Archiv für die Kategorie ‘trallafitti’

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Hibbelig

12. November 2009

Schönes Wort, das meinen derzeitigen Zustand treffend beschreibt. Meine letzten Tage waren geprägt von:

  • zu viel small talk (nett aber anstrengend!)
  • Freude über die lokale Presse
  • der Erkenntnis, dass ich niemals nur eine Sache machen werde, weil ich nämlich kein linearer, sondern ein mehrere Dinge gleichzeitig machender, lesender, denkender – quasi vielseitiger Mensch bin
  • der Erkenntis, dass ich niemals in einer Sache richtig gut, aber dafür in vielen gut sein werde :-)
  • Begegnungen mit Menschen, die diese Stadt ebenfalls ins Herz geschlossen haben (Hamburgerin, Münchner, Darmstädter)
  • dem Ausprobieren von Vitamin B
  • zu wenig Schlaf
  • großartigem Essen
  • Filmen („ilusiones ópticas“, „Schloss Gripsholm“)
  • Kunst (Fotografie in einem Café und im REM)
  • Lasern (Masterarbeitsproposal darüber gelesen, nüscht verstanden, sich über den eigenen Bruder gewundert und ein neues Wort gelernt „geseedet“)

Lieber Gott, liebes Internet, liebe Welt, liebe Natur, liebe Freunde: Danke!

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Ich bin Leben

27. September 2009

Es ist sehr sehr sehr spät. Ich bin leicht alkoholisiert und habe gefeiert. Small getalked und tiefsinnige Gespräche geführt. Leute eingeordnet. Kaffee getrunken. Rotwein getrunken. Hüften zur Musik bewegt. Den getroffen und die. In ein paar Jahren ist das egal. Aber für heute Abend war es perfekt. Das ist mein Leben. Und ich liebe es.

Mein Leben ist klein. Es besteht aus einem unaufgeräumten Nachttisch. Aus vielen Büchern, aus Armbändern und Ohrringen. Taschentüchern und tausend Zetteln. Aus meinen Gedanken und aus meinen Gesprächen mit anderen Menschen. Mal mehr, mal weniger interessante Menschen, mal mehr, mal weniger interessante Gedanken.

Ich komme nach Hause, bin froh, so wenig braucht es, mich froh zu machen, und betrachte nicht ohne Liebe meinen Nachttisch. Ich weiß, so kann es nicht ewig weitergehen. Wird es auch nicht. Aber für den Moment ist es ziemlich gut. Ich kann mich jetzt schlafen legen und sagen: Hey, ich war dabei. Ich habe den Augenblick gelebt und ich mache genau das was ich will.

:-)

‘Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das Leben will.’

(Albert Schweitzer)

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Bring dein Pony mit

16. März 2009

Über diese Zeilen in einer Einladungsmail habe ich mich soeben sehr gefreut.

„Dein Partner/Partnerin/Pony ist auch eingeladen!“

Endlich mal jemand, der auf die Belange von Singles eingeht und uns nicht mehr blöd dastehen lässt, weil wir keine/n Partner/in mitbringen können. Da pack ich doch glatt mein Pony ein. Es sieht gut aus, ist charmant und ein wahrer Reiter im … äh Stall. ;-)

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Ottos Mops

15. März 2009

Manchmal findet man schöne Dinge auf seiner Festplatte. Cartoons sind eigentlich nicht so mein Ding, aber der ist einfach zu geil. :-)))

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Snowboarden bzw. Schneesitzen

18. Februar 2009

Seit die Süddeutsche Zeitung vor einigen Jahren die beste Jugend-Zeitschrift ever einstellte (die Rede ist natürlich vom Jetzt:-Magazin), bin ich auf dem Markt der Jugendkulturmagazine (und damite meine ich nicht Bravo und Konsorten) etwas rastlos umhergeirrt. Mal die NEON ausprobiert, mal das IQ-Style, sogar blond… War mir aber alles nix.

Derzeit bin ich einigermaßen begeistert von der Printversion des U_mag. Vor allem die Kolummne von Sasa Stanisic (TausendSasa), dessen Buch ich noch unbedingt lesen will, hat es mir angetan. Deshalb war die Freude umso größer, als ich vorhin feststellte, dass er für die Februarausgabe das Thema „Mein erstes Mal snowboarden“ ausgesucht hat. Yes! Me, too! Statt also groß und breit von meinen Feldbergerfahrungen des letzten Wochenendes zu berichten, zitiere ich Mr. TausendSasa:

  • Auf die Frage, was ich hier wolle, antworte ich mit vollem Ernst: „Snowboardfahren wie ein Großer.“
  • Eine Weile beobachte ich die ganz Kleinen, die Babys auf Skiern. Ihre Mienen sind eiskalt und absolut angstfrei.
  • Am Morgen Ganzkörpermuskelkater. Am zweiten Tag soll die Angst vor dem Fall verschwinden.
  • Wir fallen aufs Steißbein. Es tut vehement weh. Ich stehe auf, krieche zurück, fahre, stürze. Es beginnt zu schneien. Ich fahre los und kriege die Linkskurve hin. Dann: Angst und Steißbein. Ich könnte jetzt Parallelen ziehen: Fallen – Aufstehen, Sport – Leben, Mut – Erfolg. Aber dieses Jahr vergleiche ich nicht. Dieses Jahr stehe ich auf und versuche es noch mal.

Ergänzen möchte ich noch:

  • Schleppliftfahren ist sehr cool. Je lockerer man selbst ist, desto eher kommt man auch oben an. Meine Bilanz: Nur zwei Mal rausgefallen. Das ist verdammt gut, wie ich finde. Trotz der evil Bodenwellen of doom, die sich im Laufe des Tages auf der Spur bilden.
  • Die Leute fahren nicht aus Spaß. Die fahren um ihre Klamotten zu zeigen. Eigentlich ist so ein Abhang auch eher ein Laufsteg zum runterrutschen.
  • Ganz Coole haben nicht nur schicke Burton-Hosen und Jacken an, sondern drehen sich im Schlepplift noch einen Joint, setzen sich oben hin, kratzen sich am Bart, smoken einen und ab geht´s. Klar, dass die keine Angst vorm Fallen haben!
  • Tiefschnee rocks! Nicht nur fährt es sich darin wunderbar (man muss allerdings mit Schmackes rein, sonst bleibt man stecken), sondern es fällt sich darin auch wunderbar weich.
  • Mein bester Freund prägte den passenden Ausdruck „Muskelkater vom anderen Stern“. Genau so ist es. Und dazu gesellen sich blaue Flecken am Knie, vom Steißbein ganz zu schweigen und Druckstellen an den Waden.
  • Im Liftanstehgedrängel stehe ich neben einem kleinen Scheißer auf Skiern. Er guckt zu mir hoch und sagt: „Ich hasse Snowboardfahrer!“. – Ich: „Aber warum?“. – Er: „Die sitzen immer auf der Piste und man muss ihnen ausweichen.“ – „Und deshalb hasst du sie?“ – „Ja!“
  • Man ist nie zu alt zum Anfangen. Nächste Saison bin ich wieder dabei!

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Promotionsthema

15. Januar 2009

Liebe Leute,

ich bin vielleicht die letzte Person in Deutschland, die davon erfahren hat. Aber ich dachte immer es sei eine „urban legend“. (Was ist eigentlich ein schöner deutscher Begriff dafür?) Heute konnte ich jedenfalls verifizieren, dass es sie wirklich gibt. Die Rede ist von dieser Dissertation:

Titel: Penisverletzungen bei Masturbation mit Staubsaugern
Verfasser: Alschibaja, Theimuras Michael
Erschienen: 1978
Umfang: 66 S. : Ill.
Hochschulschrift: München, Techn. Univ., Diss., 1978

Und nicht nur das. Es gibt ernsthaft einen Wikipedia-Artikel dazu.

Wenn das so ist, überlege ich doch nochmal, ob ich einen Doktor machen soll. Die Entscheidung für das endgültige Thema ist noch nicht gefallen, ich schwanke derzeit zwischen:

  • Oberflächliche Verätzungen der Eichel durch Kontakt mit Long-Lasting-Lipsticks und ihre neuen Behandlungsmöglichkeiten durch den Einsatz des kurzwelligen Ruby-Lasers
  • Placebokontrollierte doppelblinde klinische Studie zur Verhinderung von Penisinfektionen unter Verwendung von Kondomen: Evidenzbasierte Analysen mit Jugendlichen aus drei baden-württembergischen Städten
  • Die Wahl der Unterhosenart und ihre tragende Rolle für den Verlauf der Fertilitätsrate:  Eine Langzeit-Untersuchung an 50 deutschen und amerikanischen Patienten männlichen Geschlechts

Eine gute Nacht ohne feuche Träume wünscht

Dr. cand. med. Marie Jacqueline Frapeur

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Generate me

4. Dezember 2008

Have some time left? Try GeneratorLand.com. My favourites:

The Greek God Generator

where I generated these guys:

  • Vultios, God of Poker and Lost Car Keys
  • Pieryades, God of Break Dancing and Out of Work Actors
  • Hypnios, God of Bad Cell Phone Reception and Scrutiny
  • Aitpos, God of Unplanned Pregnancy and Sex before Marriage

The Super Hero Generator

where I generated the fantastic:

  • Toxic Grapefruit Boy
  • Fearless Garbonzo Wanker
  • The Phantom Monk
  • The Big Guacamole
  • The Avenging Giggle
  • Power Underpant
  • Evil Gigolo

Awfully nice, but: Why are they all men?

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Favourite House quotes

27. Oktober 2008
  • Nobel invented dynamite. I won’t accept his blood money.
  • How does someone just start drooling? Chase? Were you wearing your short shorts?
  • You know how they say, „you can’t live without love“? Well, oxygen is even more important.
  • Hey, I can be a jerk to people I haven’t slept with. I am that good.
  • Start praying for a 12-car pile-up on the turnpike ’cause we’re not exactly swimming in livers over here.
  • Work smart, not hard. That’s my philosophy, boss.
  • Sorry, I missed that. Hearing’s been off since the Ricky Martin concert – some cholo kicked me in the head.
  • Wow. It’s a big jump from „infidelity is morally wrong“ to „do her“.
  • When guys have brain/crotch problems, it’s usually the result of using one too much and the other too little.
  • You talk to God, you’re religious. God talks to you, you’re psychotic.
  • She needed to be hurt. I wanted to hurt her. Win-win.
  • Chase: „We’ve got an MRI scheduled in 20 minutes. Earliest Foreman could get the machine.“
  • House: „I teach you to lie and cheat and steal…and as soon as my back is turned, you wait in line?“
  • Cameron: „Could pain medication cause an orgasm?“
  • House: „I wish.“

(Second season)

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Patty Diphusa

8. August 2008

Manchmal bekomme ich Bücher auf meinen nicht vorhandenen Schreibtisch, bei denen ich wirklich nicht weiß, ob ich sie der breiten Öffentlichkeit empfehlen soll oder nicht. Eines davon ist das als Taschenbuch erschienene Bändchen „Patty Diphusa“. Darin berichtet ein von Pedro Almodóvar kreierter weiblicher Charakter amüsant und explizit über Sex, Drogen und Partys und das exaltierte Leben im Madrid der 80er Jahre zur Zeiten der „móvida„.

Spaniens schillerndster Filmregisseur versucht sich damals als Schriftsteller. Heraus kam POP. Heraus kam die später zu einem Buch zusammengefasste monatliche Kolumne der Patty Diphusa. Dieser von Almodóvar kreierte und mit einem maßlosem Selbstbewusstsein bestückte Charakter, definiert sich selbst als internationales Sexsymbol und weiblicher Pornostar. Eine ganze Diva, die eingebildet ist, ohne dabei arrogant zu sein. Das geht? Ja, ohne Zweifel. In der Kolumne, die ursprünglich in der Zeitschrift „La Luna“ erschien, erzählt Patty aus ihrem exaltierten Leben, das sich hauptsächlich um Männer, Sex, Drogen und Partys dreht. Von literarisch sicherlich zweifelhafter Qualität, dabei jedoch durchaus amüsant zu lesen, ist dieses dünne Taschenbuch eher denjenigen Leserinnen und Lesern zu empfehlen, die am Gesamtwerk Almodóvars interessiert sind. Eine Lektüre, die mich an die Bücher von Irvine Welsh erinnert und unbedingt mit einem zwinkernden Auge gelesen werden sollte.

Anbei noch ein Hinweis auf eine etwas ausführlichere Rezension. Ein Zitat darf natürlich auch nicht fehlen:

„Wenn du für mich tanzt, kannst du von mir haben, was du willst.“ – „Ich tanze weiter, aber du musst mir dafür nichts geben. Ich mache es einfach, weil es mir Spaß macht.“ Tina Turner wäre nass geworden, wenn sie gesehen hätte, was dieser Junge bei ihrem neuestem Hit veranstaltete. Und als er mit seiner Darbietung von Dirty Mind loslegte, hätte Prince keine Sekunde gezögert und gratis eine Spanien-Tournee gemacht, nur um mit dem da frühstücken zu können. Mit einem Wort: Die Show, die der Junge abzog, war ein Augenschmaus. Man hätte glauben können, er sei von einem „Jugend tanzt“-Wettbewerb abgehauen. Eine halbe Stunde lang wäre das vielleicht langweilig geworden (was wird schon nicht langweilig, wenn man es eine halbe Stunde lang tut), aber fünf Minuten lang war es wie ein Glas Schnaps direkt in die Adern gespritzt. War keine schlechte Idee gewesen, ihn zu bitten, dass er tanzte. Er kam zurück zu mir. „Ich habe Pillen geschmissen, ich könnte die Nacht durchtanzen. Ich wäre jetzt zu allem fähig.“ – „Komm“, sagte ICH und nahm ihn bei der Hand. „ICH schulde dir was. ICH habe ein Geschenk für dich.“ Und ich entführte ihn zu den Toiletten. Wir gingen bei „Kleine Jungs“ rein, weil die immer liberaler sind, und verrigelten uns in einer Kabine. „Was ist los, hast du Koks?“ – „Hab ICH.“ Und kaum hatte ICH das gesagt, stürzte ICH mich auf seine Lippen, damit er nicht nach noch mehr Drogen fragen konnte. Beim Kapitel Drogen sind die jungen Menschen unersättlich. Während ICH ihm mit meinem Kuss den Mund versiegelte, öffnete ICH Knopf für Knopf seinen Hosenstall. Das LEBEN vergeht wie im Flug, und manchmal bleibt dir nichts weiter übrig, als mehrere Dinge gleichzeitig zu tun, wenn du dein Stück abhaben willst vom Kuchen.“

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Polizeianruf aus Mannheim

8. Mai 2008

Das bekam ich gerade geschickt. Sehr luschdig!

[update 15.05.2008] Das hat mittlerweile sehr große Kreise gezogen. Heute wurde sogar im „Mannheimer Morgen“ über die Aufnahme berichtet, siehe hier. [/update]

[update 16.05.2008] Krass, jetzt ist sogar das Video weg und „YouTube“ sagt „no longer available“. Das hat die Polizei aber schnell hingekriegt. Schade drum! [/update]