Archiv für die Kategorie ‘love?’

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Opening the closet

17. September 2009

Big detour. More a note to myself. World, have a laugh. And imagine whatever you like.

This is a list of all non-platonic men who until now have played a major or minor (no to say minuscule but noteworthy) role in my life (in chronological order), hopefully to be continued, need not be for years though:

  • Mr. DiCaprio
  • Mr. Kiss
  • Mr. Prozac
  • Mr. Engineer
  • Mr. Englishman
  • Mr. Wood
  • Mr. Pussy-Whipped
  • Mr. Hurt
  • Dr. Loveletter
  • Mr. Olala-Ohno
  • Dr. G-Spot
  • Dr. Worried
  • Dr. Liberal-Christmas
  • Mr. Charming-Style
  • Mr. Whisky
  • Mr. Apple
  • Mr. Papi
  • Dr. Notshyatall
  • Mr. Yes-iCheat
  • Mr. Dancefloor
  • Mr. Notlikethat-Dear
  • Mr. Brotherincrime
  • Mr. Bass
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Hombre lobo

13. Juni 2009

Wunderbar sehnsüchtig und deshalb empfehlenswert ist die neue CD von Mr. E, aka Eels. Da stimmt einfach alles: Lyrics + Melodien. Wenn ihr nach dem Hören vor Sehnsucht vergeht: Ich habe euch hiermit gewarnt!

The longing is a pain
A heavy pressure on my chest
It rarely leaves
And my day becomes a quest
To try not to think about her
And all that she brings
Forget about her magic
All the beautiful things

Surely there are other things to life
But I can’t think of one single thing
That matters more
Than just to see her
Her smile, her touch, her smell, her laugh

The longing is a friend
A way to stay close
And feel like she’s here
And feel like she knows
That when I say I would die for her
It’s not just words, I really would
And to make the world a safer place for her
Well, I believe I really could

Surely there are other things to life
But I can’t think of one single thing
That matters more
Than just to see her
Her tears , her sorrow, her faults, her doubts
I love them all

(Longing, Eels)

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Leo Leikes dieser Welt, wo seid ihr?

27. April 2009

Marie Jacqueline hatte das Vergnügen ein hervorragendes, intelligentes und Dauergrinsen hervorrufendes Buch zu lesen, das sie nur so verschlungen hat. Die Handlung klingt zwar banal, aber, wie ich schon in meinem vorherigen Eintrag schrieb, gute Gespräche sind halt einfach alles. Und in diesem Buch geht es darum, dass sich zwei Menschen über gute Gespräche (bzw. E-Mail-Verkehr) kennen lernen. Auch wird viel über die Liebe, über das Äußere und das Miteinander nachgedacht. Über zwischenmenschliche Interaktion. Ein echtes Lehrbuch für Männer und Frauen. Und bei allem Geschmachte ist es ein riesiges Vergnügen, weil so gar nicht abgehoben und irgendwie möglich.

Also, Leo Leikes dieser Welt. Wo seid ihr eigentlich alle? Lasst mich eure Emmi Rothner sein. :-)

Hier noch der Hinweis zu einer ordentlichen Rezension. Und die Frage: Ist das eigentlich ein Frauenbuch? Oder gefällt´s auch den Männern?

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With or without you

30. Dezember 2008

Ich sollte putzen, studieren, einkaufen, mir die Beine rasieren und aufhören in PubMed nach meiner Lieblingskrankheit zu suchen. Und doch kitzelt es mich in den Fingern, wabbert in meinem Kopf herum und da ist es wieder, das Thema Beziehungen. Du denkst nichts Böses und plötzlich fallen die Soldaten um dich herum tot zu Boden. Beziehungen, das omnipräsente Thema. Als ginge es in diesem Leben um nichts anderes.

Es scheint ein inneres Bedürfnis zu sein (oder ist es, in fact, ein gesellschaftlich eingetrichtertes Bedürfnis?), jemanden zu finden, der es langfristig mit einem aushält und mit dem man es aushält. Sehr unromantische Ansicht, denkt ihr jetzt sicherlich. Ich kann auch anders: Letztendlich geht es darum, jemanden zu finden, der dich trotz deiner Macken auf Händen trägt. Und – sehr wichtig und oft vergessen: Bei dem du ehrlich bereit bist, das Gleiche zu tun. Die meisten Leute haben doch in erster Linie Erwartungen. Aber was ist mit dem, was ich geben will / sollte / müsste / kann?

Manchmal erscheint es mir ein wahres Wunder, dass es Leute gibt, die langfristig zusammen sind (und dabei zufrieden). Es ist ein Wunder! Immerhin hat man es mit zwei Leuten zu tun, die sich entwickeln. Und es funkt so viel dazwischen: Der Haushalt, die Familie, die Vergangenheit, die Lust auf Sex mit anderen Menschen, Oberflächlichkeiten, der Alltag, die Selbstzentriertheit, mangelnde Selbstliebe und Selbstreflexion, mangelndes Vertrauen.

Aber die spannendste Frage: Ist „die eine Beziehung“ wirklich das, was uns Menschen enstpricht? Warum wollen wir das „Einzigartige“, das „Ewige“, das „Unbedingte“? Sind wir hoffnungslose Romantiker? Haben wir zu viel Kino geguckt? Sind wir konterevolutionär? Warum fühlen wir so? Es scheint, der Mensch will – inmitten der ständigen Veränderung – sich unbedingt an etwas festhalten. Aber Festhalten verursacht Leid.

Ich weiß nicht warum und wie es geht. Aber eines ist sicher: Glückliche Beziehungen, das ist nicht etwas was existiert, das ist etwas was täglicher Investition bedarf, Reife, Gelassenheit und Liebe. Und ich glaube, unbedingte Liebe, das ist etwas, was sehr wenige zu geben imstande sind. Weil es auch so überhaupt nicht unserer (westlichen? selbstzentrierten? kapitalistischen?) Denkweise entspricht.

Ein paar kluge Worte zum Thema, leider nicht von mir:

„Love makes people hurt themselves and other people, too.“

„Liebe so, als seist du nie verletzt worden.“

„Liebe birgt die Erwartung des absoluten Glücks, eines Paradieses auf Erden: eine Insel inmitten des chaotischen Lebens von heute, eine Zuflucht aus Sex, Zärtlichkeit und Gemeinsamkeit, die uns für immer von der Einsamkeit befreien wird, von der Monotonie, wir selbst zu sein.“

„Wie im Theater gibt es auch in der Liebe mehrere Akte.“

„Der Volksmund sagt, dass wir uns in die Vorstellung von jemandem verlieben und uns trennen, sobald wir den anderen wirklich kennen. Freud versucht es so zu erklären: „Liebe ist die Überhöhung des Objekts, auf das sich die Libido richtet.“ Hat sich die Libido dieses Objekt der Lust auserkoren, beginnt die Abhängigkeit und Angst.“

„Sind es tatsächlich zwei Menschen? Da gibt es unzählige verborgene Phantome, die aus der Kindheit kommen und die sich hinter dem geliebten Gesicht, dem begehrten Körper verstecken. Nicht zu sprechen von den Phantomen der Gegenwart; manchmal eine Mutter, ein Sohn oder eine Tochter, eine Freundin oder einen Chef, die Arbeit, Süchte.“

„Todavía es así: Hombres no pueden con mujeres de carácter…“

„Love is all very well in its way, but friendship is much higher. Indeed, I know of nothing in the world that is either nobler or rarer than a devoted friendship.“

„You come to love not by finding the perfect person, but by seeing an imperfect person perfectly.“

„There is more hunger for love and appreciation in this world than for bread.“

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Fahrrad fahren macht jung

28. Juli 2008

Liebe Leute,

kommt es vor, dass ihr deprimiert seid oder schlecht drauf? Eventuell sogar der Meinung, der beste Teil eures Lebens läge hinter euch? Dann schnappt euch ein Fahrrad, fahrt durch die Straßen eurer Stadt und lasst euch den Fahrtwind ins Gesicht und durch die offene Strickjacke wehen. Fahrrad fahren ist wie Weinen. Es löst keine Probleme, aber es beruhigt innerlich und lässt Zuversicht aufkommen.

Und wenn man beim Fahrrad fahren Gedanken hat, wie die im Folgenden etwas genauer aufgeführten, dann hat es sich nicht nur für die Umwelt gelohnt, sondern auch für einen selbst. Ich bin also für mehr Fahrrad fahren!

Gedanke Nr. 1: 25-30 zu sein, ist das Beste, was mir bisher passiert ist. Es ließ sich zwar dramatisch an, aber der tiefe Start ermöglicht einen raschen Aufstieg. Bla blubb, die Jacqueline dreht mal wieder auf und ab. Was ich eigentlich sagen will: Die Vorteile liegen auf der Hand. Man ist jung, aber nicht mehr zu jung. Man verdient sein erstes Geld und ist wahrhaft unabhängig. Man kennt sich einigermaßen, mittlerweile, und weiß einigermaßen was man will. Und trotzdem bleibt es spannend. Man blickt auf gute und schlechte Dinge zurück und betrachtet beide trotzdem neutral. Man ist erwachsen und jung zugleich.

Gedanke Nr. 2: Heiraten kann man später noch. Glorreiche Erkenntnis?! Mal ganz im Ernst: Wer der Meinung ist, die oder denjenigen gefunden zu haben, der oder die ES ist, sollte zuschlagen. Ganz klar. Aber alle anderen… Lasst euch Zeit, Menschenskinder! Man kann auch verbindlich sein, man kann auch lieben OHNE. MIT ist auch keine Garantie. Für nichts. Genausowenig wie OHNE nicht bedeutet, keine Garantie zu haben. Was wirklich zählt, Freunde, ist das innere Gefühle. Die innere Zugehörigkeit. Dann ist Heiraten eigentlich nur noch eine Geste. Eine nette Geste.

Gedanke Nr. 3: Der Mensch ist ein Sicherheitstier. Aber Sicherheit besteht niemals. Sich an Dingen fest zu halten, bewirkt immer Leid. Sagt Buddha. Heißt nicht, sich niemals zu binden, oder sich keine Sorgen machen zu dürfen. Sondern heißt: Bewusst zu leben. Die kleinen Dinge schätzen und nicht auf die großen Dinge hoffen. Je freier man von konkreten Vorstellungen ist, desto besser lebt man. Konkrete Vorstellungen führen zu konkreten Enttäuschungen. Man sollte weniger Vorstellungen haben und sich mehr überraschen lassen. Vom Leben. Vom lieben Gott. Oder wie ihr das halt nennt.

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Männerfreundschaften

4. Januar 2008

Was ist bloß los mit den Männern? Ich fühle mich wie Frischfleisch an der Theke. (26 Jahre altes Gammelfleisch.)

Ist es nicht möglich, als Single-Frau nett zu einem Mann zu sein? Ist es nicht möglich, nette Konversationen zu führen, gemeinsame Essen zu gehen oder in einer Gruppe mal zusammen weg zu gehen? Sendet man damit gleich das Signal: Ich liebe dich? Ich dachte nein. Die letzen Wochen beweisen jedoch, dass ich offensichtlich falsch liege. Vielleicht sollte ich ein Standardschreiben aufsetzen: „Lieber X, ich will momentan keine Beziehung. Außerdem passen wir nicht zusammen. Zudem kennst du mich gar nicht richtig. Hochachtungsvoll, MJF“. Das jage ich dann 10x durch den Kopierer und bin dann für die nächsten 6 Monate gewappnet. Oder ich sage zukünftig: „Hallo, ich bin MJF. Aber mehr als eine Freundschaft kann und will ich nicht bieten. Also mach dir erst gar keine Hoffnungen.“ Blöder Mist.

Meine Oma hat mal zu mir gesagt: „Kind, zwischen Männern und Frauen kann es keine Freundschaft geben.“ Und ich habe gesagt, dass das nicht stimmt und dass ich eine sehr gute und min. vier gute Männerfreundschaften habe. Ich gebe zu, alle sind (mehr oder weniger) glücklich vergeben. Aber wäre es denn wirklich so, sollte da einer frei werden, würde derjenige sich einbilden, dass ich plötzlich eine Option sei? Was ich damit sagen fragen möchte: Kann es wirklich keine Freundschaft zwischen Mann und Frau geben? Egal ob beide anderweitig vergeben, single oder wie auch immer sind?

Die Ironie dieses Berichtes soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass ich echt betroffen bin. Und mich schuldig fühle, ganz ohne Grund. Und nicht anders kann, als mich zu fragen: Mache ich etwas falsch? Können wir nicht einfach alle mal Menschen sein? Können wir nicht mal alle das alte Rein-Raus vergessen?

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Tonight I have to leave it

14. Dezember 2007

Another great song by the „Shout out louds„. Listen to it on their myspace. In both versions!

Don’t come up to me and say you like it
It’s better if you say you hate it, that’s the truth exactly
When we go out dancing I don’t want to be bothered
I just want to be bothered with real love

So I heard it’s no good to run
but it feels so much better now that it’s done
and tonight I have to leave it

So I’ve heard you know how to write it
does it mean you’re good at putting things on paper?
Rumours say that you’re very sorry
Oh no you’re not sorry, no you’re not

So I heard it’s no good to run
but it feels so much better now that it’s done
and tonight I have to leave it

Why don’t you give love?
Why don’t you give love?

Tonight I have to leave it

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Ort der Extreme

9. Dezember 2007

Gestern Abend war ich tanzen. Mit Melanie. Melanie und ich waren seit 2002 nicht mehr zusammen tanzen. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Seit 5 Jahren nicht mehr mit ihr tanzen gewesen. Es war also höchste Zeit. Die Location: Ein kleiner Mannheimer Club. Klein aber SoHo. ;-)

Mal davon abgesehen, dass die Musik (RnB, HipHop) nicht so ganz meines war (bis auf das ab und zu eingestreute Vocal House), war´s ganz nett. Man muss nur genug trinken, dann klappt das auch mit dem HipHop. Meine Arbeitskollegin sagte mir, ich solle berichten wie das Publikum so sei. Vielleicht Kindergarten? Jetzt wo ich da war, kann ich sagen, nein, Kindergarten nicht. Aber Grundschule. BWLer Grundschule. Was vielleicht am HipHop lag? Whatever. Drei Stunden später sind wir jedenfalls wieder heim. Der Alkoholeinfluss hatte nachgelassen, die Füsse taten in den schicken Schuhen weh und der DJ weigerte sich erneut Vocal House zu spielen. Time to go.

Jedenfalls habe ich mich heute morgen an eine E-Mail von einem Freund erinnert. Eine E-Mail in Sachen Discotheken, Frauen und Männern. Der Mann schreibt unglaublich, ich will dass er ein Buch schreibt. Aber lest selbst:

Hi Marie,

ich könnte kotzen, Frauen drehen es sich immer so wie sie es brauchen.

Ich habe gerade mit Nadine telefoniert. Was man so erzählt. Ich habe von letzter Woche geredet. Meiner Geburtstagsfeier und letzten Donnerstag. Von der Verena aus Polen mit der ich mich verabredet hatte. Die Verena die ich im Club an meinem Geburtstag kennengelernt hatte. Die Verena, der ich dort gesagt hatte: Ich finde dich hübsch, ich habe Leidenschaft für dich, blah…

Und hier kommt Nadine mit ins Spiel und sagt ich würde ja auch immer übertreiben. Es sei meine Schuld. Die Frauen kriegen Angst. Ich würde mich benehmen wie ein Psycho. Es mächte einen Eindruck als sei ich ein „notgeiler Stelzbock“. Und hier weiß ich da gäbest du ihr Recht. Sollte ich das Geschriebene wirklich an dich abschicken? Jedenfalls sag ich : Jaah. Ist auch so. Sie sagt weiter ich würde mich verstellen und das geht so nicht. Man lernt sich in Diskos gar nicht kennen. Man tauscht nur Adressen aus.
Und wenn da einer ist und eine Frau gleich so anhimmelt und schwärmt und drängt, dann sähe man das ja an meiner Erfolglosigkeit, dass es der falsche Weg und total plem plem sei. Ich solle mich erst mal zurück nehmen und unterhalten und auf Freundschaft machen.
Nun sage ich aber zu meiner Rechtfertigung. Das der Ort Diskothek ein Ort der Extreme ist. Es geht den Leuten dort zwar sicherlich auch um Freundschaft. Aber zu allererst. Ist es ein Ort des Kampfes. Beide Geschlechter sind dort im Kampf untereinander, miteinander und gegeneinander. Den Frauen geht es oft um die meiste Aufmerksamkeit. Das ist die Tussies Spezies. Eine Unterart der Männer plustert sich auf und läuft mit den „Rasierklingen unter den Armen“ überall anstoßend durch das Gewühl. Die Männer schauen sich abschätzig an. Die Frauen eifersüchteln im Tanz. Es ist eine total überspitzte Situation. Kein Wunder, dass ich auf Signale übertrieben reagiere. Wenn eine Frau lächelt. Begeistere ich mich all zu überschwänglich. Schließlich darf man ja keine Schlägerei mit den Kerlen anfangen: Doch die Energie muss irgendwohin… Ich gebe es zu, ich muss dringend mein Bedürfnis bedienen. Und das ist hormonell bedingt. SEX SEX SEX SEX.

Frauen sind gar nicht so, sagt Nadine. Sie sind nicht für eine Nacht rumzukriegen. Und hier wird es nun wirklich interessant. Was soll das denn, frage ich mich. Sie regt sich über notgeile Typen auf. Ich sage ihr, sie ist doch früher auch mit den Typen mitgegangen oder nicht? Und hier kommt das Gespräch in ein Gebiet wo es mir wehtut. Da sagt sie: Ich hatte meinen Vater verloren und wollte vergessen, ich war ein Wrack und niemand hat es gesehen. Oder meinst du ich habe es genossen mich von den Typen halb vergewaltigen zu lassen? Meinst du ich habe dabei irgendetwas gefühlt?
Ich finde es schon fast wieder lustig. Oder muss ich jetzt heulen? Da bekomme ich Hass. Diese blöde Sau. Dreht es sich wie sie es brauch. Jeder konnte sehen, dass ich verliebt war in sie. Und sie hielt mich als Pausenklown. Und gab sich jedem dahergelaufenem Spasti hin. Während ich alles für sie tat. Sie beschwert sich über mein falsches Bild von Frauen, das erst durch sie mitgeprägt wurde. Und das mich jedes weitere Mal, dass sie mit anderen rumgefickt hat, verletzt hat, daran denkt sie gar nicht. Mein Leben damals hat mich total zerstört. Ich hatte null Selbstwertgefühl. Jahre brauchte ich um das zu verarbeiten. Heute da es sich mit in alle Bereiche meines Lebens zieht, diese Peinigungen von damals… Und sie sagt jetzt, dass es ihr dabei ach so schlecht ging! Und sie sei ein Wrack gewesen.

Du bist ja nicht dumm, Marie. Du bist eine Frau. Ihr wisset mehr über einen Mann als er selbst. Ich schreib das jetzt dir. Doch hätte ich es der Nadine gerne auch gleich gesagt. Was meinst du? Hauptsache, du weißt was ich so denke. Vielleicht hilft es ,wenn du das weißt. Letztlich muss ich es immer wieder bei Frauen wie dir versuchen. „Nur Freunde sein„ das kann man ja wenn man erstmal miteinander geschlafen hat. Andererseits weiß ich, dass es Schwachsinn ist wie ich es gerne hätte. Es ist kurzsichtig und utopisch. Wie das Takatuka Land. Wir können nichts miteinander haben. Wir sind nicht ohne Vergangenheit. Ich bin ein blöder Idiot. Zu leicht lass ich mich immer wieder um den Finger wickeln. Ich will das nicht mehr, ich will Kämpfen gegen solche Frechheiten. Das Leben ist kein Spiel. Es geht um die Zukunft. Irgendwo tief in mir ist mein Stolz. Ein kleiner Mann mit zu leiser Stimme. Ich habe seine Warnungen missachtet damals. Darf man nicht machen! Großer Fehler. Jetzt muss ich alles tun, seine Sprache wieder zu lernen. Denn er schreit teilweise und faselt unverständliches Zeug. Manchmal verstehe ich ihn auch falsch.

Eine Beziehung wäre wie Medizin für mich. Ich bin froh das ich die Arbeit habe. Und die Leute mit denen ich arbeite. Sie halten mich wirklich vom Abgrund weg.

Lieber Freund,

Diskotheken sind ein Ort der Extreme. Vollkommen richtig. Und ich weiß auch nicht, ob es der richtige Ort ist um jemanden kennen zu lernen. Letzendlich ist man nicht so, wie man dort ist. Man projiziert ein Bild von sich: Das der verruchten Frau. Das der Frau, die ihren Hüften schwingt. Das der Frau, die in die Knie geht. Das der Frau, die sich vor Musikgeilheit auf die Lippen beisst. Die vollen, feuchten Lippen. Und wie ist man daheim? Jogginghose, ungeschminkt. Griesbrei essend. Klo putzend. Verstehst du?

Ich glaube, zum jemanden mitnehmen sind Diskos sehr gut. Aber stelle sicher, dass diejenige vor dem nächsten Morgen wieder weg ist. Oder dass du verschwunden bist. Sonst würde man Dinge sehen, die man vielleicht gar nicht sehen will. So ist das, wenn man nur Sex haben möchte, und sich einbilden möchte, der andere sei perfekt. Denn eigentlich ist es so: Wir sind doch alles zugleich. Verrucht und müde, sexy und traurig, anziehend und nachdenklich, hübsch und hässlich. All das in einem Menschen. Aber das wollen die Leute, die in Diskos gehen, nicht sehen. Der Markt ist erstmal einer der Oberflächlichkeiten. Stimmen diese, kann man dann gucken, was hinter der kleinen Kellertür steckt. Ob es dort wirklich so dunkel und verstaubt ist. Ob man dort putzen muss, putzen soll, oder ob man versucht, diesen Ort zu ignorieren.

Ansonsten: Rasierklingen unter die Achseln und ab ins Getümmel. Meine Erfahrung: Man ist immer so sexy und anziehend wie man sich selbst gerade fühlt. Und frag mich nicht zu Beziehungen: Ich weiß nicht, wie diese funktionieren. Und wie man da jemanden geeigneten trifft: Nur durch Glück. Aber glaube auch nicht, dass dich eine Beziehung heilen kann. Verabreiche dir die Medizin erstmal selbst. Unser Selbstbewusstsein in einer Beziehung zu heilen, das ist langfristig ungesund. Es muss nämlich auch ohne Beziehung stimmen. Das ist das was ich gelernt habe.

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Ich war hinter dir

16. September 2007

Nicolas Fargues: Nicht so schlimm, 188 S., Rowohlt 2007, Originaltitel: J´étais derrière toi

Letztens eine Kritik im Kultur Spiegel gelesen, die mich glauben ließ, diesen Bestseller aus Frankreich unbedingt lesen zu müssen. Also gekauft. Das Buchcover in diesem neumodischen „Alles ist erleuchtet“-Stil gestaltet, darauf fährt das junge Zielpublikum (alle bis 40, schätze ich, heute bin ich mal nett) natürlich ab. Sehr schlimm, die deutsche Variante des Titels: „Nicht so schlimm“. Was ist DAS denn bitteschön? Nicht so schlimm, dass uns für dieses Buch kein besserer Titel eingefallen ist? Warum nicht „Ich war hinter dir“? Weil das junge Publikum sonst nicht kauft? Pah!

Zum Inhalt ein paar Stichpunkte:

  • Ein junges Paar (gutaussehend, erfolgreich, Kinder, Jetset) betrügt sich gegenseitig und der Mann schreibt aus seiner Perspektive, wie er dies erlebt, wie schwer es ihm fällt, sich von seiner Frau zu trennen, die, das muss hier wohl mal gesagt werden, einige psychische Probleme zu haben scheint. Aber wer hat die nicht? Und auch er merkt, dass er an seinem Selbstbewusstsein noch feilen muss.
  • Ich weiß nicht, ob ich es ok oder nicht ok finden soll. Im Prinzip ist es gut geschrieben, aber auch etwas anstrengend, da es ein fortwährender Monolog ist, der hauptsächlich um Gefühle und Rechtfertigungen geht. Ein jammernder, stellenweise unreifer Mann. „Ein wirklich großer Liebesroman.“ – Ich weiß nicht.
  • Ich kann mich nicht entscheiden, ob ich den Erzähler für tiefsinnig oder oberflächlich halten soll. Da er gut aussieht, tendiere ich zu Letzterem. MJF malt mal wieder schwarz-weiß, aber ja, tendenziell ist es so, dass sehr gut aussehende Menschen oft nicht sehr tiefsinnig sind. Sie haben es ja auch nicht nötig. ;-)
  • Laufen so Männergespräche ab? Am Ende fehlt nur, dass der Freund seine Bierflasche auf den Tisch stellt, seufzt und ihm auf die Schulter klopft.
  • Ich werde den Verdacht nicht los, dass dieser Roman sehr autobiografisch ist. Und da fragt man sich ja schon, ob das sein musste. Weil doch sehr privat. Vielleicht als Geschenk für „Emilia / Alice“? Bzw. als Beweis, dass es nun doch wahre Liebe ist. Was weiß ich. Jedenfalls: Nicht so schlimm. Nicht so schlimm, wenn man es nicht liest. Nicht so schlimm, wenn man es doch liest. Nicht so schlimm, dafür Geld auszugeben.

Erhält von mir den Preis für den schlechtesten Titel des Jahres.

Aber das ist ja eigentlich gar

Nicht so schlimm.

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Not involved

29. Juli 2007

It´s always easier to look at something when you´re not involved. Now I´ve been pondering about this a lot in the last few months and, in my humble opinion, this is the whole thing about relationships:

  • finding someone you can utterly trust
  • who is able to show you love and to accept the love you give
  • who can listen to you and who wants to be listened to
  • who doesn´t expect you implicitly to make up for everything in his/her past
  • who knows his/her strenghts and weaknesses
  • who admires, respects and loves you for what you are but who can also tell you when you´ve gone too far and who is able to recognize when he´s/she´s gone too far
  • who makes you a cup of tea when you´re down
  • who respects your opinion and who´s not afraid of discussing it with you due to lack of harmony
  • who can let go when you need to do things on your own
  • who stands by you, alone and in public
  • who cares for your interests, your needs and your fears
  • who wants to share important moments with you but also the dullness of everyday life
  • who´s attractive to you and who turns you on
  • who finds you attractive even on a Sunday morning after a few hours of sleep without makeup and wearing your ugliest pants while your child is vomiting on your shoulder

„In our minds, love and lust are really separated. It’s hard to find someone that can be kind and you can trust enough to leave your kids with, and isn’t afraid to throw her man up against the wall and lick him from head to toe. ~ Tori Amos

I believe this must be possible. I believe in this kind of relationship. But I also believe it´s hard to find someone like this and to be like this yourself. So:

happy people: stick to each other, take care and respect yourselves

unhappy people: try to make up your mind if you want to stay together or not, but be sure to analyze the problems to the core, if you don´t want to take wrong decisions that one day you´ll hate yourselves for, but also: don´t stay together out of laziness

single people: never lose hope, be open-minded and -hearted, and meanwhile: don´t forget to have some fun. ;-)