Archiv für die Kategorie ‘Frankfurt’

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Schlaflos

2. Januar 2008

So ist das wohl, wenn man zu viel weg geht und seinen geregelten Schlafrhythmus aufgibt: In der Nacht vor dem Tag vor dem man wieder arbeiten muss, kann man nicht schlafen. Und nach Silvester erst recht.

Eigentlich blöd, aber Schlaflosigkeit ist - wenn ich darüber nachdenke - der beste Zustand was Kreativität angeht. Zumindest meine. Was habe ich immer an Ideen, wenn ich schlaflos im Bett liege oder kurz davor bin einzuschlafen. Und immer denke ich, morgen werde ich mich auch noch daran erinnern. Sie sind nicht so genial, als dass ich mir die Mühe machen müsste und aufstehen um sie aufzuschreiben. Und am nächsten Tag ist natürlich alles weg. Nie da gewesen, quasi.

Aber heute nicht! Ich schreibe. Genialität dürft ihr jetzt nicht erwarten. Eher eine Zusammenfassung von dem, was mir in den letzten 10 Tagen so durch den Kopf gegangen ist.

  • Frankfurt ist ein Dorf mit Hochhäusern. Und Clubs, deren Ruf besser ist als die Realität. Zum Beispiel das KMM auf der Hanauer Landstraße. Hedkandi Party. So um diese Jahreszeit, lasst es sechs Jahre her sein, bin ich da nicht reingekommen. Sprich also mit 19, fast schon 20. Die Begründung: Meine Begleitung und ich seien zu jung. Alla hopp, wie der Mannheimer jetzt sagen würde, komme ich also sechs Jahre später noch einmal vorbei. Gehe da rein und stelle fest, dass sich die Türpolitik in dieser Zeit wohl geändert haben muss. Um mich herum: Alte Säcke mit aufgestelltem Kragen (Graf Zahl lässt grüßen), soweit so gut. Das hatte ich erwartet. Aber dann: Lauter Kinder, lauter Kinder. Aufgetakelte Mädels, milchbubigesichtige Jungs. Da hilft nur viel Alkohol. Dümmste Anmache: “Ist das dein Getränk?”
  • Zum Kontrast Mannheimer Uni-Parties: Ebenfalls ein guter Ruf. Ebenfalls ein Reinfall mangels Organisation. Ewigkeiten um die Jacken abzugeben. Ewigkeiten auf dem Männerklo (auf das Frauenklo wartend, wären wir vermutlich zwischenzeitlich gestorben). Und eine Premiere: Zu zweit auf Klo mit der Freundin meines besten Freundes. Auf der Tanzfläche: Kein Platz, weil knutschende Instantpärchen den Raum einnehmen. Wo soll das nur hinführen? Katakomben, Schneckenhof, ade. Name ist Schall und Rauch. Red Bull ist Luftverpestung.
  • Ich habe ein Gespenst aus Blei gegossen. Leider war auf der Verpackung für diesen Fall keine Interpretation abgedruckt. Ich starte also in dieses Jahr, unwissend was ein Gespenst (man könnte es auch weniger wohlwollend “Dementor” nennen) für mich bedeutet. Und weitere Silvestererkenntnisse: Böller sollte man weg schmeissen nachdem man sie angezündet hat. Schien mir, im angeheiterten Zustand, nicht so dringlich. Aua. Aber keine bleibenden Schäden. Und meine erste Missetat, kaum war das Jahr wenige Minuten alt: Sekt auf Leute kippen, die auf einem Schiff unter einem durch fahren und lustig winken.
  • Gruselige, sehr urbane, graue Brücken und Zubringer zu Brücken die sich übereinander kreuzen und kreuzen. Ich wohne in einer entzückenden Stadt.
  • Es gibt tatsächlich Weihnachtsfeiern wie aus dem Bilderbuch. Betrunkene Kollegen, Abteilungsleiter, die “Summer of 69″ grölen, schwule Kollegen, die unsere Jungtiere süß finden. Jungtiere, die aus irgendwelchen Kühlschränken noch süßen Weißwein hervorzaubern. Und tiefgreifende Erkenntnisse. Z. B. wer alles am Tag an meinem Büro vorbeiläuft, um angeblich einen Blick auf mich und von mir zu erhaschen. Ich weiß nicht, soll ich das wirklich glauben?
  • Die zweite Person aus meiner Jahrgangsstufe ist von uns gegangen. Das Leben ist wirklich unberechenbar. Leider leben wir oft so, als wäre es das nicht. Wir genießen zu wenig, sind zu wenig dankbar. Denken zu wenig darüber nach, was wirklich wichtig ist. Man darf die Toten nicht vergessen. Ich denke an euch.
  • Was ich mir für 2008 vorgenommen habe: Ich möchte, maskiert in Wollmütze und mit einem dicken Edding bewaffnet, die Haltestelle “Dom/Römer” in “Rom/Döner” umbenennen. Wer hat sowas schon mal gemacht und kann mir sagen, wann die beste Uhrzeit ist und ob man dabei gefilmt wird?
  • Ich liebe meine Heimat. Die Eckpunkte sind: Mannheim, Heidelberg, die Bergstraße, Darmstadt, Frankfurt. Also quasi das Main-Rhein-Neckar äh Dreieck? Habt ihr auch Heimatgefühle?
  • Männer sind benachteiligte Kreaturen. Ist so. Habe ich ausführlichst mit ihnen diskutiert und geben sie auch selber zu. Now that you know it: Treat them kindly.
  • Für weniger Bekanntschaften und mehr echte Freunde!
  • 10 Tage ohne Internet sind sehr, sehr, sehr erholsam. Ersatzdroge: Kamin.
  • Es geht nichts über ein angewärmtes Schlaf-t-shirt. Danke! ;-)
  • Bibliothekarischer Zeigefinger: Service geht vor Bestand. Das ist meine Devise. Was bringt einem der beste Bestand, wenn die Angestellten unfreundlich sind und man ihn nicht nutzen kann, weil einem nicht geholfen wird?
  • Ok, ich gehe schlafen. Eine der Erfindungen, die die Welt noch braucht: Maschinen, welche die Gedanken beim Einschlafen mitprotokollieren. Ersatzweise, Menschen, die neben einem liegen, in die Augen gucken und all das ohne Worte erkennen.
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Saying hello to Tori for the 8th time

1. Juli 2007

I hurt myself today
To see if I still feel
I focus on the pain
The only thing that’s real
The needle tears a hole
The old familiar sting
Try to kill it all away
But I remember everything

Again I went to the place where it hurts the most. I force myself to go again and again. Even though on a pleasant occasion this time: my 8th Tori Amos concert. I walked through the streets and I felt like I don´t belong there, like someone who walks through an abandoned battlefield and remembers the way it was lost. I know one day I´ll probably be cold, but it´s still such a long way to go until I get there, this I notice every time I´m in the cold city of F.

Now everybody who´s never seen Tori is certainly missing one of the best live music shows that are available nowadays. It´s just amazing to see somebody play on two pianos at the same time, dancing around between them, feeling utterly comfortable at what she´s doing and delivering an excellent performance in between. Someone in the audience called: You´re so sexy! And that really describes it best: This woman plays and sings like the devil and even manages to look beautiful doing it. A big highlight for the insiders: she played “The wrong band”, which she hasn´t done for 10 years or so.

Tori Amos live

Lessons learned from the tourbook:

Clyde says: Every given situation could have a more positive outcome if all involved could step into their potential. What holds us back? I wonder about this a lot. But I know in my heart that a person can change all because we don´t just give up on them. It takes patience. And can be beyond frustrating. Giving people a second change or the opportunity to do the right thing has always been my way. Is it disappointing? It can be, yes. There are moments when people I care about will choose the ugly response. Maybe they become consumed with their own blind desire and could care less who they take down as a result. What a result. Have I accredited a person with far more benelovent characterisitics than they deserve? The future has shown me that this is a fact.

Pip says: Outer layers that have exploded violently are now only remnants, clouds of dust. She, a once stable star now labeled as unstable. After they exhaust everything else in their cores, they are unable to withstand internal pressure.

Santa says: Marriage… am I afraid of it? I have friends who are married. Some are turned out. Some are turned down. Some are turned off. They all tell me, “It takes work.” I tell them love is not work. “Oh but it is,” I am told. With tears of agony she will say, “Love brings pain, Santa.” No. Rejection brings pain. Rejection from love or from the person you love. But before the rejection, I say, there is something else. An inability to see the other ones needs. Or, a decision to put your needs aside when they are not being met. To all of this there are unforeseen consequences. When you are in love you meet eacht other´s needs. You forgive. Because you value this substance that cannot be found in a bottle of fake spirits or of perfume. Why do we stop holding it dear? Looking at that person that brought you to the highest highs at one time, you ask how did we get here? A land where lovers starve. Love is ever changing. Not all lovers were meant to be together through their whole life. Some of us prepare a lover for their next relationship. Some of us have gone as far as we want to go in another relationship. Some of us don´t want to bail but we can´t seem to restart the engine to pull ourselves out of the depths. But when love is what propels you, for your mate as well as yourself, then you find the right answer.

Thank you, girls, for sharing your opinion with me.

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JP Morgan Chase Frankfurt - geschafft!

13. Juni 2007

Mission accomplished. Marie F. ist 5,6 Km durch Frankfurt gelaufen, hat dafür 37:05 Min. gebraucht und hatte sogar ein bisschen Spaß dabei.

Am Start war es enger als gedacht: Abstand zum Vordermann, zum Hintermann, zum Seitenmann(?) betrug durchschnittlich 0 cm. Zum Glück lockerte sich das etwas auf. Und da Hinz und Kunz mit rannten, war Marie F. durchaus nicht die unsportlichste Person auf der Strecke. Und ist auch tatsächlich - bis auf einen Schluck Wasser - durchgelaufen.

Moral für heute: Geht dahin wo es weh tut! Glaubt an euch selbst! Traut euch auch mal etwas zu! Mich hat´s für einen Abend aus dem Schlamassel geholt.

JP Morgan Chase Frankfurt

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JP Morgan Chase Frankfurt - 1 Woche davor

6. Juni 2007

Marie F. dachte sich, man muss dahin gehen wo es weh tut. Also ab nach Frankfurt.

Mittlerweile, das Event naht, denkt sich Marie F.: Was hat mich damals geritten, mich bei diesem Massenlauf anzumelden? Wobei es bei 67.270 Teilnehmern sicherlich jemanden geben wird, der nach mir ins Ziel kommt. ;-)

Also schön, man will ja sein Institut ordentlich vertreten. Da muss man jetzt durch. Gut, dass man sich nicht abmelden kann, ohne das Startgeld selbst bezahlen zu müssen. Haben sich unsere Chefs schon was bei gedacht.