Archiv für die Kategorie ‘streetART’

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Über die Vorteile des Fixierens von Klingelschildern

13. Juli 2009

Frau Frapeur aka. Ghetto-Marie wurde gestern Abend beinahe in eine polizeiliche Begegnung involviert. Das passiert einem, wenn man nachts mit schwarzem Kapuzenpulli auf Brücken herum läuft. Höchst verdächtig! Warum muss auch just in dem Augenblick die Polizei vorbei kommen? Jedenfalls: So tun als wäre nix hilft. Also schön weiter die Brücke runter gelaufen (Sachen unterm Arm) und mental schon einmal mögliche Gesprächssituationen vorbereitet: „Junge Frau, laufen Sie immer mit Pinsel, Kleber und seltsamen Figuren bestückt über diese Brücke?“

Antwort A) „Bitte, bitte verhaftet mich nicht, das ist ein Kunstprojekt.“

Antwort B) „Nein, manchmal laufe ich auch unter den Brücken durch.“

Antwort C) „Ja, das mache ich zur Entspannung. Ist das etwa verboten?“

Antwort D) „Ich führe meine Mädels aus.“

Gottseidank kam es aber nicht zu diesem Gespräch. Als sie nämlich ein zweites Mal um den Block fuhren, war ich schon an der Straße und habe mich in das Lesen von Klingelschildern vertieft. Sie fuhren langsamer und hielten. Sie guckten, ich drehte mich um guckte frech zurück. Dann fuhren sie weiter. Puhhhh!

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Stadtreinigung Mannheim

11. Juni 2009

… fuck off!

Ok, ich hab´s verstanden: Eure Brücken sind euch heilig. Kaum ist man mal zwei Wochen weg, wird mit grau drüber gestrichen. Arghgh! Rache ist bitter. Ihr macht etwas Kleines weg? Ich mach etwas Größeres hin. ;-)

See you soon.

MJF

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Bristol

2. Juni 2009

is said to be Banksy’s home city. His gorgeous artwork is even nicer when seen in real life. I did just that today. :-)

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Ich hab´s getan…

11. Februar 2009

mit „Swing Decor Kraft Kleister“ entgegen der Empfehlungen von www.pasteup.de. Was ganz gut funktionierte und auch hautfreundlicher ist. Mal sehen wie lange es hält.

Dazugelernt:

  • Ich weiß jetzt warum Graffitis unter Brücken sind. Da fühlt man sich einfach sicherer. Wobei man sagen muss, dass der Vorteil von Papier wirklich ist, dass man alles schon zu Hause vorbereiten kann und somit „vor Ort“ nur noch relativ wenig Zeit braucht.
  • Papier ist außerdem nicht ganz so illegal wie sprühen, weil es den Untergrund nicht beschädigt.
  • Arschkalt ist es, die Hände um 23 Uhr bei 3 Grad voller Kleister zu haben.
  • Sonntag Abend ist ein hervorragender Termin.
  • Nächstes Mal nehme ich dickeres Papier. Mir sind 3 zerrissen!

Orte:

  • Kurpfalzbrücke (Laterne)
  • L 13 (Hauswand)
  • Neckarpromenade (Mülleimer, Wasserstandsschild)
  • Friedrich-Ebert-Brücke (Geländer)
  • Jungsbuscharena (Wand)

Danach fühlt man sich gleich so, als hätte man etwas erledigt im Leben. :-)

woman

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Mein Jahr

31. Dezember 2008
  • Der Job: Ich habe gewechselt und bin im Paradies gelandet. Was macht es pardiesisch? Wie immer sind es die Menschen, die Begegnungen, die Einblicke und die Erfahrungen. Wird man allerdings auf dem alljährlichen Stufentreffen danach gefragt und man bekommt (wie immer unqualifizierte Kommentare von Unwissenden) zu hören: „Hat das denn noch Zukunft?“, dann ärgert man sich kurz und denkt sich dann: Ach Junge, wenn du wüsstest. Ich kann mir zwar keinen BMW kaufen, aber ich will auch keinen. Mein Job besteht darin Leuten zu helfen. Was gibt es Besseres? (Ein „Unternehmen“ zu beraten? Hell no! ;-). Menschen sind wichtiger. Den Job zu wechseln und sich nebenher weiter zu bilden, das war die beste Entscheidung in diesem Jahr.
  • Das „Selbststudium“: Ich habe mich ein Stückchen weit wieder gefunden. Und das besonders Schöne daran: Ich mag mich. Von meiner Lieblingskrankheit einmal abgesehen. Aber: Sie ist nebensächlich, das muss ich weiterhin lernen. Meine Einbildungskraft ist „at its best“. Jetzt müsste ich diese Kraft nur endlich mal in was Gescheites umwandeln, statt pausenloses Kopfkino. Überhaupt: Ich habe manchmal so viele Ideen und statt diese umzusetzen, denke ich: „Ach nee, ist doch nix.“ Das muss sich ändern!
  • Jungsein: Ich habe gemerkt, dass ich noch jung bin. (Haha, Frau Frapeur und ihre sagenhafte Erkenntnisse). Und das ist gut, Leute, das ist gut. Vernünftig sein, das mache ich dann in ein paar Jahren mit Mann, Kind und Gedanken über frühkindliche Förderung, zweisprachige Kindergärten, Impfungen und so weiter. Langweiliger Erwachsenenkram. Aber solange noch eine 2 vorne dran steht, ihr Lieben, gilt es die Stadt unsicher zu machen (durch wahnwitziges Fahrradfahren), die Stadt zu verschönern (durch paste-ups), Bücher zu lesen, sinnlos im Internet zu surfen, schlecht Klavier zu spielen und aus Spaß an der Freud dazu lauthals zu singen, Träume zu haben, zu reisen (dieses Jahr: BCN, Frankreich, Wien, nächstes hoffentlich: BCN, GB, Berlin), frei zu sein, wahrlich das zu tun, was man will.
  • Gesund leben: Denn das heißt nicht nur gesunde Ernährung in einer einer Welt voller Scheißessen, Bewegung in einer Welt voller Sofas und SUVs, Hormone absetzen und dabei nicht die Selbstachtung verlieren, Geistesruhe in einer Welt voller naja, Kopfkino, HouseMDgucken bis man glaubt eine Thrombose zu haben, Tanzen, Tanzen, Tanzen und Kunstüberfluß, sondern auch: Sich vor allem und in erster Linie wohl fühlen, um jeden Abend sagen zu können: Liebe Thrombose, solltest du heute Nacht über mich kommen und mich ins Jenseits befördern, so bin ich dir nicht böse und habe keine Angst, weil mein Leben schön war. Danke dafür.
  • Menschen: Es gibt nichts großartigeres auf der Welt als Menschen. Dass ich interessante Menschen kennen lernen durfte und darf, dass ich Menschen kenne, die mich mögen und ich sie auch, die für mich da sind in Freude, Zweifel, Leid und Glück, macht mich glücklich und tröstet mich über die Tatsache hinweg, dass es auf diesem Planeten so einige Deppen gibt, die ich natürlich auch respektiere (äh, ehrlicher: hinnehme). Aber Zuneigung, Verständnis, Mitgefühl? Entschuldigung, nein!
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Mitten in der Nacht oder I love MA!

23. November 2008

Liebe Leute,

tanzen gehen macht Spaß. Vor allem im SoHo, wo ich vor 8 Jahren zum ersten Mal war und mich heute immernoch daran erfreuen darf. Im Gegensatz zum K2R, Hort meiner Jugend, das es schon lange nicht mehr gibt und das ich für seine einfache, gemütliche, jugendliche Atmosphäre bei gleichzeitig unbeschreiblicher DJ-Nähe schmerzlich vermisse.

Gestern jedenfalls war im jüngsten aller Büsche das Mitten in der Nacht. Und ich hatte die Ehre mit ein paar Leuten unterwegs zu sein, die genau das waren, was man sich von Weggehpartnern wünscht: Tanzwütige, gut gelaunte, Durchhaltevermögen beweisende, stylische, hemmungslose, auf der Tanzfläche Platzschaffende, mich vor Mr. Caprisonne in Schutz nehmende, beim Hinlaufen Fettes Brot rappende, der Kälte trotzdende Menschen.

Und noch etwas möchte ich hier loswerden: Diese Stadt begeistert mich! Ich habe sie zum Kreuzberg Baden-Württembergs erkoren: Multikulturell, studentisch, proletarisch, innovativ und irgendwie ehrlich. Ich mag den Kulturenclash zwischen BWLern und türkischen Einwanderern, das quadratische Leben zwischen zwei Flüssen, den reichen Anfang der Fussgängerzone und das arme Ende, die dreckigen Ecken (Büsche), die schnieken Ecken (Oststadt), die alternativen Ecken (Neckarstadt und Schwetzinger Vorstadt), den Hafen, die Brücken, die Leute, die Weggeh- und Kulturmöglichkeiten, die Musikszene, die Parks…

Diese Stadt macht mich glücklich. Insofern kann ich zur überall diskutierten Heidelberg vs. Mannheim Polemik nur sagen: Defintely MAybe. Und der schöne Spruch: Wer nach Mannheim zieht, weint immer zwei Mal. Das erste Mal beim Hinziehen, das zweite Mal beim Wegziehen. ist wirklich wahr.

lovema-kopie

(gesehen in L13 und C8,

es ist wohl noch jemand meiner Meinung ;-)

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Schlaflos

2. Januar 2008

So ist das wohl, wenn man zu viel weg geht und seinen geregelten Schlafrhythmus aufgibt: In der Nacht vor dem Tag vor dem man wieder arbeiten muss, kann man nicht schlafen. Und nach Silvester erst recht.

Eigentlich blöd, aber Schlaflosigkeit ist – wenn ich darüber nachdenke – der beste Zustand was Kreativität angeht. Zumindest meine. Was habe ich immer an Ideen, wenn ich schlaflos im Bett liege oder kurz davor bin einzuschlafen. Und immer denke ich, morgen werde ich mich auch noch daran erinnern. Sie sind nicht so genial, als dass ich mir die Mühe machen müsste und aufstehen um sie aufzuschreiben. Und am nächsten Tag ist natürlich alles weg. Nie da gewesen, quasi.

Aber heute nicht! Ich schreibe. Genialität dürft ihr jetzt nicht erwarten. Eher eine Zusammenfassung von dem, was mir in den letzten 10 Tagen so durch den Kopf gegangen ist.

  • Frankfurt ist ein Dorf mit Hochhäusern. Und Clubs, deren Ruf besser ist als die Realität. Zum Beispiel das KMM auf der Hanauer Landstraße. Hedkandi Party. So um diese Jahreszeit, lasst es sechs Jahre her sein, bin ich da nicht reingekommen. Sprich also mit 19, fast schon 20. Die Begründung: Meine Begleitung und ich seien zu jung. Alla hopp, wie der Mannheimer jetzt sagen würde, komme ich also sechs Jahre später noch einmal vorbei. Gehe da rein und stelle fest, dass sich die Türpolitik in dieser Zeit wohl geändert haben muss. Um mich herum: Alte Säcke mit aufgestelltem Kragen (Graf Zahl lässt grüßen), soweit so gut. Das hatte ich erwartet. Aber dann: Lauter Kinder, lauter Kinder. Aufgetakelte Mädels, milchbubigesichtige Jungs. Da hilft nur viel Alkohol. Dümmste Anmache: „Ist das dein Getränk?“
  • Zum Kontrast Mannheimer Uni-Parties: Ebenfalls ein guter Ruf. Ebenfalls ein Reinfall mangels Organisation. Ewigkeiten um die Jacken abzugeben. Ewigkeiten auf dem Männerklo (auf das Frauenklo wartend, wären wir vermutlich zwischenzeitlich gestorben). Und eine Premiere: Zu zweit auf Klo mit der Freundin meines besten Freundes. Auf der Tanzfläche: Kein Platz, weil knutschende Instantpärchen den Raum einnehmen. Wo soll das nur hinführen? Katakomben, Schneckenhof, ade. Name ist Schall und Rauch. Red Bull ist Luftverpestung.
  • Ich habe ein Gespenst aus Blei gegossen. Leider war auf der Verpackung für diesen Fall keine Interpretation abgedruckt. Ich starte also in dieses Jahr, unwissend was ein Gespenst (man könnte es auch weniger wohlwollend „Dementor“ nennen) für mich bedeutet. Und weitere Silvestererkenntnisse: Böller sollte man weg schmeissen nachdem man sie angezündet hat. Schien mir, im angeheiterten Zustand, nicht so dringlich. Aua. Aber keine bleibenden Schäden. Und meine erste Missetat, kaum war das Jahr wenige Minuten alt: Sekt auf Leute kippen, die auf einem Schiff unter einem durch fahren und lustig winken.
  • Gruselige, sehr urbane, graue Brücken und Zubringer zu Brücken die sich übereinander kreuzen und kreuzen. Ich wohne in einer entzückenden Stadt.
  • Es gibt tatsächlich Weihnachtsfeiern wie aus dem Bilderbuch. Betrunkene Kollegen, Abteilungsleiter, die „Summer of 69″ grölen, schwule Kollegen, die unsere Jungtiere süß finden. Jungtiere, die aus irgendwelchen Kühlschränken noch süßen Weißwein hervorzaubern. Und tiefgreifende Erkenntnisse. Z. B. wer alles am Tag an meinem Büro vorbeiläuft, um angeblich einen Blick auf mich und von mir zu erhaschen. Ich weiß nicht, soll ich das wirklich glauben?
  • Die zweite Person aus meiner Jahrgangsstufe ist von uns gegangen. Das Leben ist wirklich unberechenbar. Leider leben wir oft so, als wäre es das nicht. Wir genießen zu wenig, sind zu wenig dankbar. Denken zu wenig darüber nach, was wirklich wichtig ist. Man darf die Toten nicht vergessen. Ich denke an euch.
  • Was ich mir für 2008 vorgenommen habe: Ich möchte, maskiert in Wollmütze und mit einem dicken Edding bewaffnet, die Haltestelle „Dom/Römer“ in „Rom/Döner“ umbenennen. Wer hat sowas schon mal gemacht und kann mir sagen, wann die beste Uhrzeit ist und ob man dabei gefilmt wird?
  • Ich liebe meine Heimat. Die Eckpunkte sind: Mannheim, Heidelberg, die Bergstraße, Darmstadt, Frankfurt. Also quasi das Main-Rhein-Neckar äh Dreieck? Habt ihr auch Heimatgefühle?
  • Männer sind benachteiligte Kreaturen. Ist so. Habe ich ausführlichst mit ihnen diskutiert und geben sie auch selber zu. Now that you know it: Treat them kindly.
  • Für weniger Bekanntschaften und mehr echte Freunde!
  • 10 Tage ohne Internet sind sehr, sehr, sehr erholsam. Ersatzdroge: Kamin.
  • Es geht nichts über ein angewärmtes Schlaf-t-shirt. Danke! ;-)
  • Bibliothekarischer Zeigefinger: Service geht vor Bestand. Das ist meine Devise. Was bringt einem der beste Bestand, wenn die Angestellten unfreundlich sind und man ihn nicht nutzen kann, weil einem nicht geholfen wird?
  • Ok, ich gehe schlafen. Eine der Erfindungen, die die Welt noch braucht: Maschinen, welche die Gedanken beim Einschlafen mitprotokollieren. Ersatzweise, Menschen, die neben einem liegen, in die Augen gucken und all das ohne Worte erkennen.
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Liebeserklärung

27. August 2005

Briefkasten vor meiner Tür.

Darum liebe ich Berlin. Briefkasten vor meiner Tür.