Archiv für die Kategorie ‘trallafitti’

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Patty Diphusa

8. August 2008

Manchmal bekomme ich Bücher auf meinen nicht vorhandenen Schreibtisch, bei denen ich wirklich nicht weiß, ob ich sie der breiten Öffentlichkeit empfehlen soll oder nicht. Eines davon ist das als Taschenbuch erschienene Bändchen “Patty Diphusa”. Darin berichtet ein von Pedro Almodóvar kreierter weiblicher Charakter amüsant und explizit über Sex, Drogen und Partys und das exaltierte Leben im Madrid der 80er Jahre zur Zeiten der “móvida“.

Spaniens schillerndster Filmregisseur versucht sich damals als Schriftsteller. Heraus kam POP. Heraus kam die später zu einem Buch zusammengefasste monatliche Kolumne der Patty Diphusa. Dieser von Almodóvar kreierte und mit einem maßlosem Selbstbewusstsein bestückte Charakter, definiert sich selbst als internationales Sexsymbol und weiblicher Pornostar. Eine ganze Diva, die eingebildet ist, ohne dabei arrogant zu sein. Das geht? Ja, ohne Zweifel. In der Kolumne, die ursprünglich in der Zeitschrift “La Luna” erschien, erzählt Patty aus ihrem exaltierten Leben, das sich hauptsächlich um Männer, Sex, Drogen und Partys dreht. Von literarisch sicherlich zweifelhafter Qualität, dabei jedoch durchaus amüsant zu lesen, ist dieses dünne Taschenbuch eher denjenigen Leserinnen und Lesern zu empfehlen, die am Gesamtwerk Almodóvars interessiert sind. Eine Lektüre, die mich an die Bücher von Irvine Welsh erinnert und unbedingt mit einem zwinkernden Auge gelesen werden sollte.

Anbei noch ein Hinweis auf eine etwas ausführlichere Rezension. Ein Zitat darf natürlich auch nicht fehlen:

“Wenn du für mich tanzt, kannst du von mir haben, was du willst.” - “Ich tanze weiter, aber du musst mir dafür nichts geben. Ich mache es einfach, weil es mir Spaß macht.” Tina Turner wäre nass geworden, wenn sie gesehen hätte, was dieser Junge bei ihrem neuestem Hit veranstaltete. Und als er mit seiner Darbietung von Dirty Mind loslegte, hätte Prince keine Sekunde gezögert und gratis eine Spanien-Tournee gemacht, nur um mit dem da frühstücken zu können. Mit einem Wort: Die Show, die der Junge abzog, war ein Augenschmaus. Man hätte glauben können, er sei von einem “Jugend tanzt”-Wettbewerb abgehauen. Eine halbe Stunde lang wäre das vielleicht langweilig geworden (was wird schon nicht langweilig, wenn man es eine halbe Stunde lang tut), aber fünf Minuten lang war es wie ein Glas Schnaps direkt in die Adern gespritzt. War keine schlechte Idee gewesen, ihn zu bitten, dass er tanzte. Er kam zurück zu mir. “Ich habe Pillen geschmissen, ich könnte die Nacht durchtanzen. Ich wäre jetzt zu allem fähig.” - “Komm”, sagte ICH und nahm ihn bei der Hand. “ICH schulde dir was. ICH habe ein Geschenk für dich.” Und ich entführte ihn zu den Toiletten. Wir gingen bei “Kleine Jungs” rein, weil die immer liberaler sind, und verrigelten uns in einer Kabine. “Was ist los, hast du Koks?” - “Hab ICH.” Und kaum hatte ICH das gesagt, stürzte ICH mich auf seine Lippen, damit er nicht nach noch mehr Drogen fragen konnte. Beim Kapitel Drogen sind die jungen Menschen unersättlich. Während ICH ihm mit meinem Kuss den Mund versiegelte, öffnete ICH Knopf für Knopf seinen Hosenstall. Das LEBEN vergeht wie im Flug, und manchmal bleibt dir nichts weiter übrig, als mehrere Dinge gleichzeitig zu tun, wenn du dein Stück abhaben willst vom Kuchen.”

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Polizeianruf aus Mannheim

8. Mai 2008

Das bekam ich gerade geschickt. Sehr luschdig!

[update 15.05.2008] Das hat mittlerweile sehr große Kreise gezogen. Heute wurde sogar im “Mannheimer Morgen” über die Aufnahme berichtet, siehe hier. [/update]

[update 16.05.2008] Krass, jetzt ist sogar das Video weg und “YouTube” sagt “no longer available”. Das hat die Polizei aber schnell hingekriegt. Schade drum! [/update]

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2 Sorten schon

16. März 2008

Gestern war ich auf einem Weinfest in der schönen Pfalz und zwar beim Mandelblütenfest in Gimmeldingen. Nicht gelogen. Ich weiß, dass einige von euch das nicht für möglich halten werden. Ist aber so!

Und ich kenne nun noch eine Sorte die erträglich ist. Wären wir immerhin schon bei Müller-Thurgau und “neu!” Scheurebe. Aber mehr als ein Glas geht nicht. Immer sachte mit die jungen Pferde.

Führt mich zur Vorfreude auf die Weinlagenwanderung an der Bergstraße, die ich dieses Jahr gerne von Heppenheim nach Zwingenberg laufen möchte. Letzes Jahr ging´s anders herum. Und es hat so viel Spaß gemacht, dass ich es dieses Jahr unbedingt wieder tun möchte. Also, wer Lust hat, am 1. Mai geht´s los. Was gibt es Besseres um einen Tag später in die neue Arbeit zu starten?

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Krank, na und?

17. November 2007

Irgendwann musste er ja kommen: Mein erster Fehltag als Angestellte. Mit Frosch und Begleitung im Hals sitze ich nun zu Hause, habe Rückenschmerzen und fühle mich dusselig. Aber kein Mensch kann den ganzen Tag im Bett liegen. Also auf sportme.de Fan von Zeck Attack geworden. Meiner Lieblingsfrauenrugbymannschaft in der 1. Bundesliga, die sich auch untereinander gepflegt Verletzungen zufügen. Mädels, ich gucke gerne zu. Aber mitmachen, nein danke. :-)

Big detour again. Sorry about that. Even philosophers get ill.

PS: Kranksein hält mich natürlich nicht davon ab, auf das einzige Dolores O´Riordan Konzert in Deutschland zu gehen. Ich war ja früher ein großer Cranberries Fan, habe es aber nie zu einem Konzert geschafft. Insofern war das ein endlich verwirklichter Teenietraum. Man muss sagen: Die Frau kann singen. Wie kann jemand, der so klein und fein ist, eine solche Stimme haben? Und so hässliche Bandmitglieder?

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Nachbarn beobachten - damals und heute

9. November 2007

Josep Pla: Enge Straße, 282 S., Ammann 2007 (1951)
Originaltitel: El carrer estret

Eine meiner Lieblingstätigkeiten, mit der ich mich hiermit als Voyeurin oute, ist ein nächtlicher Spaziergang durch eine Stadt. Hervorragend lässt es sich in die oftmals großzügig beleuchteten Zimmer blicken, um das zu erfahren, was meine Neugier reizt: Wie wohnen und leben eigentlich andere Menschen? (Ebenfalls großzügig revanchiere ich mich mit fehlenden Vorhängen in meiner Wohnung, zumindest momentan). Doch, um meinen aufkommenden Scham zu beruhigen: Ich bin mit diesem Interesse nicht alleine in dieser Welt.

Dieses Jahr mit seinem Buchmessenschwerpunkt “Katalonien” bringt uns eine weitere Übersetzung aus dem Werk des katalanischen Schriftsellers Josep Pla. “Enge Straße” befasst sich mit dem ländlichen Leben in der katalanischen Provinz. In diesem Roman, der keiner ist, wie der Schriftsteller bereits im Vorwort revidiert, denn eine übergreifende Handlung sei nicht zu erwarten, werden in kurzen Kapiteln Einblicke in den Alltag einer kleinen Stadt der 50er Jahre gegeben. Das Motto: Dem Dorfleben einen Spiegel vorhalten. Dies geschieht durch die Person eines jungen Tierarztes, der sich neu in der “Engen Straße” der Kleinstadt Torrelles niederlässt und detailliert von den Dorfbewohnern und deren skurrilen Angewohnheiten berichtet. Es gibt ja sonst nicht viel zu tun. Bestens informiert wird er dabei durch sein geschwätziges Hausmädchen, die ihn nicht nur mit köstlichem Essen, sondern auch immer mit den neuesten Gerüchten zu versorgen weiß. Oftmals werden die Bewohner und deren Tun so gnadenlos beleuchtet, dass sich ein Schmunzeln kaum vermeiden lässt. Zwischen diesen amüsanten Episoden finden sich dabei immer wieder erfrischende Lebensweisheiten. Eine vergnügliche, gesellschaftskritische Lektüre.

Anbei verlinke ich auf eine ausführliche Rezension des HR und die Informationen auf den Verlagsseiten.

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Lecker Beeskes: Knippt eure Äugsken zu!

11. September 2007

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Aufschriebsel zu Marie-Jacquelines verlängertem Wochenende:

Senioren: Eine total verkannte Gruppe der Gesellschaft. Die meisten von uns, ich sach mal “der Jugend”, nehmen diese Menschen gar nicht wahr oder denken, die haben uns doch gar nichts mehr zu bieten, außer dem regelmäßigen Jammern, dass früher alles besser war und dass heute schon wieder die Füsse so dick angeschwollen sind. Dabei gibt es von diesen weisen Menschen viel zu lernen! Über Gott und das Leben nach dem Tod, das Aufwachsen im Dritten Reich, Sterben, zwischenmenschliche Beziehungen, Kartenspiele (Bridge, Canasta, Schwarze Dame, Schikanösschen), Kegeln. Gut vielleicht liegt es auch daran, dass ich sehr nette Senioren kenne, deren Haupttätigkeit nicht das Jammern ist. Jedenfalls musste ich sehr lachen, als wir (meine Wahloma und ich) an der Tür einer Bekannten klingelten, diese nicht aufmachte, wir dann den “Geheimschlüssel” (den haben wohl alle Senioren) zückten um “mal eben nach[zu]sehen, ob sie nicht in der Ecke liegt”. Das ist Humor! Und auch die Arztgeschichten können lustig sein: Geht man dort hin und sagt, mir tut das weh, dann bekommt man als alter Mensch auch schon mal die Antwort: “Frau XYZ, schauen Sie mal auf ihr Geburtsdatum!”. Super Arzt!

Der Niederrhein: Vielleicht kennen einige Weeze, weil dort früher mal das Bizarre stattfand. Heutzutage fliegt Ryanair vom dortigen Flughafen. Weshalb es für meine Wahloma leichter ist, nach Mallorca zu fahren, als zu uns an die Bergstraße. Das sind seltsame Zeiten! Jedenfalls ist diese Gegend sehr schön und durch die Nähe zu Holland fast schon holländisch. Auch der dortige Dialekt klingt so. Wenn man morgens aufsteht und sich im Spiegel anguckt, sollte man also nicht sagen: Mist, da schon wieder eine Schramme, die Augenringe, der Pickel, das Hohlgesicht. Sondern: “Was bin ich doch für ein lecker Beesken (Biest)!” und sich ein “Äugsken zuknippen” (zuzwinkern). Wieder was gelernt! Außerdem: Eines meiner absoluten Lieblingsbücher ist am Niederrhein beheimatet: “Warum du mich verlassen hast” von Paul Ingendaay, der mal auf dem Eliteinternat Gaesdonck war, bei dem meine Wahloma gearbeitet hat. Es gibt darin eine Szene, in der er beschreibt, wie er glaubt, dass die Frikadellen aus der Schulmensa hergestellt werden. Als ich diese las, habe ich im Großraumwagen eines ICE so laut lachen müssen, dass mir so manch erstaunter Blick zuteil wurde. Und überhaupt wollte ich dem Verlag mal meinen Glückwunsch aussprechen. Dieses Buch ist nicht nur inhaltlich erste Sahne, sondern auch in der Herstellung ein Traum. Und es riecht fabelhaft. Nicht nach Frikadellen, Dösköppe!

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Informationsrecherche as seen on babelfish

27. August 2007

Eine kurzen und prägnanten Beitrag zur Problematik der Informationsrecherche heutzutage (dafür bewundere ich die Amerikaner, die haben so eine unkomplizierte und trotzdem auf den Punkt gebrachte Art die Dinge zu formulieren) habe ich heute bei der Online Education Database entdeckt. Ich fand ihn so gut, dass ich ihn bei dem guten, alten Babelfish ins Deutsche habe übersetzen lassen. Und herzlich lachen musste, bei dem was da so raus kam:

Erhielt ein Forschung Papier oder eine These zu schreiben? Möchten mit dem Internet erforschen? Viel Glueck. Es gibt eine Menge überholte Seiten des Trödels heraus dort -, gebrochene Verbindungen und ungenaue Informationen. Das Verwenden von von Google oder von von Wikipedia kann Sie zu einigen Resultaten führen, aber Sie können von der Genauigkeit sicher selten sein. Und was mehr ist, Sie nur einen Bruch von allen Betriebsmittel suchen werden, die für Sie vorhanden sind. Google, die größte Suchdatenbank auf dem Planeten, hat z.Z. herum acht Milliarde registrierte Webseiten. Die ist eine Menge Informationen. Aber sie ist nichts, die verglichen wird mit, was sonst heraus dort ist. Google kann das sichtbare Netz oder auffindbares Netz nur registrieren. Aber das unsichtbare Netz oder das tiefe Netz, wird geschätzt, um 500mal als das auffindbare Netz grösser zu sein. Das unsichtbare Netz enthält Datenbanken und Resultate von den Spezialgebiet Suchmaschinen, daß die populären Suchmaschinen einfach nicht in der Lage SIND zu registrieren. Denken Sie Ihren Einheimisch- oder Universitätsbibliothekargebrauch Google? Sicher, aber zweifellos nicht ausschließlich. Um wie ein Bibliothekar zu erforschen zu beginnen, müssen Sie maßgebendere Betriebsmittel erforschen, von denen viele unsichtbar sind.

Auf Englisch ist der Beitrag übrigens auch lesenswert. ;-) Besonders für alle, die immer noch Google-Fans sind. (Ich möchte G nicht verteufeln, aber es ist schon sehr bedauerlich, das viele Leute glauben, dort alles zu finden. Die Armen.)

[update 03.09.2007] In der aktuellen Ausgabe des “Economist” sind interessante Artikel über Google erschienen: Als leader “Who´s afraid of Google” und als briefing “Inside the Googleplex“. [/update]

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Agressionen loswerden

30. Juli 2007

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Meine Damen und Herren,

aus der Reihe “Agressionen loswerden” (zu der beispielsweise auch der wertvolle Ratschlag gehört, Eiswürfel voller Wucht auf den Boden zu schmeissen) präsentiert die offensichtlich nun völlig am Rande eines Nervenzusammenbruchs befindliche Marie F. folgendes Filmchen.

Dabei wollte ich wirklich nur einen schmackhaften Himbeer-Milchshake machen. ;-)

 

 

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Von Türstoppern, E-Mails und Schornsteinfegern

24. Juli 2007

Gute Dinge heute:

* Mein Chef hat sich bei mir per E-Mail entschuldigt. Das besänftigt mich etwas.

* Die Sekretärin meines anderen Chefs hat ihren Türstopper von TCM wieder gefunden und rief ganz begeistert ob der frohen Botschaft bei mir an. Ihr Vertrauen in die Menschheit sei wieder hergestellt. Na Gott sei Dank.

* Einen Schornsteinfeger auf dem Nachbardach gesehen. Glück? Nun gut, der mir anvertraute Türstopper ist wieder aufgetaucht. ;-)

Nervige Dinge heute:

* Der Zugang zu MIT Press geht mal wieder nicht (”Error: client IP is blocked because: Session duration longer than 240 minutes”) und die Kommunikation mit Amerika funktioniert nur stockend. Wir seien das Problem. Sind wir aber nicht.

* Leute verschicken E-Mails ohne Anhang und verschwinden dann für 2 Wochen in Urlaub.

* Elsevier stellt sich stur beim Konsortium, also wieder eine teure Einzellizenz für Science Direct.

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***SPAM*** Man Lebt nur einmal - probiers aus !

2. Juli 2007

Wie meinen Lilly Russel, Victor Delgado und Konsorten das bloß? Soll ich jetzt aus dem Fenster springen, um unten festzustellen (bzw. nicht mehr feststellen zu können), dass man wirklich nur einmal lebt? Idioten!

Also ausnahmsweise schnell mal ein Blick hinein geworfen. Ich zitiere: “Wer abends mit der Pille würzt, sich nachts auf seine Alte stürzt! “

Ah, so war das gemeint. I love my spam!