Archiv für die Kategorie ‘StrangeWorld’

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I fuck on the first date

8. September 2008

No, this time it´s not about me. Sorry to those of you who thought so. My indecency does not comprise these kind of details, so keep wondering.

This is about a man I saw this Friday. He was standing infront of our most central department store, wearing a t-shirt with this slogan. One asks oneself what exactly he is trying to tell the world. That he´s very straightforward? Well yes, you could put it that way. That he´s a honk?  He wouldn´t need this shirt if he was one, right? That he fucks on the first date? Hell yes and who cares? Probably only very desperate women. And I doubt even those feel attracted by him.

Anyway, he got me thinking. What if a woman was wearing this shirt? It would somehow taste slutty and cheap. And here comes the big question: Why? I do not have an answer. But I realize that there´s still a long way to go in order to achieve gender equality when even I as a woman feel that for me it makes a difference whether a man or woman wears a shirt like this. And let me tell you that I´m not exactly happy about this finding.

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Objektorientierte Geschichten: Gefälschte Handtaschen

10. August 2008

Frauen und Männer dieser Welt, lernt Jerome kennen. Jerome ist Franzose, dunkelhaarig gelockt, schlacksiger Körperbau mit einer steilen Nase, die voll von seinem Biologie-Studium ist. Weshalb er sich letzten Freitag spontan ein Interrailticket gekauft hat und damit nach Barcelona gefahren ist. Die Fahrt war anstrengend, aber lustig, da er zwei Gleichaltrige aus Indonesien getroffen hat, die per EuroDomino Ticket durch Europa fahren, aussteigen, ein Foto machen und wieder einsteigen. Nur um am Ende ihrer Reise festzustellen, dass sie nun wissen, dass sich die Toiletten der französischen und der italienischen Nachtzüge gleichen, dass die Deutsche Bahn die schönsten Züge mit den unterkühltesten Schaffnern hat und dass sie mehr über die Verbindungen zwischen den Städten, als über die Städte selbst wissen.

Völlig übermüdet und verschwitzt kommt Jerome in Barcelona an. Unter den Brücken, die in die Stadt hinein führen und an denen der Zug vorbeifährt, sieht er schwarze Menschen hausen. Sie sind sehr schwarz und haben vermutlich 7.000 Euro dafür bezahlt, dass sie hier sind. Nun fährt der Zug unterirdisch und er kann sie nicht mehr sehen.

Er steigt an der Plaza de Catalunya zum ersten Mal an die Oberfläche. Sofort gerät er in einen riesigen Schwarm voller Mücken. Die Viecher sitzen im Café, gucken ihn mit ihren grün schimmernden Facettenaugen sinnentleert an, schlürfen an ihren Getränken und sind so unzulänglich bekleidet, dass man ihre weißen, haarigen Beine sieht und bei der weiblichen Spezies Blicke ins Innerste ermöglichen. Jeromes Kopf schmerzt. Kann das sein? Oder was waren das für Tickets gestern, die ihm die indonesischen Gleichaltrigen angeboten hatten? Er schüttelt sich, guckt nochmals zu den zahlreichen Straßencafés hinüber. Ach, es sind doch nur die Paket-Touristen, 5 Tage Barcelona für 250 Euro. Prost! Wer will da 7.000 Euro an irgendwelche Marrokaner zahlen, die einem nur eine sehr ungemütliche Überfahrt mit ungewissem Ziel anbieten?

Zwischen den Touristen breiten auf den Bürgersteigen Schwarzafrikaner Laken aus, auf denen sie gefälschte Handtaschen (Prada, Gucci, Fendi, YSL, Louis Vuitton) anbieten. An jeder Ecke des Lakens eine Schnur, die in der Mitte zu einer Schlinge zusammen führt. Jerome schlendert in der elenden Abendhitze die Ramblas entlang. Touristen, Bierdosen verkaufende Straßenhändler, geschlossene Blumenläden, Artisten, get-your-comic-in-20-min, Trickbetrüger und dazwischen die Schwarzafrikaner mit ihren aufmerksamen weißen Augen. Sie gucken rechts, sie gucken links. Nice bag for the lady, Mister?

Vielleicht hätte er doch mit seinen Eltern nach Deauville fahren sollen? Immer dieser Scheiß. Er hat keine Lust mehr auf das Familiengetue, keine Lust mehr auf die Mädchen reicher Eltern, die sich alle gleichen. Die alle diesen Taschen hinterher rennen. Lächerlich. Deshalb ist er hier, inmitten dieser Masse. Plötzlich heult neben ihm eine Polizeisirene auf (”Tonino tonino toninooo”). Wie in einer perfekten Choreografie, ziehen alle Schwarzafrikaner gleichzeitig an ihrer Schlinge, alles verschwindet in dem Sack aus Laken und ein schwarzer Schwarm rennt unter lauten Rufen hinein ins Barrio Gótico, in dessen engen, nach Urin stinkenden Gässchen die Flucht vor dem Polizeitauto erneut möglich ist. Die Ware ist gerettet.

Jerome bleibt weitere 5 Tage, es geht noch billiger als 250 Euro, um schließlich zurück nach Frankreich zu fahren und über der Kategorisierung von Ameisenarten dieses Elend schnell wieder zu vergessen. So wie wir alle, denen es gut geht und die hier und da zwar davon hören, dass es anderen nicht so gut geht. Denen es kurz leid tut, die tatsächlich den Bruchteil einer Sekunde eine gewisse Dankbarkeit verspüren, von der die meisten aber nicht wissen, an wen sie diese richten sollen, und die dann weiter machen. Wie bisher. Während da draussen alle zwei Wochen Leute ertrinken, die für eine Überfahrt in einem schlecht geflickten, verrosteten Kahn mehr zahlen als so manche für 3 Wochen DomRep Halbpansion.

Frauen und Männer dieser Welt, lernt Jerome kennen.

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Journals you never thought existed

7. Januar 2008

As a librarian you come across the weirdest journal titles. My favourite today:

Journal of Sandwich Structures & Materials” - Sage Publications.

Maybe the editor is called Ronald McDonald?

[update 11.01.2008] After having looked into this subject more deeply it turn´s out that “sandwich structures” are not burgers, but something that has to do with material science. Anyway, it sounds funny. ;-) [/update]

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Hör zu und es erschließt sich die Welt

6. Dezember 2007

Ich fahre ja bekanntlich viel Zug. Ihr glaubt gar nicht, was man da alles für Weisheiten zu hören bekommt. Wenn ich einen Stift zur Hand habe und einen freien Zettel, schreibe ich mir diese Dinge auf. Hier möchte ich einige Highlights zum Besten geben:

“Es ist irgendwie demütigend und gar nicht cool, wenn unsere polnische Putzfrau mir eine Plastikhaube aufzieht, Löcher reinmacht und einzelne Strähnen rausholt um sie mit dieser stinkenden Paste einzuschmieren. Aber billiger als Friseur halt.”

“Ich wusste von Anfang an, dieses Mädchen hat ein Geheimnis. Die trägt irgendein Geheimnis mit sich herum. Als wir dann schon länger zusammen waren, hat sie mir erzählt, dass sie vergewaltigt wurde und hat geweint. Klar, dass die psychische Schäden hat. Ich meine, wer zeigt einem danach, wie man Sex hat?”

“Weißt du, mein Vater ist total stolz darauf, dass ich weiter studieren will. Klar, er ist Professor. Es ist so ein geiles Gefühl, wenn der Sohn stolz auf seinen Vater und vor allem wenn der Vater stolz auf seinen Sohn ist.”

“Ich hab gesagt: Hey, das ist die geilste Party der Welt. Und der hat im Auto gepennt!” - “Ahja, die haben einen Fahrer gebraucht, also bin ich dahin. Eigentlich wollte ich auch reingehen, aber mir war den ganzen Tag nicht so gut, ich war schlecht drauf und als ich die Leute gesehen habe, du, die waren alle gleich. Da wollte ich nicht mehr rein.”

“Die wollte ´ne Sozialwohnung. Obwohl ihr Vater Pilot ist. Stell dir das mal vor!”

Und schließlich noch die besten Betreffs aus meinen SPAM-Mails:

* Turn your weewee into real monster!

* Stir up a passion in her heart with your magic wand.

* If your warrior of love is too small, you may lose this war.

* The volume of your male meat is absolutely essential!

* You won’t need to furtively put socks into your trunks anymore!

* Santa will bring more length and strength to your willy!

Ohne Worte.

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Sex and death

20. November 2007

Sometimes sex is a beginning. For all non-believers death is the end. So in the last few days, sex and death both dropped by and said hello.

Sex, because I´m experiencing a little “Sex and the City” overdose. Watching 4 episodes on DVD each night, even my accent is changing to American English. Let me tell you that I normally don´t watch TV. And if I do, I watch crime series or movies. So here I go, watching this series 5 years later than the rest of humanity and I wonder how on earth this could have been broadcasted on American TV. It´s so explicit sometimes, but very funny. It´s flecked with corns of wisdom from time to time. And it´s a good way to improve your vocabulary. In many ways.

Death, because people die. All of a sudden. They choose it themselves, God does, or whoever, and they´re gone. Children, parents, grandmas. Like this. You wake up, your life is ok. You´re angry because the mailman doesn´t arrive, you think you´re the most disgraced person on earth because there´s a pimple on your face, you feel unworthy because you don´t earn enough money or your love life´s a mess. And suddenly someone dies or chooses to die and you say: Hey, is my life really so bad? Shouldn´t I be glad for every day I´m alive? God, we tend to be so superficial when everything´s ok… I don´t like that.

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Jumping into pulp fiction on mulholland drive

12. September 2007

Dear all,

why don´t you write a story, a weird story? Then cut it into 38 pieces and arrange them in a different way. Why don´t you ponder about the constitution of a salad or a technically dead but pregnant woman filling pages? Then take a famous painting which in itself shows many paintings, and don´t forget the guard who has been looking at this painting for years. And who one day falls in love with a table dancer and is then rejected.

This is what catalan author Fonalleras does in “August & Gustau”. A guard who has been working in a mueseum for quite a long time decides to die. August & Gustau, two low-brow crooks are supposed to help him getting it over with.

If people keep telling you you´re queer. If you like Pulp Fiction or David Lynch´s movies. This book is for you.

Josep M. Fonalleras: August & Gustau, 116 p., A1 Verlagsges. 2007

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Probleme lösen sich …

1. August 2007

manchmal von selbst in Luft auf.

The Schildkröterich is back. Bzw. was never gone. Hat sich einfach nur drei Tage lang nicht blicken lassen und ich befürchtete schon, er schwimmt bis in den Rhein. War aber einfach nur die ganze Zeit im Teich und hat die Schildkrötin mit Sex belästigt. Die daraufhin beißt. Richtig so. Jetzt ist der junge Mann wieder im Brunnen. Da hilft nur Trennung.

Aber immerhin hat sich die Schlammschlacht im Stadtbach gelohnt, ich weiß jetzt zumindest was eine Bisamratte ist.

Freundliche Grüße an den Propheten von nebenan. ;-)

Marie F. geht jetzt zur Feier des Tages Essen.

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Agressionen loswerden

30. Juli 2007

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Meine Damen und Herren,

aus der Reihe “Agressionen loswerden” (zu der beispielsweise auch der wertvolle Ratschlag gehört, Eiswürfel voller Wucht auf den Boden zu schmeissen) präsentiert die offensichtlich nun völlig am Rande eines Nervenzusammenbruchs befindliche Marie F. folgendes Filmchen.

Dabei wollte ich wirklich nur einen schmackhaften Himbeer-Milchshake machen. ;-)

 

 

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Territorio guiri

21. Juli 2007

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Almost everyone of us is a tourist at least once a year. Travelling that´s what people nowadays need to get rid of their otherwise quite boring life. Travelling also enhances your mind by having new experiences, getting to know other cultures and so on. These days we have international terrorism and we have - a bit less harmless, if only a bit - international tourism: You can recognize them even if you´re 100 m away. Barcelona is full of a “mogollón de guiris”, them being spit out of the metro, marching along the Ramblas in uniforms (don´t we all wear the same kind of stuff?), occupying all the cafes on Plaza Catalunya and at night it´s feed the animals at Nova Icària, where right now Woody Allen is staying at one of the famous architectural places Barcelona has to offer (that´s the white tower in the big picture above) because he´s making a film. From this hotel the “mogollón de guiris” have to look like ants, many ants. Chicos y chicas que van a ligar. Get yourself a great city, some sunny weather, a bit of international tourism, stir well and you get: cocina fusión. The next hip thing in modern cooking.

I try not to be too touristy (failing most of the time, of course). If you want to discover things to do without meeting too many guiris take a look at this place: Good2be. I also found the official site quite helpful: bcn.es.

I promised more fotos, here they are. The first four: sights from my aunt´s terrace. Beyond: sights from Parque Güell.

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Vocabulario:

guiris = tourists

mogollón = mass

cocina = kitchen

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Es ist Freitag Abend

7. Juli 2007

Hi Marie,

lade dich hiermit auf einen Streifzug durch Frankfurt ein. Angedacht ist ein Besuch in diesem Club an der Hanauerlandstrasse Kreuzung Dieselstrasse in Frankfurt. (Wupps jetzt habe ich das schlimme Wort gesagt!) Am besten ich gehe in Zukunft drüber weg. Oder ich sage immer “Apokalypsen Stadt”, wenn dir das lieber ist.

Je nach Zustand und Laune wirst du ein wenig Cocktails schlurfen und abdancen. Während ich mich an Go Go Tänzerinnen festgucke und wieder los reiße, festgucke und wieder los reiße. Und mir dann irgendwann beim Tanzen den Rücken zerre oder angeschwipst jede mit “hallo Hübsche” anspreche. Vielleicht lernen wir aber auch Leute kennen und unterhalten uns über Erotik in Zeiten von Fußbodenheizungen. Naja, wenn wir keine Schlägerei anzetteln, müssen wir schließlich sonst irgendwie für Spannung sorgen.

Wie stellst du dir einen Freitag Abend vor?

 

Lieber Gezerrter,

Al Bundy würde jetzt sagen: Es ist Freitag-Abend! Solltest du nicht duschen, dich fein anziehen und dann ins Bett gehen?

Marie F. hat sich mal im “Cyberspace” umgeguckt und zusammen getragen, was andere Leute tun:

  • Astartus beginnt ein neues Leben, weil das alte fad ist.
  • Aussichtlos denkt über Träume nach und ob man sie aufgeben soll.
  • Freitags Abends allein zu Hause, das ist Sab.
  • Beckertim fragt sich an einem Freitag, ob man im Internet die Leute besser kennen lernen kann als in der Kneipe. (Marie F. meint ja).
  • Es ist Freitag Abend und Hartmut sitzt mittendrin in den Vorbereitungen für die Predigt am kommenden Sonntag.
  • In Bulimic Time wird die Gesellschaft von Eis und Schokolade als angenehmer empfunden, als die Gesellschaft von realen Menschen.
  • Stick Boy und Match Girl (supersüß!) erleben ihren Freitag in MyBitterHalf so.
  • Dieser bis heute nicht wirklich erwachsen gewordener Mann hat einen Job angenommen, tut so als wenn er Ahnung hätte um sich so seine Brötchen zu verdienen. Die Begeisterung für das weibliche Geschlecht hat ihn seine Ehe gekostet. Und dies hier ist sein Freitag Abend.

Letzendlich war ich dann doch nicht in der Apokalypsenstadt, sondern bei ihr.