Archiv für die Kategorie ‘tanzen’

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Buschnacht

3. Dezember 2011

eine Mannheimer Erzählung.

Motive: Mannheim, Jungbusch, Identitätskonstruktion durch Raum und soziale Praktik, Leben, Erleben, Transkulturalität, hart sein vs. sich fallen lassen, chaotische Alltagsrealitäten, elektronische Musik, Effekte von sozialen Kontexten, das boshafte unsicherheitsbasierte Coolsein junger Menschen vs. seltener Herzlichkeit, das Glück des Vorhandenseins von Drogen, selbstgesponnenes Bedeutungsgewebe.

Line, Jens und ich abends in der Jungbuschstraße. Wenn es eine Straße gibt, die für mich aufgeladen ist mit Bedeutung, dann ist es diese Straße. Was da schon alles passiert ist. Ich könnte jetzt Hausnummern aufzählen, aber ich lasse es. Mit wem ich diese Straße alles verbinde. Wieviel Teile meiner Identität mit dieser Straße zu tun haben. Denken wir für den Rest des Textes die Jungbuschstraße als Wirbelsäule meiner Identität. Jedenfalls, die herzliche Line, der schüchterne Jens und die sprudelnde M. (es sprudelt aber immer nur, wenn man es schüttelt) im C., weil da die Band unseres Vertrauens spielte (wobei einer davon überlegt aus der Musikmacherei auszusteigen und Manipulator zu werden und ein anderer davon früher ein netter Junge war und nun zur Gottwiegeilichbin-Fraktion gewechselt ist, man wundert sich jedenfalls etwas…). Ich war erstmal leicht müde, nüchtern und schüchtern, vorsichtig und gehemmt. Auf hab acht, statt bei mir selbst zu sein.

Es ist nämlich so: Ich praktiziere grundsätzlich Selbsthemmung, aber an manchen Abenden Enthemmung (die Autorin dankt dem Universum für Drogen, zum Beispiel in Form von Alkohol). Ich bin dann enthemmt, wenn ich natürlich bin und mir keine Grenzen setze. Die Grenzsetzungen, die Schwarz-Weiß-Malerei, das Ganz-oder-garnicht-Verhalten, die ich zuhauf an den Tag lege, sind begründet in unverarbeiteten transkulturellen Identitätskonflikten. Sozialisationsbedingt bin ich etwas orientierungslos, deshalb halte ich mich verbissen an Dingen fest und liebe Ausschluss und Differenzbildung. Ordnung im Geist, Psychohygiene. Weil ich in mir drin extrem unordentlich bin. Weil ich weiß, dass alles relativ ist. Chaotische Alltagsrealität. Dreck im Gesicht. Tod am Hafen. Kennen wir ja schon. An zuviel Sagrotan sollen aber auch schon Menschen zugrunde gegangen sein, meine Liebe, also lass das Chaos zu. Mit Wein zum Beispiel. Rotwein über alles. Eigentlich trinke ich im C. zur Enthemmung immer Zweigelt, heute Cabernet Sauvignon. Nicht ganz so gut. Mein Lieblingskoch ist nicht da, schade. Das C. ist nämlich auch so ein Ort. Es riecht nach Geschichte, unserer Geschichte. Es war eine Etappe unseres Lebens.

Mannheim. Da liess es sich ohne Mann aushalten, ohne ernsthafte Beziehung jedenfalls. Und während ich in den letzten Zügen meiner 20er steckte, war ich unter anderem Dienstleisterin für Akademiker – Sklaven des Impact Factors und der Drittmittelhascherei – und 20-Jährige, zu denen der Entwicklungsabstand erst kaum bemerkt wurde, um schließlich immer alarmierender ins Bewusstsein zu rücken: Unsere Kinder. Unsere Poster-Kinder, unsere ungeduldigen Druck-Kinder, unsere Studis, unsere Spätpubertierenden, unsere Party-Kinder, unsere Sich-Abchecker, unsere Kleinherdentiere, unsere Kicherer, unsere Klausurlerner, unsere Ungedulds-Kinder, unsere Erstis, unsere Kreutzer, unsere nervösen Examenskandidaten, unsere Nervensägen, unsere Heulbojen, unsere bekifft vor facebook-flackernden Bildschirmen schlafende Testosteron-Sprüher, unsere H&M-Schickeria, unsere Geheimnisvollen, unsere Unheimlichen, unsere Pornogucker, unsere Gebührendiskutierer, unsere verschämt Guckenden, unsere Kinder. Moment, ich war doch vor Kurzem auch erst so. Und trotzdem ist das Erwachsenwerden so gnadenlos, dass man sich kaum zurück versetzen oder gar erinnern kann, wie es war, bevor man älter wurde. War auch ich einmal so unfrei/unreif/unsicher?

Jedenfalls: M. Mein Engel mit Schnauze, lieb und nett, agressiv und destruktiv. Kollegin, Freundin, Verbündete. Man sagte uns gar eine Ehe nach. Nicht nur verarzteten wir gemeinsam unsere Kinder, Akademiker und Menschen-Handwerker, nein, privat ging auch eine ganze Menge. Denn wir mussten raus aus diesem akademischen Umfeld, dieser ausgedachten Welt. Und da die Kaffeepausen im sogenannten “Paradies” nicht reichten (“Currywurst mit Pommes, wea hod Körriworschd mit Bommes bestellt?”) um genug Konfrontation mit den gemeinen Mannheimern und der realen Welt abzubekommen, gingen wir nach einiger Überlegung (“wir müssen etwas tun” – “es muss etwas passieren”) und Konzeptschreiberei am sonnigen Rhein schnurstrakst in den verruchten, aber eigentlich ziemlich harmlosen Stadtteil Jungbusch und lernten dort Musiker, Künstler, Türken, Mystiker, Alkoholiker, 68er, Hipster, schräge Typen, interessante Menschen und Mannheimer Originale kennen. Immer mit Frau Gentri F. Izierung im Nacken, dieser blöden Sau. Soviel jedenfalls in aller Kürze zu diesem Ort und meinem/unserem Platz darin.

Die Line lebt im Jungle. Und der Lieblingskoch auch. Und der Journalist auch. Und der schüchterne Jens lebte mit der Line und vier anderen, aber diese WG wird auch ständig neu konstruiert. Jedenfalls saßen wir gestern Abend am Katzentisch. Das ist der Tisch, an dem die Musiker immer sitzen, lauschten der Musik und ich schaute dabei auf die Oberarme des lustigen Schlagzeugers (“ihr sitzt ja immer noch da, bin ich nicht laut genug?”). Oberarme sind beim Mann das was bei der Frau der Ausschnitt ist. Lecker. Aber ich war ja noch gehemmt. Also verbot ich mir meinen sofortig einsetzenden mentalen Durchfall, der mich mit dem Körper des Schlagzeugers in Verbindung brachte, um das mal ganz diplomatisch zu sagen. Schöne Oberarme, schöne Hände. Die Hände sind beim Mann das, was bei der Frau die Brüste sind.

Das Publikum war sehr jung und wir kannten während des ersten Sets kaum jemanden. Was seltam selten ist. Während des zweiten Sets war das schon anders. Und als dann fertig war und wir gingen, standen ein paar Posterkinder vor der Tür. Die Posterkinder kommen auch manchmal in den Jungle. Mich irritiert das immer ein wenig, weil ich dann die Grenzen schließen muss, wobei der Zweigelt und ich doch erst gerade ein Schengener-Abkommen zur Öffnung geschlossen hatten.  Also schnell weg, zumal Mr. Whisky da auch herum stand. Ein langfristiges Alkohlproblem von mir. Höchste Zeit zu gehen… aber nicht ohne noch die obligatorischen Komplimente für mein Fahrrad mitzunehmen. Ich bekomme von Männern immer Komplimente für mein Fahrrad.

Während ich noch leicht im Post-Whisky-Zustand war (hätte ich bleiben sollen, hätte ich ein Gespräch anfangen sollen, meine übliche Reaktion), gingen wir weiter ins O. Dort unverhofft gute elektronische Musik. Ahhh, elektronische Musik, my love. Das und drei Moscow-Mules waren eine hervorragende Ablenkung. Ich habe es bisher noch nie erlebt, dass im O. getanzt wurde. Aber gestern tanzten eine erlesene handvoll Menschen mit gutem Geschmack zu guter Musik. Ich stehe gerade sehr auf diesen organischen, wabernden Elektro mit afrikanischen oder lateinamerikanischen Ryhthmen drin. Sogar Jens hat getanzt. Es macht Spaß zu sehen, wie die Nicht-Enthemmten etwas auf die Enthemmten neidisch sind. Was man sich dort auch schön anschauen konnte, ist wie sozial anstrengend doch Menschen mit unausgegorener Persönlichkeit sind. Die sind nämlich nicht echt, teilweise boshaft und verhalten sich ausgrenzend-abweisend. Damit meine ich diese ganze Grüßen oder Nicht-Grüßen-Geschichte. Das Sich-Anerkennen oder das Ignorieren. Das verstehe ich nicht. Entweder ich kenne einen Menschen und grüße ihn (man kann das durchaus knapp halten) oder ich kenne jemanden nicht. Seltsames Gehabe. Da lobe ich mir die Herzlichkeit der Line, was ich ihr auch gleich gesagt habe. Und sie meinte, das gehe für sie gar nicht anders. Nur das sei es wert, gelebt zu werden. Sie hat ja so recht! Der neue türkische Besitzer des Ladens schaute sich in dieser ganzen Zeit vom Tresen aus diese partisierende Menschenmischung mit Sorge und Verwunderung an und bat den DJ dann irgendwann leiser zu machen.

Man trifft natürlich doch wieder ein paar der üblichen Verdächtigen. Da ich mittlerweile auf funktionale Weise enthemmt war, lief es auch mit dem Anlabern ganz gut. Einen Drink ausgegeben bekommen. Den Namen des DJs erfahren (schön). Ein wenig geflirtet. Mir krasse Sachen habe sagen lassen (von einem mit ähnlichem Vibrationshintergrund): Ok gut, ich mit meinen harten Prinzipien. Mehr Chaos zulassen. Gut. Nichts planen. Gut. Ok. Wabern. Ok. Ok. Ok. Ich versuche es ja. Meinen Marktverkäufer getroffen und den Jungen von der Fahrradparade. Dieses sich beim Weggehen nahe am Gesicht unterhalten, mag ich außerordentlich gerne. Es ist so intim, man ist sich plötzlich so nahe. Kurz realisiert, dass ich scheinbar anziehend sein kann. Das tut gut. Ich mochte den Abend dann doch noch sehr.

Statt in die D2, wo alle noch hinwollten, sind wir dann beim Türken gelandet und haben um 4 Uhr nachts lecker gegessen. Lammspieße. Nach dem Feiern noch etwas zu essen ist auch wie so ein Ritual. Ich will das nicht verlieren, nur weil ich bald 30 bin. Ich will weiter gute Musik hören, mich mit Freunden gehen lassen, tanzen und Gespräche nahe am Ohr führen. Genau das ist Glück. Wenn Dinge passieren, an die man nicht gedacht hatte. Wenn Dinge anders kommen, als man sie sich ausmalt. Wenn man es schafft, es sich gar nicht mehr auszumalen. Keinen Plan haben, oder nur einen groben. Das Leben sich entwickeln lassen. Hatte ich diese Erkenntnis nicht schon einmal? Nichts kaputtzubewerten oder kaputtzufantasieren. Wie schaffe ich es mich dauerhaft zu befreien? Ich bin auf dem Weg… Italian state of mind. Mehr Rotwein!

Nach Hause gekommen, glücklich gewesen und nur leicht angetrunken. An diesen Abenden ist meine Zuneigung zu Mannheim unheimlich groß. Die neue Freiheit liegt darin, trotzdem loslassen zu können, ohne dass es schmerzt. Ich will gehen, ohne dass es schmerzt. Sich nicht an Erinnerungen festhalten, sondern den Moment richtig er/leben.

— Zugabe 1 —

“Wir sollten unsere Aufmerksamkeit nicht nur auf die Beobachtung unseres Gegenstandes richten, sondern auch auf die Art und Weise der Beobachtung unseres Gegenstandes.” – A. Pott: Identität und Raum, in: Kulturelle Geografien, 2007.

— Zugabe 2 —

Sie suchten nach Bildern zu “Buschnacht”.

Leider keine Treffer.

Meinten Sie “beechnut”?

Nein, *seuftz*, meinte ich nicht!

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Konzentration!

19. Oktober 2010

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Erkenntnisse des Wochenendes

8. Februar 2009

Man gebe sich ein Kontrastprogramm. Hinsichtlich des Alters.

Ich war auf der Vernissage der “Strümpfe” und konnte mehr oder weniger ansprechende Kunst in einem sehr ansprechenden, wunderbaren, kleinen Raum begutachten. Dabei interessante Menschen kennen lernen, die jugendlich und sehr kreativ gekleidet waren, aber nicht mehr so jugendlich sind. Aber innerlich jung geblieben, und das ist das was zählt, oder? Jedenfalls kamen wir auch auf die Onkel Otto Bar zu sprechen, von der ich der Meinung bin, sie ist das Mannheimer Auffangbecken für Männer mittleren Alters (30-40), die auf der Jagd sind. Und als Beute stellen sich – von mir arroganter Sau einmal abgesehen – hübsche und einfach mit nach Hause zu nehmende Frauen zur Verfügung, die sicherlich nicht zur intelligenten Elite dieser Nation zählen. *räusper* Jedenfalls wurde gemeinsam erörtert: Die OO-Bar ist ein Ort für Frotteure. Wie geil ist dieses Wort! Also Leute, die sich an anderen reiben wollen, was in der OO-Bar hervorragend möglich ist. Trotzdem: OO-Bar rules. Ab und zu kann man (und frau) sich ihr nicht entziehen. :-)

Wer sich an jüngeren Körpern reiben will, der möge sich in die Alte Feuerwache auf ein Konzert der “The Subways” begeben. Frottieren in der OO-Bar ist, verglichen mit dem Körperkontakt der da stattfand, eine geradezu prüde Angelegenheit. Die Subways sind musikalisch ebenfalls nicht elitär und der Sänger ist für sein Alter ganz schön arrogant. (Hier fällt mir der geniale Zwischenruf eines Berliner Konzertbesuchers ein, der damals in der Kalkscheune den ebenfalls sich zu Tode possierenden “Sugarplum Fairies” entgegen rief: “You´re not the Hives!”). Aber sie rocken, rocken, rocken! Junge, wohltrainierte, tätowierte, nackte Männeroberkörper mit Guitarrendeko sind hübsch anzusehen. Aber rechtfertigen sie eine Orgie mit der schwitzenden Jungfleischmasse? Ich bin noch unschlüssig. Lustig war´s aber auf jeden Fall. Das lag aber vor allem an den guten Freunden, die dabei waren und mich vor so manchem Ellbogen im Gesicht bewahrt haben. Blaue Flecken hab ich leider trotzdem. Zukünftig also lieber wieder OO-Bar?

Ich hoffe, diese zwei Absätze können das Dilemma der 25-30-Jährigen annähernd wiedergeben. Oder um es mit der Überschrift eines Artikels aus dem U_mag zu sagen: “Niemand will alt werden, doch zu jung ist auch irgendwie uncool.

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Mitten in der Nacht oder I love MA!

23. November 2008

Liebe Leute,

tanzen gehen macht Spaß. Vor allem im SoHo, wo ich vor 8 Jahren zum ersten Mal war und mich heute immernoch daran erfreuen darf. Im Gegensatz zum K2R, Hort meiner Jugend, das es schon lange nicht mehr gibt und das ich für seine einfache, gemütliche, jugendliche Atmosphäre bei gleichzeitig unbeschreiblicher DJ-Nähe schmerzlich vermisse.

Gestern jedenfalls war im jüngsten aller Büsche das Mitten in der Nacht. Und ich hatte die Ehre mit ein paar Leuten unterwegs zu sein, die genau das waren, was man sich von Weggehpartnern wünscht: Tanzwütige, gut gelaunte, Durchhaltevermögen beweisende, stylische, hemmungslose, auf der Tanzfläche Platzschaffende, mich vor Mr. Caprisonne in Schutz nehmende, beim Hinlaufen Fettes Brot rappende, der Kälte trotzdende Menschen.

Und noch etwas möchte ich hier loswerden: Diese Stadt begeistert mich! Ich habe sie zum Kreuzberg Baden-Württembergs erkoren: Multikulturell, studentisch, proletarisch, innovativ und irgendwie ehrlich. Ich mag den Kulturenclash zwischen BWLern und türkischen Einwanderern, das quadratische Leben zwischen zwei Flüssen, den reichen Anfang der Fussgängerzone und das arme Ende, die dreckigen Ecken (Büsche), die schnieken Ecken (Oststadt), die alternativen Ecken (Neckarstadt und Schwetzinger Vorstadt), den Hafen, die Brücken, die Leute, die Weggeh- und Kulturmöglichkeiten, die Musikszene, die Parks…

Diese Stadt macht mich glücklich. Insofern kann ich zur überall diskutierten Heidelberg vs. Mannheim Polemik nur sagen: Defintely MAybe. Und der schöne Spruch: Wer nach Mannheim zieht, weint immer zwei Mal. Das erste Mal beim Hinziehen, das zweite Mal beim Wegziehen. ist wirklich wahr.

lovema-kopie

(gesehen in L13 und C8,

es ist wohl noch jemand meiner Meinung ;-)

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Elektronische Musik, erklärt.

19. Oktober 2008

Es geht um Musik. Zur Abwechslung…

Ich bin gestern aus Versehen auf einer Goa-Party, pardon, Psytrance-Party gelandet. Das sind ja oft die interessantesten Momente des Lebens, weil es anders ist, aber gut. Ich, versierte Liebhaberin der elektronischen Musik*, war mit dieser Richtung bisher noch nicht per du. Aber jetzt habe ich sie näher kennen gelernt. Das Publikum ist etwas gewöhnungsbedürftig: Zwischen Althippies, Jungspunden mit Kapuzenpullis, Mädels mit Röckchen über Hose + Schal, hängengebliebenen Kreaturen und coolen Sonnenbrillenträgern kann man jedenfalls bei zuviel UV-Licht und Neon-Deko schwitzen, schwitzen, schwitzen. Macht wirklich Spaß darauf zu tanzen und hat mich an einen ehemaligen Kommilitonen erinnert, der zuviel kifft. Und an das Mädel aus dem Aussteigercamp in Portugal, die jeden Abend mit jemand anderem schlief.

Zurück zum Thema: Das Zitat “Wer noch nie zu elektronischer Musik getanzt hat, weiß nicht was es heißt loszulassen.” stammt ja bekanntlich von mir. ;-) Und ich stehe heute noch dazu. Das ist ein ganz einmaliges Gefühl, auch ohne Drogen, das ich nur jedem einmal empfehlen kann, der Techno nicht mag weil es nur Bumm-Bumm ist. Was wir Verrückten da eigentlich tun, ihr Nichteingeweihten, hat Sven Väth mal so oder ähnlich schön in seinem TRAUM-Artikel der Zeit gesagt: “Ich bin der Schamane und alle geben sich meinem Rhythmus hin.” Richtig: Wir tanzen Takka-Tukka um das Lagerfeuer, während die Trommeln ryhthmisch schlagen, unsere Arme und Beine zucken und unser Geist über uns schwebt. Das sind die Basics, das ist back to the roots, das ist das was uns mit unsern Vorfahren verbindet (was sich oft auch direkt auf der Tanzfläche manifestiert, wenn einige Männer sich wie Gorillas bewegen).

Apropos Männer. Eine Sache verstehe ich nicht: Warum waren da so überdurchschnittlich viele Männer unterwegs? Kann mir das ein Althippie unter euch vielleicht erklären? Ist Goa Männermusik? Der Held des Abends war übrigens Herr Neelix, über den in der Wikipedia steht, er hätte eine Beziehung. Schön für ihn.

Heute Abend war ich bei Emiliana Torrini, die wirklich eine süße Gestalt auf der Bühne abgibt, viel zu viel quatscht und gestikuliert (aber zumeist sehr lustig dabei ist) und eine tolle Stimme hat. Ihr neues Album “Me an Armini” gefällt mir sehr gut, viel eigensinniger als die anderen. Und die Liste mit den Orten wo man gutaussehende Männer betrachten kann, wird ergänzt um GOA, äh Psytrance-Partys und Karlstorbahnhof-Konzerte. Vorheriger Eintrag war Pariser Museen. Für alle, die mitschreiben. ;-)

Jetzt aber hurtig ins Bett, Jacqueline.

* Dorian Gray, U60311, Paramount Park (ok, das ist peinlich), Robert Johnson, MTW, Loft, Registratur, SoHo, Natrix, 603qm und wie die Clubs meiner Jugend alle hießen

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Die Himbeerparty

1. Juni 2008

in der Alten Feuerwache ist empfehlenswert.

1. wird dort gut gefeiert.
2. schadet es keinem, sich mal anders zu fühlen.
3. ist es eine lehrsame Erfahrung, vom anderen Geschlecht komplett ignoriert zu werden.

Und trotzdem: Es tut fast schon weh, zwei super gut aussehenden Typen dabei zugucken zu müssen, wie sie sich ohne jegliche Hemmungen abknutschen und anfassen. Eine Begleiterin sah meinen schmachtenden Blick und meinte nur: “Was für eine Verschwendung, oder?”

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Schlaflos

2. Januar 2008

So ist das wohl, wenn man zu viel weg geht und seinen geregelten Schlafrhythmus aufgibt: In der Nacht vor dem Tag vor dem man wieder arbeiten muss, kann man nicht schlafen. Und nach Silvester erst recht.

Eigentlich blöd, aber Schlaflosigkeit ist – wenn ich darüber nachdenke – der beste Zustand was Kreativität angeht. Zumindest meine. Was habe ich immer an Ideen, wenn ich schlaflos im Bett liege oder kurz davor bin einzuschlafen. Und immer denke ich, morgen werde ich mich auch noch daran erinnern. Sie sind nicht so genial, als dass ich mir die Mühe machen müsste und aufstehen um sie aufzuschreiben. Und am nächsten Tag ist natürlich alles weg. Nie da gewesen, quasi.

Aber heute nicht! Ich schreibe. Genialität dürft ihr jetzt nicht erwarten. Eher eine Zusammenfassung von dem, was mir in den letzten 10 Tagen so durch den Kopf gegangen ist.

  • Frankfurt ist ein Dorf mit Hochhäusern. Und Clubs, deren Ruf besser ist als die Realität. Zum Beispiel das KMM auf der Hanauer Landstraße. Hedkandi Party. So um diese Jahreszeit, lasst es sechs Jahre her sein, bin ich da nicht reingekommen. Sprich also mit 19, fast schon 20. Die Begründung: Meine Begleitung und ich seien zu jung. Alla hopp, wie der Mannheimer jetzt sagen würde, komme ich also sechs Jahre später noch einmal vorbei. Gehe da rein und stelle fest, dass sich die Türpolitik in dieser Zeit wohl geändert haben muss. Um mich herum: Alte Säcke mit aufgestelltem Kragen (Graf Zahl lässt grüßen), soweit so gut. Das hatte ich erwartet. Aber dann: Lauter Kinder, lauter Kinder. Aufgetakelte Mädels, milchbubigesichtige Jungs. Da hilft nur viel Alkohol. Dümmste Anmache: “Ist das dein Getränk?”
  • Zum Kontrast Mannheimer Uni-Parties: Ebenfalls ein guter Ruf. Ebenfalls ein Reinfall mangels Organisation. Ewigkeiten um die Jacken abzugeben. Ewigkeiten auf dem Männerklo (auf das Frauenklo wartend, wären wir vermutlich zwischenzeitlich gestorben). Und eine Premiere: Zu zweit auf Klo mit der Freundin meines besten Freundes. Auf der Tanzfläche: Kein Platz, weil knutschende Instantpärchen den Raum einnehmen. Wo soll das nur hinführen? Katakomben, Schneckenhof, ade. Name ist Schall und Rauch. Red Bull ist Luftverpestung.
  • Ich habe ein Gespenst aus Blei gegossen. Leider war auf der Verpackung für diesen Fall keine Interpretation abgedruckt. Ich starte also in dieses Jahr, unwissend was ein Gespenst (man könnte es auch weniger wohlwollend “Dementor” nennen) für mich bedeutet. Und weitere Silvestererkenntnisse: Böller sollte man weg schmeissen nachdem man sie angezündet hat. Schien mir, im angeheiterten Zustand, nicht so dringlich. Aua. Aber keine bleibenden Schäden. Und meine erste Missetat, kaum war das Jahr wenige Minuten alt: Sekt auf Leute kippen, die auf einem Schiff unter einem durch fahren und lustig winken.
  • Gruselige, sehr urbane, graue Brücken und Zubringer zu Brücken die sich übereinander kreuzen und kreuzen. Ich wohne in einer entzückenden Stadt.
  • Es gibt tatsächlich Weihnachtsfeiern wie aus dem Bilderbuch. Betrunkene Kollegen, Abteilungsleiter, die “Summer of 69″ grölen, schwule Kollegen, die unsere Jungtiere süß finden. Jungtiere, die aus irgendwelchen Kühlschränken noch süßen Weißwein hervorzaubern. Und tiefgreifende Erkenntnisse. Z. B. wer alles am Tag an meinem Büro vorbeiläuft, um angeblich einen Blick auf mich und von mir zu erhaschen. Ich weiß nicht, soll ich das wirklich glauben?
  • Die zweite Person aus meiner Jahrgangsstufe ist von uns gegangen. Das Leben ist wirklich unberechenbar. Leider leben wir oft so, als wäre es das nicht. Wir genießen zu wenig, sind zu wenig dankbar. Denken zu wenig darüber nach, was wirklich wichtig ist. Man darf die Toten nicht vergessen. Ich denke an euch.
  • Was ich mir für 2008 vorgenommen habe: Ich möchte, maskiert in Wollmütze und mit einem dicken Edding bewaffnet, die Haltestelle “Dom/Römer” in “Rom/Döner” umbenennen. Wer hat sowas schon mal gemacht und kann mir sagen, wann die beste Uhrzeit ist und ob man dabei gefilmt wird?
  • Ich liebe meine Heimat. Die Eckpunkte sind: Mannheim, Heidelberg, die Bergstraße, Darmstadt, Frankfurt. Also quasi das Main-Rhein-Neckar äh Dreieck? Habt ihr auch Heimatgefühle?
  • Männer sind benachteiligte Kreaturen. Ist so. Habe ich ausführlichst mit ihnen diskutiert und geben sie auch selber zu. Now that you know it: Treat them kindly.
  • Für weniger Bekanntschaften und mehr echte Freunde!
  • 10 Tage ohne Internet sind sehr, sehr, sehr erholsam. Ersatzdroge: Kamin.
  • Es geht nichts über ein angewärmtes Schlaf-t-shirt. Danke! ;-)
  • Bibliothekarischer Zeigefinger: Service geht vor Bestand. Das ist meine Devise. Was bringt einem der beste Bestand, wenn die Angestellten unfreundlich sind und man ihn nicht nutzen kann, weil einem nicht geholfen wird?
  • Ok, ich gehe schlafen. Eine der Erfindungen, die die Welt noch braucht: Maschinen, welche die Gedanken beim Einschlafen mitprotokollieren. Ersatzweise, Menschen, die neben einem liegen, in die Augen gucken und all das ohne Worte erkennen.
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Ort der Extreme

9. Dezember 2007

Gestern Abend war ich tanzen. Mit Melanie. Melanie und ich waren seit 2002 nicht mehr zusammen tanzen. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Seit 5 Jahren nicht mehr mit ihr tanzen gewesen. Es war also höchste Zeit. Die Location: Ein kleiner Mannheimer Club. Klein aber SoHo. ;-)

Mal davon abgesehen, dass die Musik (RnB, HipHop) nicht so ganz meines war (bis auf das ab und zu eingestreute Vocal House), war´s ganz nett. Man muss nur genug trinken, dann klappt das auch mit dem HipHop. Meine Arbeitskollegin sagte mir, ich solle berichten wie das Publikum so sei. Vielleicht Kindergarten? Jetzt wo ich da war, kann ich sagen, nein, Kindergarten nicht. Aber Grundschule. BWLer Grundschule. Was vielleicht am HipHop lag? Whatever. Drei Stunden später sind wir jedenfalls wieder heim. Der Alkoholeinfluss hatte nachgelassen, die Füsse taten in den schicken Schuhen weh und der DJ weigerte sich erneut Vocal House zu spielen. Time to go.

Jedenfalls habe ich mich heute morgen an eine E-Mail von einem Freund erinnert. Eine E-Mail in Sachen Discotheken, Frauen und Männern. Der Mann schreibt unglaublich, ich will dass er ein Buch schreibt. Aber lest selbst:

Hi Marie,

ich könnte kotzen, Frauen drehen es sich immer so wie sie es brauchen.

Ich habe gerade mit Nadine telefoniert. Was man so erzählt. Ich habe von letzter Woche geredet. Meiner Geburtstagsfeier und letzten Donnerstag. Von der Verena aus Polen mit der ich mich verabredet hatte. Die Verena die ich im Club an meinem Geburtstag kennengelernt hatte. Die Verena, der ich dort gesagt hatte: Ich finde dich hübsch, ich habe Leidenschaft für dich, blah…

Und hier kommt Nadine mit ins Spiel und sagt ich würde ja auch immer übertreiben. Es sei meine Schuld. Die Frauen kriegen Angst. Ich würde mich benehmen wie ein Psycho. Es mächte einen Eindruck als sei ich ein „notgeiler Stelzbock“. Und hier weiß ich da gäbest du ihr Recht. Sollte ich das Geschriebene wirklich an dich abschicken? Jedenfalls sag ich : Jaah. Ist auch so. Sie sagt weiter ich würde mich verstellen und das geht so nicht. Man lernt sich in Diskos gar nicht kennen. Man tauscht nur Adressen aus.
Und wenn da einer ist und eine Frau gleich so anhimmelt und schwärmt und drängt, dann sähe man das ja an meiner Erfolglosigkeit, dass es der falsche Weg und total plem plem sei. Ich solle mich erst mal zurück nehmen und unterhalten und auf Freundschaft machen.
Nun sage ich aber zu meiner Rechtfertigung. Das der Ort Diskothek ein Ort der Extreme ist. Es geht den Leuten dort zwar sicherlich auch um Freundschaft. Aber zu allererst. Ist es ein Ort des Kampfes. Beide Geschlechter sind dort im Kampf untereinander, miteinander und gegeneinander. Den Frauen geht es oft um die meiste Aufmerksamkeit. Das ist die Tussies Spezies. Eine Unterart der Männer plustert sich auf und läuft mit den „Rasierklingen unter den Armen“ überall anstoßend durch das Gewühl. Die Männer schauen sich abschätzig an. Die Frauen eifersüchteln im Tanz. Es ist eine total überspitzte Situation. Kein Wunder, dass ich auf Signale übertrieben reagiere. Wenn eine Frau lächelt. Begeistere ich mich all zu überschwänglich. Schließlich darf man ja keine Schlägerei mit den Kerlen anfangen: Doch die Energie muss irgendwohin… Ich gebe es zu, ich muss dringend mein Bedürfnis bedienen. Und das ist hormonell bedingt. SEX SEX SEX SEX.

Frauen sind gar nicht so, sagt Nadine. Sie sind nicht für eine Nacht rumzukriegen. Und hier wird es nun wirklich interessant. Was soll das denn, frage ich mich. Sie regt sich über notgeile Typen auf. Ich sage ihr, sie ist doch früher auch mit den Typen mitgegangen oder nicht? Und hier kommt das Gespräch in ein Gebiet wo es mir wehtut. Da sagt sie: Ich hatte meinen Vater verloren und wollte vergessen, ich war ein Wrack und niemand hat es gesehen. Oder meinst du ich habe es genossen mich von den Typen halb vergewaltigen zu lassen? Meinst du ich habe dabei irgendetwas gefühlt?
Ich finde es schon fast wieder lustig. Oder muss ich jetzt heulen? Da bekomme ich Hass. Diese blöde Sau. Dreht es sich wie sie es brauch. Jeder konnte sehen, dass ich verliebt war in sie. Und sie hielt mich als Pausenklown. Und gab sich jedem dahergelaufenem Spasti hin. Während ich alles für sie tat. Sie beschwert sich über mein falsches Bild von Frauen, das erst durch sie mitgeprägt wurde. Und das mich jedes weitere Mal, dass sie mit anderen rumgefickt hat, verletzt hat, daran denkt sie gar nicht. Mein Leben damals hat mich total zerstört. Ich hatte null Selbstwertgefühl. Jahre brauchte ich um das zu verarbeiten. Heute da es sich mit in alle Bereiche meines Lebens zieht, diese Peinigungen von damals… Und sie sagt jetzt, dass es ihr dabei ach so schlecht ging! Und sie sei ein Wrack gewesen.

Du bist ja nicht dumm, Marie. Du bist eine Frau. Ihr wisset mehr über einen Mann als er selbst. Ich schreib das jetzt dir. Doch hätte ich es der Nadine gerne auch gleich gesagt. Was meinst du? Hauptsache, du weißt was ich so denke. Vielleicht hilft es ,wenn du das weißt. Letztlich muss ich es immer wieder bei Frauen wie dir versuchen. „Nur Freunde sein„ das kann man ja wenn man erstmal miteinander geschlafen hat. Andererseits weiß ich, dass es Schwachsinn ist wie ich es gerne hätte. Es ist kurzsichtig und utopisch. Wie das Takatuka Land. Wir können nichts miteinander haben. Wir sind nicht ohne Vergangenheit. Ich bin ein blöder Idiot. Zu leicht lass ich mich immer wieder um den Finger wickeln. Ich will das nicht mehr, ich will Kämpfen gegen solche Frechheiten. Das Leben ist kein Spiel. Es geht um die Zukunft. Irgendwo tief in mir ist mein Stolz. Ein kleiner Mann mit zu leiser Stimme. Ich habe seine Warnungen missachtet damals. Darf man nicht machen! Großer Fehler. Jetzt muss ich alles tun, seine Sprache wieder zu lernen. Denn er schreit teilweise und faselt unverständliches Zeug. Manchmal verstehe ich ihn auch falsch.

Eine Beziehung wäre wie Medizin für mich. Ich bin froh das ich die Arbeit habe. Und die Leute mit denen ich arbeite. Sie halten mich wirklich vom Abgrund weg.

Lieber Freund,

Diskotheken sind ein Ort der Extreme. Vollkommen richtig. Und ich weiß auch nicht, ob es der richtige Ort ist um jemanden kennen zu lernen. Letzendlich ist man nicht so, wie man dort ist. Man projiziert ein Bild von sich: Das der verruchten Frau. Das der Frau, die ihren Hüften schwingt. Das der Frau, die in die Knie geht. Das der Frau, die sich vor Musikgeilheit auf die Lippen beisst. Die vollen, feuchten Lippen. Und wie ist man daheim? Jogginghose, ungeschminkt. Griesbrei essend. Klo putzend. Verstehst du?

Ich glaube, zum jemanden mitnehmen sind Diskos sehr gut. Aber stelle sicher, dass diejenige vor dem nächsten Morgen wieder weg ist. Oder dass du verschwunden bist. Sonst würde man Dinge sehen, die man vielleicht gar nicht sehen will. So ist das, wenn man nur Sex haben möchte, und sich einbilden möchte, der andere sei perfekt. Denn eigentlich ist es so: Wir sind doch alles zugleich. Verrucht und müde, sexy und traurig, anziehend und nachdenklich, hübsch und hässlich. All das in einem Menschen. Aber das wollen die Leute, die in Diskos gehen, nicht sehen. Der Markt ist erstmal einer der Oberflächlichkeiten. Stimmen diese, kann man dann gucken, was hinter der kleinen Kellertür steckt. Ob es dort wirklich so dunkel und verstaubt ist. Ob man dort putzen muss, putzen soll, oder ob man versucht, diesen Ort zu ignorieren.

Ansonsten: Rasierklingen unter die Achseln und ab ins Getümmel. Meine Erfahrung: Man ist immer so sexy und anziehend wie man sich selbst gerade fühlt. Und frag mich nicht zu Beziehungen: Ich weiß nicht, wie diese funktionieren. Und wie man da jemanden geeigneten trifft: Nur durch Glück. Aber glaube auch nicht, dass dich eine Beziehung heilen kann. Verabreiche dir die Medizin erstmal selbst. Unser Selbstbewusstsein in einer Beziehung zu heilen, das ist langfristig ungesund. Es muss nämlich auch ohne Beziehung stimmen. Das ist das was ich gelernt habe.

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When I get into a song

20. September 2007

I listen to it in an infinite loop (right now happening with MBWTEYP´s “Wonderland”). And eventually I spit out the remaining stone. Does this sound familiar to you?

One of my all time favourite activities is to sit in a nice fast train and listen to music via headphones. (Everything else is a bad alternative, well if you have to: lock yourself up in your room and turn up the volume of your stereo/ibook/whatever and look outside the window). I prefer to look at the landscape while sitting in a train. And beautiful green Germany passing by. And I daydream. And the music I´m listening to turns into the soundtrack of my imagined life.

But people outside, I mean outside the music, can they understand? Can they really understand our feelings, the feelings of the headphone-wearers? You can see them everywhere, those people with the headphones. Never ever judge about them unless you know what thery´re listening to. It means everything.

And, headphone-wearers, don´t forget that those people outside – those without our perfect drug – are cold-hearted, they don´t feel what we are feeling. So don´t start dancing, tapping your feet, shaking your head, making faces, smiling a silly but happy smile. They just don´t know… It´s useless. Keep it to yourselves. Enjoy the drug.

Unless, you´re locked up in your room, of course. ;-)

Something else: Electronic music. Some people know that dancing to good electronic music is one of the few out of body experiences I utterly trust. And I want to recommend this to you, I´ve always done so. Try it! Go somewhere they play this music, drink something, step onto the dancefloor and give away to the music.

Maybe you´ll understand.

Good night, sleep tight.

Marie-Jacqueline

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Abtanzen im Wonderland

19. September 2007

Mittlerweile habe ich mich mal ein bisschen in die Band eingehört, deren Sticker ich vor wenigen Wochen auf der Reeperbahn von einem Fremden mit tiefer Stimme in die Hand gedrückt bekam. My baby wants to eat your pussy. Zumindest in die drei Songs, die gerade auf deren myspace hörbar sind.

“Wonderland RMX”- wie geil ist das denn?! Ich würde am liebsten aus dem Bett springen und tanzen. Und die kommen wohl noch aus der Gegend. Ajo! Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Und downloadbar ist. :-) Da schlägt das Herz der Musikfreundin höher.

Und weil´s so schön zu der Stimmung im Lied passt, anbei ein sehr cooles Flickr Foto, das die Mieze von Mia. zeigt. Auch schon lang nicht mehr live gesehen…

mieze.jpg

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