Archiv für die Kategorie ‘Mannheim’

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Und im Ohr macht´s POP!

19. Juli 2008

Viel Spaß hatte ich gestern auf dem diesjährigen Abschlusskonzert der Popakademie im Capitol. Es gab sage und schreibe 25 Bands zu sehen und hören, denen man anmerkte, dass sie studiert haben, was sie da vorne abziehen. Alles sehr professionell, sehr cool, ein Mix durch sämtliche Musikstile. Dabei war es so kurzweilig, dass 6 Std. (aua, mein Rücken!) wie im Flug vergingen.

Interessant fand ich vor allem, dass jede Band nur ca. 1-3 Lieder vorgestellt hat und sich die Mitglieder der Bands immer wieder in neuen Konstellationen zusammen fanden, die jeweils einen anderen Stil dargeboten haben. So bekam man wirklich gut klingende “Hausaufgaben” zu hören und ich frage mich: Warum gibt es dazu eigentlich keine CD? So nach dem Motto: “Popakademie, Class of 2008“. Das wäre die Hausaufgabe, die ich den Veranstaltern bis zum nächsten Jahr gerne mitgeben würde. Ah, und natürlich die Bitte um Auswechslung des Dozenten für Bandnamen. ;-)

Besonders gefallen haben mir:

  • MICHI & THE MODELS
  • LUIS & LASERPOWER
  • BAKKUSHAN
  • LAFUSO (sehr geiler Beat!)
  • MIKROBOY (sah ich schon als Vorband von GET WELL SOON im Karlstorbahnhof)
  • DEGÉ
  • HEINTJE WÄRE STOLZ (Lyrics: “Wir sagen geile Worte wie zum Beispiel ficken. Wir sagen geile Worte wie zum Beispiel Weltfrieden. Wir sagen geile Worte wie zum Beispiel Teddybär. Wir sagen geile Worte wie zum Beispiel ficken.” - Wo hat man sowas schon einmal gehört! Ts ts ts…)
  • DERBY’S ORCHESTRA
  • Und: JOHNNY PRIEST Y SU ORCHESTRA CHIQUITA habe ich leider, da ich nicht von Anfang an da war, nicht sehen können, habe sie aber schon einmal im Café Nelson erlebt. Ist was für Manu Chao Fans und auch sehr nett.

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Die Himbeerparty

1. Juni 2008

in der Alten Feuerwache ist empfehlenswert.

1. wird dort gut gefeiert.
2. schadet es keinem, sich mal anders zu fühlen.
3. ist es eine lehrsame Erfahrung, vom anderen Geschlecht komplett ignoriert zu werden.

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Polizeianruf aus Mannheim

8. Mai 2008

Das bekam ich gerade geschickt. Sehr luschdig!

[update 15.05.2008] Das hat mittlerweile sehr große Kreise gezogen. Heute wurde sogar im “Mannheimer Morgen” über die Aufnahme berichtet, siehe hier. [/update]

[update 16.05.2008] Krass, jetzt ist sogar das Video weg und “YouTube” sagt “no longer available”. Das hat die Polizei aber schnell hingekriegt. Schade drum! [/update]

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Bei den Stiefsöhnen Mannheims

14. April 2008

Am Samstag war ich bei Get well soon im Karlstorbahnhof in HD. Sehr beeindruckend, wie professionell diese Band mit Kopf oder dieser Mann mit Band sind. Ich mag es, wenn ein Konzert fast wie von CD klingt. Und ich finde es toll, wenn so viele Leute auf der Bühne perfekt koordiniert Musik machen können. Zumal solch leidenschaftliche Musik. Sowohl die eigene, als auch das grandios gecoverte “Born slippy nuxx” von Underworld, das allen vom Trainspotting Soundtrack bekannt sein sollte.

Mr. Getwellsoon war mir übrigens vorher als “Wotan Fischer” bekannt. Der Journalist von MBWTEYP. Sehr lustig, dass er jetzt abgesetzt wurde, um sich um seine Belange kümmern zu dürfen. ;-) Bitte weitere, derart gute Musik aus dem Jungbusch!

Shoot, baby! Shoot! Baby, pull the trigger!
Fire a bullet , an arrow or a poisoned dart, baby!
Shoot, baby! Shoot! Free us from the pressure!
With a rifle or a gun!
We can’t live forever!

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4 Dinge, die ich noch erzählen möchte

11. März 2008

bevor ich zu Bett gehe. Alleine.

  1. “Der Boss vom Ganzen” war amüsant und hat zum Nachdenken im moralischen Bereich angeregt. Imponiert hat mir die Rechtsanwältin: Seriöses schwarzes Kostüm und Perlenkette, aber trotzdem roter Lippenstift und Schlitz im Rock. So will ich auch mal werden. :-) IT-Menschen haben ja so ihre ganz eigene Sprache: Performance, Conference Call, Termin, Forecast… Willkommen in der Welt des fehlenden deutschen Ausdrucks. Bzw. er würde halt weniger cool klingen. Touche!
  2. 180 Euro sind viel Geld für Kopfhörer. Mal sehen, ob es sich gelohnt hat. Selten bin ich so unvernünftig, aber ab und zu überkommt´s mich dann doch. Das Bo(e)se.
  3. An Mannheims Neckar entlang spazieren ist sehr schön. Wenn das Uniklinikum kein Krankenhaus wäre, könnte man aus dem vorderen Teil ein Hotel machen. Und ich will unbedingt in den Luisenpark, wenn schönes Wetter ist. Glück ist: Einen Stein mit Moos darauf finden und mit nach Hause zu nehmen.
  4. Notiz an mich selbst: Mehr Madrugada hören.
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Schlaflos

2. Januar 2008

So ist das wohl, wenn man zu viel weg geht und seinen geregelten Schlafrhythmus aufgibt: In der Nacht vor dem Tag vor dem man wieder arbeiten muss, kann man nicht schlafen. Und nach Silvester erst recht.

Eigentlich blöd, aber Schlaflosigkeit ist - wenn ich darüber nachdenke - der beste Zustand was Kreativität angeht. Zumindest meine. Was habe ich immer an Ideen, wenn ich schlaflos im Bett liege oder kurz davor bin einzuschlafen. Und immer denke ich, morgen werde ich mich auch noch daran erinnern. Sie sind nicht so genial, als dass ich mir die Mühe machen müsste und aufstehen um sie aufzuschreiben. Und am nächsten Tag ist natürlich alles weg. Nie da gewesen, quasi.

Aber heute nicht! Ich schreibe. Genialität dürft ihr jetzt nicht erwarten. Eher eine Zusammenfassung von dem, was mir in den letzten 10 Tagen so durch den Kopf gegangen ist.

  • Frankfurt ist ein Dorf mit Hochhäusern. Und Clubs, deren Ruf besser ist als die Realität. Zum Beispiel das KMM auf der Hanauer Landstraße. Hedkandi Party. So um diese Jahreszeit, lasst es sechs Jahre her sein, bin ich da nicht reingekommen. Sprich also mit 19, fast schon 20. Die Begründung: Meine Begleitung und ich seien zu jung. Alla hopp, wie der Mannheimer jetzt sagen würde, komme ich also sechs Jahre später noch einmal vorbei. Gehe da rein und stelle fest, dass sich die Türpolitik in dieser Zeit wohl geändert haben muss. Um mich herum: Alte Säcke mit aufgestelltem Kragen (Graf Zahl lässt grüßen), soweit so gut. Das hatte ich erwartet. Aber dann: Lauter Kinder, lauter Kinder. Aufgetakelte Mädels, milchbubigesichtige Jungs. Da hilft nur viel Alkohol. Dümmste Anmache: “Ist das dein Getränk?”
  • Zum Kontrast Mannheimer Uni-Parties: Ebenfalls ein guter Ruf. Ebenfalls ein Reinfall mangels Organisation. Ewigkeiten um die Jacken abzugeben. Ewigkeiten auf dem Männerklo (auf das Frauenklo wartend, wären wir vermutlich zwischenzeitlich gestorben). Und eine Premiere: Zu zweit auf Klo mit der Freundin meines besten Freundes. Auf der Tanzfläche: Kein Platz, weil knutschende Instantpärchen den Raum einnehmen. Wo soll das nur hinführen? Katakomben, Schneckenhof, ade. Name ist Schall und Rauch. Red Bull ist Luftverpestung.
  • Ich habe ein Gespenst aus Blei gegossen. Leider war auf der Verpackung für diesen Fall keine Interpretation abgedruckt. Ich starte also in dieses Jahr, unwissend was ein Gespenst (man könnte es auch weniger wohlwollend “Dementor” nennen) für mich bedeutet. Und weitere Silvestererkenntnisse: Böller sollte man weg schmeissen nachdem man sie angezündet hat. Schien mir, im angeheiterten Zustand, nicht so dringlich. Aua. Aber keine bleibenden Schäden. Und meine erste Missetat, kaum war das Jahr wenige Minuten alt: Sekt auf Leute kippen, die auf einem Schiff unter einem durch fahren und lustig winken.
  • Gruselige, sehr urbane, graue Brücken und Zubringer zu Brücken die sich übereinander kreuzen und kreuzen. Ich wohne in einer entzückenden Stadt.
  • Es gibt tatsächlich Weihnachtsfeiern wie aus dem Bilderbuch. Betrunkene Kollegen, Abteilungsleiter, die “Summer of 69″ grölen, schwule Kollegen, die unsere Jungtiere süß finden. Jungtiere, die aus irgendwelchen Kühlschränken noch süßen Weißwein hervorzaubern. Und tiefgreifende Erkenntnisse. Z. B. wer alles am Tag an meinem Büro vorbeiläuft, um angeblich einen Blick auf mich und von mir zu erhaschen. Ich weiß nicht, soll ich das wirklich glauben?
  • Die zweite Person aus meiner Jahrgangsstufe ist von uns gegangen. Das Leben ist wirklich unberechenbar. Leider leben wir oft so, als wäre es das nicht. Wir genießen zu wenig, sind zu wenig dankbar. Denken zu wenig darüber nach, was wirklich wichtig ist. Man darf die Toten nicht vergessen. Ich denke an euch.
  • Was ich mir für 2008 vorgenommen habe: Ich möchte, maskiert in Wollmütze und mit einem dicken Edding bewaffnet, die Haltestelle “Dom/Römer” in “Rom/Döner” umbenennen. Wer hat sowas schon mal gemacht und kann mir sagen, wann die beste Uhrzeit ist und ob man dabei gefilmt wird?
  • Ich liebe meine Heimat. Die Eckpunkte sind: Mannheim, Heidelberg, die Bergstraße, Darmstadt, Frankfurt. Also quasi das Main-Rhein-Neckar äh Dreieck? Habt ihr auch Heimatgefühle?
  • Männer sind benachteiligte Kreaturen. Ist so. Habe ich ausführlichst mit ihnen diskutiert und geben sie auch selber zu. Now that you know it: Treat them kindly.
  • Für weniger Bekanntschaften und mehr echte Freunde!
  • 10 Tage ohne Internet sind sehr, sehr, sehr erholsam. Ersatzdroge: Kamin.
  • Es geht nichts über ein angewärmtes Schlaf-t-shirt. Danke! ;-)
  • Bibliothekarischer Zeigefinger: Service geht vor Bestand. Das ist meine Devise. Was bringt einem der beste Bestand, wenn die Angestellten unfreundlich sind und man ihn nicht nutzen kann, weil einem nicht geholfen wird?
  • Ok, ich gehe schlafen. Eine der Erfindungen, die die Welt noch braucht: Maschinen, welche die Gedanken beim Einschlafen mitprotokollieren. Ersatzweise, Menschen, die neben einem liegen, in die Augen gucken und all das ohne Worte erkennen.
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Zurück vom Kinoplaneten

23. Oktober 2007

Gott sei Dank ist das Filmfestival zu Ende. In meinem übereifrigen Enthusiasmus hatte ich mir eine 10er-Karte gekauft, denn, so dachte ich mir, die ist übertragbar und man kann auch Freunde mitnehmen. Das tat ich dann auch. Hatte aber nicht genug Freunde bzw. nur 3 (eine ging zwei Mal). So dass ich mir insgesamt 6 Filme ansehen durfte (zusätzlich noch “Liebevolle Grausamkeiten”, krasser Film mit unbefriedigendem Ende, “Tie a yellow ribbon”, gut gemachter Film über Identitätsprobleme von Migranten, und “Der Schriftsteller und die Schöne”, sehr langatmig). Natürlich ist die Rückkehr vom exotischen Kinoplaneten auch schade, aber auf der anderen Seite kann ich mich wieder den weltlichen Dingen zuwenden: Telefonanschluss, Küche, Müslidosen, Stühle, Müllabfuhrpläne … Bevor ich mich wieder ins nächste zeitintensive Abenteuer stürze und nach Frankreich flüchte.

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Ameisen und Gefängnisse

17. Oktober 2007

Ihr lieben Leute: Statt mir Küchen bei Ikea anzuschauen, was dringend notwendig wäre, oder mir jemanden zu organisieren, der den Kabelsalat aus der Wand mit meinem Telefon verbindet, gehe ich viel lieber auf das Internationale Filmfestival.

Am Montag habe ich dort den belgischen Film “Le fourmis rouges” (eigentlich: Die roten Ameisen, aber auf deutsch: Ein langer Abschied) gesehen. Vater und Tochter leiden unter dem Tod der Mutter, die bei einem Autounfall ums Leben kam, bei dem Bäume involviert waren. Während der Vater sich damit hilft, sämtlich Bäume entlang der Strecke zu fällen (ob das eine Lösung ist?) und die täglichen Pflichten an seiner Tankstelle derartig vernachlässigt, dass bald das Geld knapp wird, versucht die Tochter, so gut wie möglich, Geld zu organisieren. Am Anfang noch mit Hilfsarbeiten bei einer älteren, strengen Dame, dann mit ihrem Körper. Glücklicherweise lernt sie einen jungen Mann kennen, der in einer ähnlich festgefahrenen Situation steckt. Zusammen merken sie dann, dass sie sich von ihren problematischen Familienangehörigen lösen müssen. Wunderschöne Aufnahmen, hervorragende Schauspieler. Die etwas krassere Variante von “Zusammen ist man weniger allein”.

Und am Dienstag habe ich “Por sus propios ojos” (Mit ihren eigenen Augen) gesehen. Dieser Film ist eher dokumentarisch angehaucht und erzählt von zwei Filmstudentinnen, die eine Reportage über die Mütter und Frauen von Häftlingen drehen möchten. Deshalb finden sie sich regelmäßig vor einem argentinischen Gefängnis ein und versuchen mit den Frauen ins Gespräch zu kommen. Dass diese viel zu erzählen haben, wird schnell klar. Dass es jedoch sehr schwer wird, die Frauen zum Reden zu bringen, hatten sich die Studentinnen nicht gedacht. Schließlich freunden sie sich mit einer älteren Frau an, und plötzlich sind sie nicht mehr diejenigen, die alles objektiv von außen sehen, sondern sind mitten drin im Schicksal dieser Menschen. Bewegend.

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Abtanzen im Wonderland

19. September 2007

Mittlerweile habe ich mich mal ein bisschen in die Band eingehört, deren Sticker ich vor wenigen Wochen auf der Reeperbahn von einem Fremden mit tiefer Stimme in die Hand gedrückt bekam. My baby wants to eat your pussy. Zumindest in die drei Songs, die gerade auf deren myspace hörbar sind.

“Wonderland RMX”- wie geil ist das denn?! Ich würde am liebsten aus dem Bett springen und tanzen. Und die kommen wohl noch aus der Gegend. Ajo! Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Und downloadbar ist. :-) Da schlägt das Herz der Musikfreundin höher.

Und weil´s so schön zu der Stimmung im Lied passt, anbei ein sehr cooles Flickr Foto, das die Mieze von Mia. zeigt. Auch schon lang nicht mehr live gesehen…

mieze.jpg