichen Leben profitiert. Wenn wir uns Zeit nehmen, zur Ruhe zu kommen, dann spüren wir – und jeder Mensch ist dazu in der Lage -, dass wir unser Leben mitfühlender und wachsamer leben können. Zu meditieren bedeutet, dass wir diese innere Fähigkeit fördern und sie in unserem Leben zum Ausdruck bringen.“

„Mit dem Meditieren beginnen bedeutet, dass wir unser Leben mit Anteilnahme und Liebenswürdigkeit betrachten und herausfinden, wie man wachsam und frei sein kann. Wir haben so viele Vorstellungen und Überzeugungen in Bezug auf uns selbst. Wir erzählen uns Geschichten über das, was wir wollen oder wer wir sind, sei es klug oder sanft. Oft sind das nicht hinterfragte und begrenzte Vorstellungen anderer Menschen, die wir verinnerlicht haben und dann in unserem Leben zum Ausdruck bringen. Meditieren heißt, neue Möglichkeiten entdecken und eine Fähigkeit entwickeln, die jeder von uns besitzt: nämlich ein weiseres, liebevolleres, mitfühlenderes und erfüllteres Leben zu führen.“

„Buddha sagt: „Ich bin erwacht.“ Was ist das zu dem wir erwachen sollen? „Dharma“. Es ist ein Wort aus dem Sanskrit und Pali, das sich auf die universellen Wahrheiten bezieht: die Gesetze des Universums und die Lehren, die es beschreiben. In diesem Sinne ist Dharma etwas, das sich augenblicklich enthüllen kann. Es ist die Weisheit, die immer gegenwärtig ist und nur darauf wartet, entdeckt zu werden. Das Dharma der Weisheit, zu dem wir erwachen können, ist die Wahrheit, die genau dort ist, wo wir sind – wenn wir uns von unseren Fantasien und Erinnerungen lösen und uns auf die Wirklichkeit der Gegenwart einlassen. Wenn wir das tun und ganz aufmerksam sind, dann beginnen wir, die Merkmale des Dharma in eben dem Leben zu erkennen, das wir gerade leben. Zu den ersten Merkmalen des Dharma, die sich während der Meditation enthüllen, gehören Unbeständigkeit und Unsicherheit. „So sollst du denken über diese flüchtige Welt“, heißt es in einem buddhistischen Sutra. „Ein Stern in der Dämmerung, eine Luftblase in einem Fluss, ein Lichtblitz in einer Sommerwolke, ein Echo, ein Regenbogen, ein Trugbild und ein Traum.“ Je ruhiger du sitzt, je genauer du beobachtest, desto deutlicher wird dir, dass sich alles, was du siehst, in einem Zustand der Veränderung befindet. Gewöhnlich erscheint uns alles, was wir erleben, beständig – auch unsere Persönlichkeit, unsere Umwelt, unsere Gefühle und die Gedanken in unserem Kopf. Es ist so, wie wenn wir uns einen Film anschauen und derartig von der Handlung gefangen sind, dass sie uns wirklich erscheint, obwohl es sich doch nur um flackernde Lichtbilder auf der Leinwand handelt. Wenn du dich aber sorgfältig konzentrierst auf das, was du siehst, dann ist es möglich zu erkennen, dass der Film in Wirklichkeit aus einer Folge von Standbildern besteht, die eines nach dem anderen ablaufen. Eines erscheint, dann kommt eine kurze Unterbrechung, und dann taucht das nächste auf. Genau das geschieht in unserem Leben. Denn es ist so: Nichts im Leben bleibt für eine sehr lange Zeit beständig oder unverändert. Du brauchst kein Meister im Meditieren zu sein, um zu erkennen, dass alles stets im Wandel begriffen ist. Konntest du jemals einen bestimmten Geisteszustand über einen sehr langen Zeitraum aufrechterhalten? Gibt es irgendetwas in deinem Leben, das ganz und gar gleich bleibt? Dies bringt uns zu dem zweiten Gesetz des Dharma. Wenn wir wollen, dass Dinge, die sich ständig ändern, unverändert bleiben, und uns daran festklammern, werden wir eine Enttäuschung erleben und leiden. Nicht, dass wir leiden müssen, und es dient auch nicht dazu, uns zu bestrafen. Es ist einfach der Lauf der Welt und es ist so elementar wie die Schwerkraft. Wenn wir krampfhaft darauf bestehen, dass etwas so bleibt, wie es ist, dann wird es sich trotzdem verändern. Wenn wir versuchen, daran festzuhalten, dann wir uns das nur Leid und Enttäuschung einbringen, denn das Leben ist ein Fluss und alles ändert sich. Wenn wir beginnen, die Gesetze des Lebens anzuerkennen – dass die Dinge unbeständig sind und dass Anhaftung Leid verursacht -, dann können wir auch fühlen, dass es einen anderen Weg geben muss. Und es gibt ihn. Man könnte diesen Weg als „Unsicherheitsweisheit“ bezeichnen. Das ist die Fähigkeit, mit den Veränderungen zu fließen, zu erkennen, dass sich alles in einem Wandlungsprozess befindet, und sich entspannt in die Ungewissheit zu fügen. Die Meditation lehrt uns, wie wir loslassen und inmitten des Wandels in unserer Mitte bleiben können. Wenn wir erst einmal eingesehen haben, dass alles unbeständig ist und wir es nicht festhalten können und dass wir eine gewaltige Menge Leid auf uns ziehen, wenn wir daran haften, dass die Dinge gleich bleiben, dann erkennen wir auch, dass die klügere Art zu leben darin besteht, sich zu entspannen und loszulassen. Wir erkennen, dass Gewinn und Verlust, Lob und Tadel, Lust und Pein zum Tanz des Lebens dazugehören, der uns, die wir in einen menschlichen Körper hineingeboren wurden, auferlegt ist. Loslassen bedeutet nicht, den Dingen gleichgültig gegenüberzustehen. Es bedeutet vielmehr, dass wir uns in kluger und den Umständen angepasster Weise um die Dinge kümmern. In der Meditation schenken wir unserem Körper eine sorgsame und respektvolle Beachtung. Wir meditieren also, um zur Erkenntnis der Lebensgesetze zu erwachen. Wir erwachen, indem wir die Aufmerksamkeit von der Vielzahl unserer Gedanken und Ideen abziehen und sie auf unseren Körper und unsere Empfindungen lenken. Wir beginnen zu verstehen, wie unser Körper und unser Geist funktionieren, und so können wir eine weisere Beziehung zu ihnen aufnehmen. Der Kern dieses inneren Übungsweges ist das aufmerksame Lauschen und Achten auf unser Umfeld, auf unseren Körper, auf unseren Geist, auf unser Herz und auf die Welt um uns herum. Das ist es, was als Achtsamkeit bezeichnet wird – eine sorgsame und respektvolle Aufmerksamkeit. In der Meditation entdecken wir eine natürliche, offenherzige und nicht bewertende Bewusstheit für unseren Körper und unsere Gefühle. Schritt für Schritt können wir diese gütige und offene Bewusstheit dazu bringen, alles wahrzunehmen, was unseren Geist ausmacht. Wir lernen, das Gesetz der Unbeständigkeit zu verstehen und ihm zu vertrauen – das heißt, dass wir damit anfangen, die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist.“

Alan Watts: „Lebenskunst … ist weder ein sorgloses Dahintreiben noch ein angstvolles Festklammern an der Vergangenheit… Sie besteht darin, in jedem Augenblick ganz einfühlsam zu sein, ihn als völlig neu und einzigartig anzusehen und das Bewusstsein offen und ganz und gar empfänglich zu halten.

Richard Rohr: „Das Leben in dieser Konsumwelt, in einem physischen Körper und mit so vielen Wahlmöglichkeiten infiziert uns mit einer Krankheit namens Überfluss – eine wirklich gefährliche Krankheit, die unseren Blick trübt und es noch schwerer macht, ins Zentrum vorzudringen. Die meisten Menschen kennen kein anderes Selbst als ihr in sich abgekapseltes Ego, dem sie auf dem Leim gehen. Den allermeisten Menschen muss jedenfalls erst das Sehen beigebracht werden. Wirklich sehen zu können, das ist das Herzstück einer gegenwärtigen Spiritualität.“

„Wie können wir etwas finden, das doch schon da ist? Warum sticht es nicht ins Auge? Weshalb müssen wir erst unser wahres und tiefes Selbst erwecken? Und wie macht man das? Durch Gebet und Meditation? Durch mehr Schweigen, mehr Rückzug? Ja, all das kann helfen, aber das wichtigste ist, dass wir voll und ganz in unserer Wirklichkeit leben und sie annehmen. Das klingt so simpel und harmlos, dass wir meistens alle möglichen religiösen Leimruten fabrizieren, um bloß nicht unser eigenes so gar nicht heroisches, sondern prosaisches und alltägliches Kreuz auf uns nehmen zu müssen.“

Jostein Gaarder: Mir fehlt ab und zu eine Erinnerung daran, daß es mich gibt. Denn ich bin nur dieses eine Mal hier und werde danach nie wieder zurückkehren. Auch das ist leicht zu vergessen. Ich weiß es ja, ich weiß es natürlich die ganze Zeit, wenn ich mir das nur kurz überlege. Aber niemand fordert mich dazu auf. Hier herrscht keine öffentliche Vertraulichkeit. Wenn ich in der Flut der Informationen vergesse, daß ich lebe, dann ist das mein Problem. Ich könnte mir in allen großen Zeitungen des Landes folgende Mitteilung vorstellen: Wichtige Mitteilung an alle Bürgerinnen und Bürger: Die Welt ist hier und jetzt!

Pantha rhei, sagt Heraklit. Auch er sagt es also.

Durch Konzentration, das ewig Unbeständige der Welt erkennen und diese Wahrheit zu akzeptieren. Die Gegenwart zu leben, nur sie zählt.

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Technorati ist ja sowas von beta

14. August 2007

oder: You blog, you learn – Teil II.

Also wirklich! Bei einem der ältesten Anbieter dürfte man doch wohl ein paar Standardfunktionen erwarten. Aber ich will nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen…

Im Laufe der Zeit habe ich geschrieben, rumgebastelt, hier und da was verändert (Tags, Titel der Posts, Inhalte), erweitert, usw. Ich weiß, das Tolle an Blogs soll ja sein, dass sie insofern authentisch sind, weil nicht einfach etwas weg gelöscht werden kann/soll und überhaupt. Und sicherlich gilt auch der Satz: Denkst du, bevor du schreiben in Blog! Aber himmelherrgott, denken ist nicht immer leicht und übernächtigt kommt man halt schon mal auf komische Gedanken, die man der Welt mitteilen wollte. Und nach zwei-drei Wochen liest man das tagsüber nochmal und denkt: Nee, dat muss wech, Jacqueline!

Und löscht das auf seinem Blog. Weg, erledigt. Vonwegen! Technorati hat alles indexiert. Wie ich feststellen musste, als ich meinen Blog dort „geclaimt“ habe. Dann gemerkt, dass es derzeit keine Möglichkeit gibt selbständig (auch nicht nach Registrierung, Blogclaimung und openIDentifizierung) , einzelne Postings von dem Index zu löschen. Ganz davon zu schweigen, seinen ganzen Blog dort zu löschen (was z.B. auch beim Umzug auf eine eigene Domain nötig ist). Und wie sieht es aus mit geänderten und neuen Tags? Deren Update wird auch nicht unterstützt. D.h. Technorati zeigt eine völlig veraltete Tagcloud.

Wenn ich einen Blog „claimen“ kann, dann erwarte ich auch die Funktion „Blog löschen“, „Blog aktualisieren“ oder z.B. „indexierten Post löschen/updaten“. (Anmerkung: Pingen bzw. die angezeigten Einträge des RSS-Feeds im Blog kurzzeitig auf 100 zu setzen und zu hoffen, dass die Dinger erneut indexiert werden hilft auch nix!). Wird derzeit alles nicht unterstützt. Und wenn, dann muss dat alles der Admin machen (der dies dann gnädigerweise tat).

Also dachte ich mir: Prima, ein netter Mann da drüben löscht meinen Blogeintrag und dann registriere ich mich wieder und dann geht alles „from scratch“. Auch Pustekuchen. Komischerweise würde dann wohl die ganze alte Version wieder auftauchen, wenn man sich dort erneut registriert. Was mich dazu bewogen hat, mich löschen zu lassen und bei dem Verein erst wieder mitzumachen, wenn man als Nutzer Einfluss auf die indexierten Inhalte seines eigenen Blogs hat.

Meine „Supportkonversation“ kann man hier nachlesen.

Eure, schon wieder etwas schlauere, Jacqueline

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Es ist Freitag Abend

7. Juli 2007

Hi Marie,

lade dich hiermit auf einen Streifzug durch Frankfurt ein. Angedacht ist ein Besuch in diesem Club an der Hanauerlandstrasse Kreuzung Dieselstrasse in Frankfurt. (Wupps jetzt habe ich das schlimme Wort gesagt!) Am besten ich gehe in Zukunft drüber weg. Oder ich sage immer „Apokalypsen Stadt“, wenn dir das lieber ist.

Je nach Zustand und Laune wirst du ein wenig Cocktails schlurfen und abdancen. Während ich mich an Go Go Tänzerinnen festgucke und wieder los reiße, festgucke und wieder los reiße. Und mir dann irgendwann beim Tanzen den Rücken zerre oder angeschwipst jede mit „hallo Hübsche“ anspreche. Vielleicht lernen wir aber auch Leute kennen und unterhalten uns über Erotik in Zeiten von Fußbodenheizungen. Naja, wenn wir keine Schlägerei anzetteln, müssen wir schließlich sonst irgendwie für Spannung sorgen.

Wie stellst du dir einen Freitag Abend vor?

 

Lieber Gezerrter,

Al Bundy würde jetzt sagen: Es ist Freitag-Abend! Solltest du nicht duschen, dich fein anziehen und dann ins Bett gehen?

Marie F. hat sich mal im „Cyberspace“ umgeguckt und zusammen getragen, was andere Leute tun:

  • Astartus beginnt ein neues Leben, weil das alte fad ist.
  • Aussichtlos denkt über Träume nach und ob man sie aufgeben soll.
  • Freitags Abends allein zu Hause, das ist Sab.
  • Beckertim fragt sich an einem Freitag, ob man im Internet die Leute besser kennen lernen kann als in der Kneipe. (Marie F. meint ja).
  • Es ist Freitag Abend und Hartmut sitzt mittendrin in den Vorbereitungen für die Predigt am kommenden Sonntag.
  • In Bulimic Time wird die Gesellschaft von Eis und Schokolade als angenehmer empfunden, als die Gesellschaft von realen Menschen.
  • Stick Boy und Match Girl (supersüß!) erleben ihren Freitag in MyBitterHalf so.
  • Dieser bis heute nicht wirklich erwachsen gewordener Mann hat einen Job angenommen, tut so als wenn er Ahnung hätte um sich so seine Brötchen zu verdienen. Die Begeisterung für das weibliche Geschlecht hat ihn seine Ehe gekostet. Und dies hier ist sein Freitag Abend.

Letzendlich war ich dann doch nicht in der Apokalypsenstadt, sondern bei ihr.

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To comment or not to comment

17. Juni 2007

Folks, listen to me:

I am grateful for your manifold opinions about the things I write here. You talk to me on the phone, you write emails, you message me via ICQ or tell me about it personally. Thank you.

But wouldn´t it be much nicer if you told everybody what you think? I think so. This is a blog. Blog only lives if he gets enough to eat. Please feed him!

And don´t worry about Marie F´s real identity. Most of the time her real identity walks around in Germany. But Marie F. walks through Cyberspace. And in Cyberspace you can be just about anyone you want. Marie F. doesn´t want to tell her real name? Well, you don´t have to tell yours. Same right for everybody. So step forward and dare.

„On the Internet, nobody knows you’re a dog.”

- Nicholas Negroponte -

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Zu persönlich…

4. Juni 2007

Ich war mir nicht ganz sicher, ob ich mal wieder über das Ziel (welches eigentlich?) hinaus schiesse und habe deshalb einige Freunde gefragt, ob dieser Blog in seiner bisherigen Form zu persönlich sei. Gestern also mit einem alten Freund telefoniert, was ungefähr so ablief:

MF: „Findest du, ich schreibe zu persönliche Dinge auf meinem Blog?“

Er: „Nun, viel persönlicher kann es ja nicht werden.“

Mist, als hätte ich es geahnt. Recht hat er, der junge Mann. Gut, also treffe ich jetzt zwei Maßnahmen: (1) Alle Fotos, auf denen ich zu identifizieren bin, verschwinden. (2) Ein paar „zu persönliche“ Beiträge werden zunächst mit Passwort versehen und evtl. irgendwann gelöscht.

Um es mit Alanis Morisette zu sagen: „You live, you learn.“ bzw. „You blog, you learn.“

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Der schmale Grat des Bloggens

7. Mai 2007

Hier ein schöner Artikel von Stefan Niggemeier (erschienen in der FAS von gestern). Es geht darum, warum das Schreiben eines Blogs so befriedigend ist.

Das sehe ich jetzt ähnlich. Vor wenigen Wochen – als mein Leben noch anderen Bahnen folgte -, dachte ich noch Folgendes:

Blogs die man beruflich liest: Spannend, aber Meldungen oft von mehreren Seiten, das ist wie ein Rauschen. Oft nicht richtig recherchiert, man liest dann nur zwei, drei Sätze zu einem Thema, dann lieber einen gut recherchierten und geschriebenen Artikel in einer Fachzeitschrift lesen. Leute schreiben einfach was ihnen einfällt, oft hat es dann mit dem Beruflichen nicht mehr so viel zu tun. So liest man auch über neugeborene Kinder, den Umzug der Firma in ein neues Gebäude, und den Hinweis auf tausend andere Blogs. Who fucking cares?

Blogs, die man privat liest: Ich habe sicherlich Freunde, denen ich das Gleiche berichten würde, fragten sie mich wie es mir geht oder wie mein Urlaub war. Aber eine Freundschaft zeichnet doch auch etwas Persönliches aus. Die Tiefe der Freundschaft erkennt man auch daran, welche Themen man im Blog besprechen kann und welche nicht. Ich diskutiere lieber persönlich mit den Leute oder erhalte private, persönliche E-Mails, die auch auf meine Fragen eingehen. Zwei Freunde von mir waren letztens in Thailand: Als wir sie zum Flughafen fuhren sagten sie: Wir schreiben euch. Ich „Altbackene“ habe dabei an eine Postkarte oder eine E-Mail aus einem Internetcafe gedacht. Eingetroffen ist weder das eine noch das andere: Natürlich meinten Sie, dass sie ihren privaten Blog füllen würden. Auf die Idee kam ich jedoch nicht.

Irgendwie muss man ein Gleichgewicht finden. Ein ausgewogenes Mittel zwischen der Selbstdarstellung des Inneren – denn bitteschön, was ist das hier sonst? – und der persönlichen Interaktion mit den Freunden. Aber was kann man in so einem Blog eigentlich alles sagen und was nicht? Hier bin ich noch am grübeln. Vielleicht sollte man für den Blog einen gemeinsamen Nenner von alldem finden, was man seinen Lesern im realen Leben auch tatsächlich erzählen würde. Und alles was darüber hinaus geht, das macht man dann weiterhin persönlich.

Persönliche Interaktion, also Gespräche, Treffen liegen mir eigentlich sehr am Herzen, aber meine Umstände bedingen derzeit einen gewissen Abstand. Deshalb ist dies teilweise eine Art Interaktionsersatz. Ich hoffe, die Betroffenen können mir dies nachsehen. Eines Tages kehre ich zu euch zurück, oder ihr zu mir?

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Philosophie oder die Kunst des Bloggens

5. April 2007

Habe gerade diesen schönen Beitrag zum Philosophieren auf Blogs oder zur Blogosophie gefunden. Ich blogge nun ja noch nicht so lange, aber das was ich bisher gelesen habe, führt mich doch dazu zu behaupten, dass viele Blogger eine Kategorie bzw. ein Tag zum diesem Thema haben. Man neigt also zum Philosophieren auf Blogs. Meine Kategorie dazu heißt übrigens „Grübeleien“.

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The truth on the Internet?

5. Januar 2007

Do I have to write in order to become a person? I define myself through the things I think and feel. I am all that´s inside of me. Combined with a little bit outside. But outside is 10% and the rest is inside. This means nobody can really see ME. The thing I really am. This is the most devastating conclusion I have come to in my life. This is the contradiction between the way I seem to be and the way I really am.

So the Internet, is that a way to meet in a more honest way? Maybe. Meeting people on the net is sometimes nearer to the truth than meeting them in the real world. So, social intercourse is it a big fat lie? Are people who read what I have written able to meet me in a more intimate way than people who get to know me on the regular ways ever could?

I think we need both. Maybe.

Show me your inside. I´ll show you mine.

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Blogging is fun!

1. Januar 2007

I never imagined that blogging is so much fun and that it would be that easy.

Thank god:

- for WordPress.

- for Web 2.0.

- for all the geeks who make this possible.

- for the Internet.

- for letting me be on earth during this time.

Kick ass