Archiv für die Kategorie ‘TippsFürsLeben’

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Choosing my religion

11. September 2008

Letztendlich sagen die meisten Religionen etwas ähnliches. Lebe! Sei umsichtig mit dir selbst und anderen! Also warum dann eine konkrete Religion? Kann man nicht eher nach einer allgemeinen Moral und Ethik leben? Eine, die auf Weisheit, Erfahrung und Verstand beruht? Das heißt für mich: Ich kann meditieren gehen, ich kann Yoga machen, ich kann an Weihnachten in die Kirche gehen. Nichts ist falsch, alles ist richtig, solange es mir hilft, zur Ruhe zu kommen, mich selbst zu erkennen, meine Umwelt genauer wahrzunehmen und zu respektieren. Das Leben täglich in Frage stellen. Dankbar sein. All das.

Folgende Texte gefallen mir jedenfalls und bringen dies ganz gut zum Ausdruck:

Jack Kornfield (Meditation für Anfänger): “Zweck dieses Unterfangens ist es keineswegs, dass du Buddhist wirst oder fernöstliche Zeremonien bzw. rituelle Verbeugungen erlernst. Vielmehr geht es darum zu lernen, wie man meditiert und davon im täglichen Leben profitiert. Wenn wir uns Zeit nehmen, zur Ruhe zu kommen, dann spüren wir - und jeder Mensch ist dazu in der Lage -, dass wir unser Leben mitfühlender und wachsamer leben können. Zu meditieren bedeutet, dass wir diese innere Fähigkeit fördern und sie in unserem Leben zum Ausdruck bringen.”

“Mit dem Meditieren beginnen bedeutet, dass wir unser Leben mit Anteilnahme und Liebenswürdigkeit betrachten und herausfinden, wie man wachsam und frei sein kann. Wir haben so viele Vorstellungen und Überzeugungen in Bezug auf uns selbst. Wir erzählen uns Geschichten über das, was wir wollen oder wer wir sind, sei es klug oder sanft. Oft sind das nicht hinterfragte und begrenzte Vorstellungen anderer Menschen, die wir verinnerlicht haben und dann in unserem Leben zum Ausdruck bringen. Meditieren heißt, neue Möglichkeiten entdecken und eine Fähigkeit entwickeln, die jeder von uns besitzt: nämlich ein weiseres, liebevolleres, mitfühlenderes und erfüllteres Leben zu führen.”

“Buddha sagt: “Ich bin erwacht.” Was ist das zu dem wir erwachen sollen? “Dharma”. Es ist ein Wort aus dem Sanskrit und Pali, das sich auf die universellen Wahrheiten bezieht: die Gesetze des Universums und die Lehren, die es beschreiben. In diesem Sinne ist Dharma etwas, das sich augenblicklich enthüllen kann. Es ist die Weisheit, die immer gegenwärtig ist und nur darauf wartet, entdeckt zu werden. Das Dharma der Weisheit, zu dem wir erwachen können, ist die Wahrheit, die genau dort ist, wo wir sind - wenn wir uns von unseren Fantasien und Erinnerungen lösen und uns auf die Wirklichkeit der Gegenwart einlassen. Wenn wir das tun und ganz aufmerksam sind, dann beginnen wir, die Merkmale des Dharma in eben dem Leben zu erkennen, das wir gerade leben. Zu den ersten Merkmalen des Dharma, die sich während der Meditation enthüllen, gehören Unbeständigkeit und Unsicherheit. “So sollst du denken über diese flüchtige Welt”, heißt es in einem buddhistischen Sutra. “Ein Stern in der Dämmerung, eine Luftblase in einem Fluss, ein Lichtblitz in einer Sommerwolke, ein Echo, ein Regenbogen, ein Trugbild und ein Traum.” Je ruhiger du sitzt, je genauer du beobachtest, desto deutlicher wird dir, dass sich alles, was du siehst, in einem Zustand der Veränderung befindet. Gewöhnlich erscheint uns alles, was wir erleben, beständig - auch unsere Persönlichkeit, unsere Umwelt, unsere Gefühle und die Gedanken in unserem Kopf. Es ist so, wie wenn wir uns einen Film anschauen und derartig von der Handlung gefangen sind, dass sie uns wirklich erscheint, obwohl es sich doch nur um flackernde Lichtbilder auf der Leinwand handelt. Wenn du dich aber sorgfältig konzentrierst auf das, was du siehst, dann ist es möglich zu erkennen, dass der Film in Wirklichkeit aus einer Folge von Standbildern besteht, die eines nach dem anderen ablaufen. Eines erscheint, dann kommt eine kurze Unterbrechung, und dann taucht das nächste auf. Genau das geschieht in unserem Leben. Denn es ist so: Nichts im Leben bleibt für eine sehr lange Zeit beständig oder unverändert. Du brauchst kein Meister im Meditieren zu sein, um zu erkennen, dass alles stets im Wandel begriffen ist. Konntest du jemals einen bestimmten Geisteszustand über einen sehr langen Zeitraum aufrechterhalten? Gibt es irgendetwas in deinem Leben, das ganz und gar gleich bleibt? Dies bringt uns zu dem zweiten Gesetz des Dharma. Wenn wir wollen, dass Dinge, die sich ständig ändern, unverändert bleiben, und uns daran festklammern, werden wir eine Enttäuschung erleben und leiden. Nicht, dass wir leiden müssen, und es dient auch nicht dazu, uns zu bestrafen. Es ist einfach der Lauf der Welt und es ist so elementar wie die Schwerkraft. Wenn wir krampfhaft darauf bestehen, dass etwas so bleibt, wie es ist, dann wird es sich trotzdem verändern. Wenn wir versuchen, daran festzuhalten, dann wir uns das nur Leid und Enttäuschung einbringen, denn das Leben ist ein Fluss und alles ändert sich. Wenn wir beginnen, die Gesetze des Lebens anzuerkennen - dass die Dinge unbeständig sind und dass Anhaftung Leid verursacht -, dann können wir auch fühlen, dass es einen anderen Weg geben muss. Und es gibt ihn. Man könnte diesen Weg als “Unsicherheitsweisheit” bezeichnen. Das ist die Fähigkeit, mit den Veränderungen zu fließen, zu erkennen, dass sich alles in einem Wandlungsprozess befindet, und sich entspannt in die Ungewissheit zu fügen. Die Meditation lehrt uns, wie wir loslassen und inmitten des Wandels in unserer Mitte bleiben können. Wenn wir erst einmal eingesehen haben, dass alles unbeständig ist und wir es nicht festhalten können und dass wir eine gewaltige Menge Leid auf uns ziehen, wenn wir daran haften, dass die Dinge gleich bleiben, dann erkennen wir auch, dass die klügere Art zu leben darin besteht, sich zu entspannen und loszulassen. Wir erkennen, dass Gewinn und Verlust, Lob und Tadel, Lust und Pein zum Tanz des Lebens dazugehören, der uns, die wir in einen menschlichen Körper hineingeboren wurden, auferlegt ist. Loslassen bedeutet nicht, den Dingen gleichgültig gegenüberzustehen. Es bedeutet vielmehr, dass wir uns in kluger und den Umständen angepasster Weise um die Dinge kümmern. In der Meditation schenken wir unserem Körper eine sorgsame und respektvolle Beachtung. Wir meditieren also, um zur Erkenntnis der Lebensgesetze zu erwachen. Wir erwachen, indem wir die Aufmerksamkeit von der Vielzahl unserer Gedanken und Ideen abziehen und sie auf unseren Körper und unsere Empfindungen lenken. Wir beginnen zu verstehen, wie unser Körper und unser Geist funktionieren, und so können wir eine weisere Beziehung zu ihnen aufnehmen. Der Kern dieses inneren Übungsweges ist das aufmerksame Lauschen und Achten auf unser Umfeld, auf unseren Körper, auf unseren Geist, auf unser Herz und auf die Welt um uns herum. Das ist es, was als Achtsamkeit bezeichnet wird - eine sorgsame und respektvolle Aufmerksamkeit. In der Meditation entdecken wir eine natürliche, offenherzige und nicht bewertende Bewusstheit für unseren Körper und unsere Gefühle. Schritt für Schritt können wir diese gütige und offene Bewusstheit dazu bringen, alles wahrzunehmen, was unseren Geist ausmacht. Wir lernen, das Gesetz der Unbeständigkeit zu verstehen und ihm zu vertrauen - das heißt, dass wir damit anfangen, die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist.”

Alan Watts: “Lebenskunst … ist weder ein sorgloses Dahintreiben noch ein angstvolles Festklammern an der Vergangenheit… Sie besteht darin, in jedem Augenblick ganz einfühlsam zu sein, ihn als völlig neu und einzigartig anzusehen und das Bewusstsein offen und ganz und gar empfänglich zu halten.

Richard Rohr: “Das Leben in dieser Konsumwelt, in einem physischen Körper und mit so vielen Wahlmöglichkeiten infiziert uns mit einer Krankheit namens Überfluss - eine wirklich gefährliche Krankheit, die unseren Blick trübt und es noch schwerer macht, ins Zentrum vorzudringen. Die meisten Menschen kennen kein anderes Selbst als ihr in sich abgekapseltes Ego, dem sie auf dem Leim gehen. Den allermeisten Menschen muss jedenfalls erst das Sehen beigebracht werden. Wirklich sehen zu können, das ist das Herzstück einer gegenwärtigen Spiritualität.”

“Wie können wir etwas finden, das doch schon da ist? Warum sticht es nicht ins Auge? Weshalb müssen wir erst unser wahres und tiefes Selbst erwecken? Und wie macht man das? Durch Gebet und Meditation? Durch mehr Schweigen, mehr Rückzug? Ja, all das kann helfen, aber das wichtigste ist, dass wir voll und ganz in unserer Wirklichkeit leben und sie annehmen. Das klingt so simpel und harmlos, dass wir meistens alle möglichen religiösen Leimruten fabrizieren, um bloß nicht unser eigenes so gar nicht heroisches, sondern prosaisches und alltägliches Kreuz auf uns nehmen zu müssen.”

Jostein Gaarder: Mir fehlt ab und zu eine Erinnerung daran, daß es mich gibt. Denn ich bin nur dieses eine Mal hier und werde danach nie wieder zurückkehren. Auch das ist leicht zu vergessen. Ich weiß es ja, ich weiß es natürlich die ganze Zeit, wenn ich mir das nur kurz überlege. Aber niemand fordert mich dazu auf. Hier herrscht keine öffentliche Vertraulichkeit. Wenn ich in der Flut der Informationen vergesse, daß ich lebe, dann ist das mein Problem. Ich könnte mir in allen großen Zeitungen des Landes folgende Mitteilung vorstellen: Wichtige Mitteilung an alle Bürgerinnen und Bürger: Die Welt ist hier und jetzt!

Pantha rhei, sagt Heraklit. Auch er sagt es also.

Durch Konzentration, das ewig Unbeständige der Welt erkennen und diese Wahrheit zu akzeptieren. Die Gegenwart zu leben, nur sie zählt.

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Fahrrad fahren macht jung

28. Juli 2008

Liebe Leute,

kommt es vor, dass ihr deprimiert seid oder schlecht drauf? Eventuell sogar der Meinung, der beste Teil eures Lebens läge hinter euch? Dann schnappt euch ein Fahrrad, fahrt durch die Straßen eurer Stadt und lasst euch den Fahrtwind ins Gesicht und durch die offene Strickjacke wehen. Fahrrad fahren ist wie Weinen. Es löst keine Probleme, aber es beruhigt innerlich und lässt Zuversicht aufkommen.

Und wenn man beim Fahrrad fahren Gedanken hat, wie die im Folgenden etwas genauer aufgeführten, dann hat es sich nicht nur für die Umwelt gelohnt, sondern auch für einen selbst. Ich bin also für mehr Fahrrad fahren!

Gedanke Nr. 1: 25-30 zu sein, ist das Beste, was mir bisher passiert ist. Es ließ sich zwar dramatisch an, aber der tiefe Start ermöglicht einen raschen Aufstieg. Bla blubb, die Jacqueline dreht mal wieder auf und ab. Was ich eigentlich sagen will: Die Vorteile liegen auf der Hand. Man ist jung, aber nicht mehr zu jung. Man verdient sein erstes Geld und ist wahrhaft unabhängig. Man kennt sich einigermaßen, mittlerweile, und weiß einigermaßen was man will. Und trotzdem bleibt es spannend. Man blickt auf gute und schlechte Dinge zurück und betrachtet beide trotzdem neutral. Man ist erwachsen und jung zugleich.

Gedanke Nr. 2: Heiraten kann man später noch. Glorreiche Erkenntnis?! Mal ganz im Ernst: Wer der Meinung ist, die oder denjenigen gefunden zu haben, der oder die ES ist, sollte zuschlagen. Ganz klar. Aber alle anderen… Lasst euch Zeit, Menschenskinder! Man kann auch verbindlich sein, man kann auch lieben OHNE. MIT ist auch keine Garantie. Für nichts. Genausowenig wie OHNE nicht bedeutet, keine Garantie zu haben. Was wirklich zählt, Freunde, ist das innere Gefühle. Die innere Zugehörigkeit. Dann ist Heiraten eigentlich nur noch eine Geste. Eine nette Geste.

Gedanke Nr. 3: Der Mensch ist ein Sicherheitstier. Aber Sicherheit besteht niemals. Sich an Dingen fest zu halten, bewirkt immer Leid. Sagt Buddha. Heißt nicht, sich niemals zu binden, oder sich keine Sorgen machen zu dürfen. Sondern heißt: Bewusst zu leben. Die kleinen Dinge schätzen und nicht auf die großen Dinge hoffen. Je freier man von konkreten Vorstellungen ist, desto besser lebt man. Konkrete Vorstellungen führen zu konkreten Enttäuschungen. Man sollte weniger Vorstellungen haben und sich mehr überraschen lassen. Vom Leben. Vom lieben Gott. Oder wie ihr das halt nennt.

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Die Himbeerparty

1. Juni 2008

in der Alten Feuerwache ist empfehlenswert.

1. wird dort gut gefeiert.
2. schadet es keinem, sich mal anders zu fühlen.
3. ist es eine lehrsame Erfahrung, vom anderen Geschlecht komplett ignoriert zu werden.

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Schlafstörungen und Schwächen

17. April 2008

MJF zieht heute einmal wieder ihr psychologisches Mäntelchen über und sinniert über Schlafstörungen.

Interessanterweise kenne ich bisher nur Männer (alle zwischen 25-35), die darunter leiden. Und ich habe mir überlegt, dass dies vielleicht daher kommt, dass Männer in unserer Gesellschaft grundsätzlich noch weniger Schwächen zeigen dürfen als Frauen. Da baut sich also ein gewisser Druck auf, der daher kommt, dass man gut sein möchte, seine Ziele erreichen, Anerkennung ernten möchte, sich selbst verwirklichen will. Dazu kommt, dass jeder gescheite Mensch sich ab und zu in Frage stellt, Zweifel hat. Und dieser Druck, denke ich, ist die Mutter der Schlafstörung. Vielleicht können Männer diesen Druck weniger abbauen, weil sie es nicht zugeben wollen, dass er da ist. Weil es “unmännlich” ist, etwas nicht im Griff zu haben oder etwas nicht standhalten zu können. Dies widerum bringt mich zu der Frage: Warum ist das eigentlich so?

Alle Menschen haben Schwächen. Schwäche an sich, ist schon ein falscher Begriff, finde ich. Sagen wir also eher “Eigenschaften, die negativ belegt sind”. Aber, kein Mensch redet darüber. Es ist ja eine Schwäche! Die will ich nicht preisgeben! Und so kommt es, dass Schwächen, außer im Vorstellungsgespräch, nicht gefragt sind und zumeist nur unzureichend thematisiert werden.

Aber warum? Weil sich im Kapitalismus nur das oberflächlich einwandfreie Gemüse gut verkauft und die schrumpeligen Zucchinis liegen bleiben? Was aber, wenn die pralle, tiefrote Paprika toll aussieht, aber nach nix schmeckt. Die kleine runzelige Paprika aber super lecker ist. Liebe Leute: Um hier mal kurz und prägnant darzustellen was ich meine, greife ich in die “Bilder mit Worten”-Kiste:

Ich will mehr Bio-Gemüse unter den Menschen! Mehr Menschen mit Schwächen, die keine Angst haben, diese zu zeigen. Die ihre Schwächen akzeptieren und vielleicht sogar zu ihnen sagen: “Hey, alte Freundin, da bist du ja wieder. Komm, lass uns zusammen ein Bier trinken gehen.” Und weniger Douglas-verblödete Menschen, die nur BWL in ihren Venen fließen haben. Die vor lauter Perfüm und Makeup gar nicht mehr lecker sind, von innen. Deren einzige Schwäche ist, dass sie “ihre eigene Ordnung haben” oder “sehr ehrgeizig” sind. Lecker sind die, die sich ihrer Schwächen bewusst sind, zu ihnen stehen und dabei sagen können: “Ok, ich habe da eine Delle (sei es körperlich oder psychisch), aber ich bin trotzdem cool!” Und dies gilt insbesondere für Männer. Männer dieser Welt: Zeigt uns eure Schwächen. Das macht euch interessanter und liebenswerter als ein Waschbrettbauch vorweisen zu können. Wobei, der wäre natürlich auch nett. ;-)

Um gleich Gerüchten vorzubeugen: Ich habe keine Schlafstörungen. Deshalb gehe ich jetzt auch ins Bett. Gute Nacht, eure Jacqueline.

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Sie zitiert

15. Februar 2008

aus den Büchern, die sie in der letzten Zeit gelesen hat:

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“Wir stellen zugleich unser aufgetakeltes Äußeres und unser niedergeschlagenes Inneres zur Schau.” Ice Cream in La la la

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“Ich hätte sie so richtig durchschütteln und dabei anschreien sollen, wie dumm, wie arg dumm sie sei: warum denn sterben wollen, du hast doch dein ganzes Leben noch vor dir! Wir haben ja alle ein Leben, von dem niemand weiß, wie es sein wird, doch je mehr noch vor uns liegt, desto größer ist auch die Hoffnung. Das Leben ändert sich bei jeder Gelegenheit im Jahr, und vielleicht ist´s ein Milch-und-Honig-Jahr, aber es geht zu Ende, und das neue ist wieder anders; ich weiß das von klein auf: nach dem Kummer die Freude.” Mercè Rodoreda, Weil Krieg ist

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“In dieser grellen, von lärmender Musik beherrschten Sorglosigkeit wird es dir leicht fallen zu tanzen. Dein Körper wird sich von den Fesseln des Willens lösen, und in dieser Welle rastlos zuckender Arme, Beine und Füße wirst du dich amphibisch frei fühlen.” Joseba Sarrionandia, Der gefrorene Mann

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“Von zwei Psychopathen vergewaltigt zu werden, ist normal, aber dass sie mich danach im Casa de Campo liegen lassen, spät in der Nacht, wo ICH doch so zugerichtet war wie in einem mexikanischen Vampirfilm, das halte ICH nicht aus. ICH sage ihnen noch, wenn sie mich schon vergewaltigt hätten, dann könnten sie mich wenigstens nach Hause bringen, weil ICH ein Bad brauchte und es in der Gegend keine Taxis gab. Sie sagten, sie trauten sich nicht, mir ins Gesicht zu sehen, sie würden lieber alles vergessen, und ICH solle auch lieber alles vergessen. Das ärgert mich wirklich, ICH begriff, dass es Situationen gibt, da kann eine Frau einfach nicht anders, da muss sie zur Feministin werden. Das war so eine. “

Pedro Almodóvar, Patty Diphusa

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Aus Sten Nadolnys Netzkarte gibt es auch so einiges:

“Die Wahrheit ist, daß ich gern im Zug sitze und aus dem Fenster sehe, meine Phantasie in Gang kommen lasse und allerlei Pläne mache. Das einzige, was mich bisher daran gestört hat, war die Zumutung, irgendwo aussteigen zu müssen, weil die Fahrt zu Ende war. Aus diesem Grunde kaufte ich mir die Netzkarte.”

“In einem Bus ist es nahezu unmöglich, im Stehen jemanden zärtlich zu berühren und sich gleichzeitg bei jähen Bodenwellen und Straßenecken, die man nicht kennt, festzuhalten. Es endet oft damit, daß man sich gerade an der Person festhält, zu der man zärtlich sein wollte, sie gar umreißt und durcheinanderbringt, unverhofft schwängert und ähnliches. Da ich all das vielfach erfahren habe, unterließ ich jeden Versuch, der zu einem bösen Ende hätte führen können, und die Busfahrt verlief ereignislos.”

“Es ist seltsam, jemanden zu betrachten, der aus einem fahrenden Zug in den Wald schaut. Das Auge nimmt nicht einfach alles auf, was vorüberfegt, sondern muß von Einzelheit zu Einzelheit springen. Die Augen meines Gegenübers sind nach draußen gerichtet und flackern unablässig. Das gibt seinem Blick etwas Aufgescheuchtes, Dramatisches. So ähnlich guckt eine Katze durchs Gartentor, wenn hintereinander fünf Feuerwehrwagen vorbeifahren.”

“Eine Straße mit Birken nähert sich erst zaghaft, dann immer schneller, stürzt auf den Bahndamm zu, entledigt sich hastig der Birken und verschwindet unter mir in einer Unterführung.”

“<<Frankfurt.>> Aus meinem Zug steigen nur Männer aus, auch zwei von meinen vier Abteilgenossen. Was Frauen anbelangt, ist dieser Zug eine Pleite. Wieso gibt es keine Gschäftsfrauen, die in wichtiger Mission von ihren Firmen per Erster Klasse durch die Bundesrepublik geschickt werden? Ich gehe in den Speisewagen. Die Serviererin vergißt mein Frühstücksei. Ich brauche nur Sekunden, um zu wissen, wie sie es wieder gutmachen könnte. Aber sie bringt dann doch lieber das Ei.”

“<<Sulz am Neckar.>> Zwei Mädchen steigen ein, mit roten Bäckchen, frisch miteinander schwäbelnd, mit neugierigen, freundlichen Augen. Mein innerer Raubvogel wird wach. Die Schwaben sind seelisch alle irgendwie übermäßig gesund.”

“Auf dem ganzen Heimweg sprachen wir über Frauen, die er mochte - dazu zählte er vor allem seine Ehefrau -, und über Frauen, die ich mochte. <<Frauen>>, sagte er, das Gartentor in der Hand, <<sind keine besseren Menschen. Aber sie sind mir die lieberen.>> Ich stimmte zu, und für halb zwei Uhr nachts war das zwischen zwei Männern, die sich vorher nie gesehen, dafür aber heute dem Wein gut zugesprochen hatten, ein beachtliches Fazit.”

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“Da taucht das einzig wirklich wichtige Problem auf: Was soll ich anziehen?

Stil zukünftige Autorin und ohne jede Eleganz, denn das wahre Leben spielt anderswo. Lieben Sie mich nicht wegen meiner vollen Brüste, lieben Sie mich wegen meines geistigen Gehalts.

Stil zukünftige Legehenne für Bestseller, mit Dauerwelle, denn das wahre Leben ist hier. Lieben Sie mich nicht wegen meines Talents, lieben Sie mich wegen meiner Nähe zum Volk.

Stil Aufreißerin für elegante Männer an der Rive gauche, zum sofortigen Verzehr, denn das wahre Leben spielt sich auf Ihrem Schreibtisch ab. Lieben Sie mich nicht wegen meines Manuskripts, lieben Sie mich wegen meines gehaltvollen Innenlebens.”

Anna Gavalda, Ich wünsche mir, dass irgendwo jemand auf mich wartet

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Mein Leben

17. Januar 2008

Heute Abend habe ich die Fotokiste aufgemacht und mein Leben angeguckt. Mit fast 26, ist man da eigentlich noch jung oder schon nicht mehr? Wenn ich mir so angucke, was ich schon alles erlebt habe, mit wem und wo ich schon überall war, dann denke ich: Herrje, Jacqueline, dein Leben war schon so voll von schönen Momenten. Eigentlich könnte es morgen vorbei sein und es wäre nicht schlecht gewesen.

Und trotzdem: Sie ist erst 26! Stellt euch erst einmal vor, was da noch so kommen mag. Kaum vorstellbar, wieviel Zeit es noch zu verbraten gibt. Auf der anderen Seite, wie schnell die Zeit vergeht. Schnipp, und noch ein Jahr. Seit sie arbeitet erst recht.

Auch schlechte Jahre gehen vorbei. Schlechte Jahre sind ja - bei Licht betrachtet - die Besten. So dass ich mich jetzt also nicht wirklich ernsthaft hinstellen kann und sagen kann, das war das Schlechteste. Auch wenn ich an meine Grenzen geführt wurde. Guck mal, nur bis dahin warst du bisher, aber es geht noch weiter! Wenn ich es recht bedenke, ist es gut mal ab und zu im Leben die Grenzen zu sehen. Auf die eine oder andere Weise bekommt man sie gezeigt. Und diese Erfahrungen sind vielleicht der Mörtel zwischen den Backsteinen der Persönlichkeit.

Wenn ich nach hinten gucke, bin ich voller Erinnerung. Meistens voller guter Erinnerung. Es ist erstaunlich, dass man sich eher an das Gute, als an das Schlechte erinnert. Aber ich werde auch schwermütig, wenn ich zurück blicke. Darmstadt, Berlin. All das war so gut zu seiner Zeit. Und es ist schade, dass mir erst jetzt bewusst wird, wie gut es doch war. Es war wirklich sehr schön.

Doch es ist vorbei. Und man soll ja, sagen die Buddhisten, nicht an der Vergangenheit festhalten, nicht in die Zukunft blicken. Sondern im Hier und Jetzt leben. Und das will ich mir wirklich vornehmen. Aufhören, die Vergangenheit zu vermissen und wehmütig an die Schulzeit, Südengland, die Studienzeit, die Mathildenhöhe, das Johannes- und Martinsviertel, an Kreuzberg und Friedrichshain zu denken. Und an die Leute von damals und daran, wie sie damals waren. Aber ich will auch aufhören, in die Zukunft zu leben. Ständig zu denken, da kommt noch was. Auf etwas hin zu leben. Als wäre das, was man hat, tut und erlebt, nicht auch schon ok. Als wäre die Gegenwart nur ertragbar, wenn man sich auf eine bessere Zukunft freut.

Ich nehme mir also heute Abend vor:

* die Vergangenheit nicht zu vermissen, sondern sie ganz frei zu betrachten, und wenn überhaupt dann schlichtweg dankbar für diese wertvollen Zeit sein, die ein Teil von mir ist und bleiben wird. Was war, das war.

* die Zukunft nicht zu erwarten, sondern sie einfach auf mich zukommen zu lassen. Es wird sicherlich was zu lachen und zu weinen geben. Ohne, dass ich daran etwas ändern könnte. Was noch nicht da ist, kann man nicht ändern. Was sein wird, wird sein.

* die Gegenwart zu lieben und mir auch in schwierigen Momenten klar zu machen, dass dies vorüber geht und gute Momente in vollen Zügen genießen, weil auch diese vorüber gehen. Was ist, das ist. Und nur das zählt wirklich. Jetzt in diesem Moment ist das Hier und Jetzt das Wichtigste. Und letztendlich, wenn man es aufmerksam betrachtet, war jeder Zeitpunkt der Vergangenheit einmal Gegenwart. Und wird jeder Zeitpunkt meiner Zukunft einmal Gegenwart sein.

Los- und Kommen lassen und dabei leben. Das ist Devise. Meint eure Jacqueline.

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Schlaflos

2. Januar 2008

So ist das wohl, wenn man zu viel weg geht und seinen geregelten Schlafrhythmus aufgibt: In der Nacht vor dem Tag vor dem man wieder arbeiten muss, kann man nicht schlafen. Und nach Silvester erst recht.

Eigentlich blöd, aber Schlaflosigkeit ist - wenn ich darüber nachdenke - der beste Zustand was Kreativität angeht. Zumindest meine. Was habe ich immer an Ideen, wenn ich schlaflos im Bett liege oder kurz davor bin einzuschlafen. Und immer denke ich, morgen werde ich mich auch noch daran erinnern. Sie sind nicht so genial, als dass ich mir die Mühe machen müsste und aufstehen um sie aufzuschreiben. Und am nächsten Tag ist natürlich alles weg. Nie da gewesen, quasi.

Aber heute nicht! Ich schreibe. Genialität dürft ihr jetzt nicht erwarten. Eher eine Zusammenfassung von dem, was mir in den letzten 10 Tagen so durch den Kopf gegangen ist.

  • Frankfurt ist ein Dorf mit Hochhäusern. Und Clubs, deren Ruf besser ist als die Realität. Zum Beispiel das KMM auf der Hanauer Landstraße. Hedkandi Party. So um diese Jahreszeit, lasst es sechs Jahre her sein, bin ich da nicht reingekommen. Sprich also mit 19, fast schon 20. Die Begründung: Meine Begleitung und ich seien zu jung. Alla hopp, wie der Mannheimer jetzt sagen würde, komme ich also sechs Jahre später noch einmal vorbei. Gehe da rein und stelle fest, dass sich die Türpolitik in dieser Zeit wohl geändert haben muss. Um mich herum: Alte Säcke mit aufgestelltem Kragen (Graf Zahl lässt grüßen), soweit so gut. Das hatte ich erwartet. Aber dann: Lauter Kinder, lauter Kinder. Aufgetakelte Mädels, milchbubigesichtige Jungs. Da hilft nur viel Alkohol. Dümmste Anmache: “Ist das dein Getränk?”
  • Zum Kontrast Mannheimer Uni-Parties: Ebenfalls ein guter Ruf. Ebenfalls ein Reinfall mangels Organisation. Ewigkeiten um die Jacken abzugeben. Ewigkeiten auf dem Männerklo (auf das Frauenklo wartend, wären wir vermutlich zwischenzeitlich gestorben). Und eine Premiere: Zu zweit auf Klo mit der Freundin meines besten Freundes. Auf der Tanzfläche: Kein Platz, weil knutschende Instantpärchen den Raum einnehmen. Wo soll das nur hinführen? Katakomben, Schneckenhof, ade. Name ist Schall und Rauch. Red Bull ist Luftverpestung.
  • Ich habe ein Gespenst aus Blei gegossen. Leider war auf der Verpackung für diesen Fall keine Interpretation abgedruckt. Ich starte also in dieses Jahr, unwissend was ein Gespenst (man könnte es auch weniger wohlwollend “Dementor” nennen) für mich bedeutet. Und weitere Silvestererkenntnisse: Böller sollte man weg schmeissen nachdem man sie angezündet hat. Schien mir, im angeheiterten Zustand, nicht so dringlich. Aua. Aber keine bleibenden Schäden. Und meine erste Missetat, kaum war das Jahr wenige Minuten alt: Sekt auf Leute kippen, die auf einem Schiff unter einem durch fahren und lustig winken.
  • Gruselige, sehr urbane, graue Brücken und Zubringer zu Brücken die sich übereinander kreuzen und kreuzen. Ich wohne in einer entzückenden Stadt.
  • Es gibt tatsächlich Weihnachtsfeiern wie aus dem Bilderbuch. Betrunkene Kollegen, Abteilungsleiter, die “Summer of 69″ grölen, schwule Kollegen, die unsere Jungtiere süß finden. Jungtiere, die aus irgendwelchen Kühlschränken noch süßen Weißwein hervorzaubern. Und tiefgreifende Erkenntnisse. Z. B. wer alles am Tag an meinem Büro vorbeiläuft, um angeblich einen Blick auf mich und von mir zu erhaschen. Ich weiß nicht, soll ich das wirklich glauben?
  • Die zweite Person aus meiner Jahrgangsstufe ist von uns gegangen. Das Leben ist wirklich unberechenbar. Leider leben wir oft so, als wäre es das nicht. Wir genießen zu wenig, sind zu wenig dankbar. Denken zu wenig darüber nach, was wirklich wichtig ist. Man darf die Toten nicht vergessen. Ich denke an euch.
  • Was ich mir für 2008 vorgenommen habe: Ich möchte, maskiert in Wollmütze und mit einem dicken Edding bewaffnet, die Haltestelle “Dom/Römer” in “Rom/Döner” umbenennen. Wer hat sowas schon mal gemacht und kann mir sagen, wann die beste Uhrzeit ist und ob man dabei gefilmt wird?
  • Ich liebe meine Heimat. Die Eckpunkte sind: Mannheim, Heidelberg, die Bergstraße, Darmstadt, Frankfurt. Also quasi das Main-Rhein-Neckar äh Dreieck? Habt ihr auch Heimatgefühle?
  • Männer sind benachteiligte Kreaturen. Ist so. Habe ich ausführlichst mit ihnen diskutiert und geben sie auch selber zu. Now that you know it: Treat them kindly.
  • Für weniger Bekanntschaften und mehr echte Freunde!
  • 10 Tage ohne Internet sind sehr, sehr, sehr erholsam. Ersatzdroge: Kamin.
  • Es geht nichts über ein angewärmtes Schlaf-t-shirt. Danke! ;-)
  • Bibliothekarischer Zeigefinger: Service geht vor Bestand. Das ist meine Devise. Was bringt einem der beste Bestand, wenn die Angestellten unfreundlich sind und man ihn nicht nutzen kann, weil einem nicht geholfen wird?
  • Ok, ich gehe schlafen. Eine der Erfindungen, die die Welt noch braucht: Maschinen, welche die Gedanken beim Einschlafen mitprotokollieren. Ersatzweise, Menschen, die neben einem liegen, in die Augen gucken und all das ohne Worte erkennen.
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Das Unheil hat sich angeBAHNt

19. November 2007

Frauen und Männer dieser Welt, heute muss ich jammern.

Meine BahnCard 100 läuft aus. Falls ihr zu viel Geld habt (wir reden hier von mittlerweile 3.500 € pro Jahr) und so gerne Bahn fahrt wie ich, möchte ich euch jedenfalls raten: Probiert es aus. Auch wenn es nur für ein Jahr ist. Es gibt nichts Besseres. Man kann nach Lust und Laune in jeden Zug der DB einsteigen. Man kann in sämtlichen Städten den Nahverkehr mitnutzen. Man kann in den Lounges der DB kostenlos Getränke und Zeitungen bekommen. Und die meisten Schaffnerinnen und Schaffner haben ein besonders nettes Lächeln auf den Lippen. Werde ich jemals wieder in den Besitz dieser kleinen schwarzen Karte kommen? Vorerst nicht, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf. Sollte ich irgendwann einmal mehr Geld verdienen als eine Friseuse, wird es das erste sein, was ich tue. (www = Weiteres wertvolles Wissen.)

Mein Exfreund hat sich gestern Abend in Anne Will verliebt. Ich habe das ja schon lange geahnt, dass er Frau Will². Also Anne Will. Er will Anne. Aber frau will nichts von ihm. Permanent flirtet sie mit ihm, schenkt ihm ihr schönes Lächeln (fast so wie mir bisher die Schaffnerinnen und Schaffner), aber umsonst. Mehr passiert einfach nicht. Also hier mein Appell: Liebe Anne, willst du es nicht mal mit ihm probieren? Er schmutzt nur wenig und riecht auch sehr gut. Gib ihm eine Chance. ;-)

Übrigens: Absolut sehenswerte Sendung gestern Abend. Großartige, weise Worte, geäußert von Idioten. Beispielsweise:

  • “Jetzt hab ich ja nur noch Freunde hier.”
  • Ich rede nicht mit Ihnen, ich rede mit mir selbst.
  • “Vernunft ist nicht gut.”

Letzteres wusste bereits Tocotronic zu berichten. Und die CD ist deutlich günstiger als ein schweizer Supercoach. Mein Appell an alle Managerinnen und Manager dieser Welt: Hört mehr Musik und spart euch den Coach. Und das damit eingesparte Geld, gebt weiter an eure Lokführer oder an die Bibliothekare dieser Welt. Die wollen sich damit nämlich eine BahnCard 100 kaufen. Ansonsten werde ich auch bald streiken, die Bundesrepublik lahm legen und unglaublichen wirtschaftswissenschaftlichen Schaden anrichten.

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When I get into a song

20. September 2007

I listen to it in an infinite loop (right now happening with MBWTEYP´s “Wonderland”). And eventually I spit out the remaining stone. Does this sound familiar to you?

One of my all time favourite activities is to sit in a nice fast train and listen to music via headphones. (Everything else is a bad alternative, well if you have to: lock yourself up in your room and turn up the volume of your stereo/ibook/whatever and look outside the window). I prefer to look at the landscape while sitting in a train. And beautiful green Germany passing by. And I daydream. And the music I´m listening to turns into the soundtrack of my imagined life.

But people outside, I mean outside the music, can they understand? Can they really understand our feelings, the feelings of the headphone-wearers? You can see them everywhere, those people with the headphones. Never ever judge about them unless you know what thery´re listening to. It means everything.

And, headphone-wearers, don´t forget that those people outside - those without our perfect drug - are cold-hearted, they don´t feel what we are feeling. So don´t start dancing, tapping your feet, shaking your head, making faces, smiling a silly but happy smile. They just don´t know… It´s useless. Keep it to yourselves. Enjoy the drug.

Unless, you´re locked up in your room, of course. ;-)

Something else: Electronic music. Some people know that dancing to good electronic music is one of the few out of body experiences I utterly trust. And I want to recommend this to you, I´ve always done so. Try it! Go somewhere they play this music, drink something, step onto the dancefloor and give away to the music.

Maybe you´ll understand.

Good night, sleep tight.

Marie-Jacqueline

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Ein weiterer Grund für die Liebe zu Firefox

1. August 2007

Für alle Leute, die keine Zeit haben: Habe gerade diesen wertvollen Tipp via netbib gelesen. Und kann nur sagen, klein aber oho!

Wer sich viel auf Webseiten herum treibt, auf denen man etwas suchen kann - z.B. Bibliothekskataloge, Suchmaschinen, Wörterbücher, große böse Händler, Postleitzahlensuche, … (wo muss man heutzutage eigentlich nichts eingeben?) - kann innerhalb des jeweiligen Suchfeldes mal mit der Maus rechts klicken. Und dann auf “Ein Schlüsselwort für diese Suche hinzufügen” gehen. Dann unter Name “Ich will hier suchen”, unter Kürzel “h” eingeben und dann abspeichern. Und dann zukünftig im Adressfeld (da wo man sonst die URL eingibt) nur noch “h große blonde frauen” eingeben und schon wird gesucht! Klasse, oder?

Wer meine Beschreibung nicht versteht, dem sei der Beitrag auf netbib empfohlen. Mit Screenshots und allem drum und dran. :-)

[update 10-08-2007] Gerade einen interessanten Artikel mit Zahlen zur Firefox-Nutzung in Europa gelesen: Europeans embrace Firefox in record numbers. Meiner Meinung nach könnten es noch mehr sein! Wer verwendet denn bitteschön den Internet Explorer? Ich kenne keinen. Vielleicht habe ich aber auch einfach nur einen elitären Freundeskreis. ;-) [/update]