… that I look like a “Chica Labanda” (by Jordi Labanda),
means more or less like this:

Actually this could be me. Infront of a Pollock. Certainly not liking it.
And certainly not knowing who the guy at my right is!

… that I look like a “Chica Labanda” (by Jordi Labanda),
means more or less like this:

Actually this could be me. Infront of a Pollock. Certainly not liking it.
And certainly not knowing who the guy at my right is!

Liebe Leute,
wollen wir eigentlich gar nicht mehr erwachsen werden? Auf der einen Seite sehne ich mich nach dem “in sich Ruhen”, das - laut meiner Vorstellung - das Erwachsensein mit sich bringt. Das “sich selbst nicht ständig in Frage stellen”. Auf der anderen Seite: Ich bin jung, ich will Spaß, ich will das Leben genießen. Und ich habe teilweise noch unreife Ansichten. Darf man das noch, mit 26?
“Was ist erquickender als Licht?” - “Das Gespräch.” In diesem Sinne führte ich also letztens ein Gespräch darüber. Und da gestand der Gesprächspartner, dass er Exzesse liebt. Mit Exzessen meint er, gute Momente des Lebens, in denen man auch mal unvernünftige Dinge tut, weil sie die Qualität des Moments steigern. Brauchen wir also Exzesse um jung zu bleiben? Oder gaukeln Exzesse uns das “jung sein” vor? Habe ich also viele Exzesse, fühle ich mich jung? Diese Argumentation geht ein wenig in die Richtung, die ich in dem Abbitte-Beitrag schon einmal kurz ansprach: Sind wir gelangweilt vom Leben? Können wir die wirklich wichtigen Dinge nicht schätzen? Wollen wir ständig erleben? Brauchen wir ständig “Bespaßung”?
Ja, ich gebe zu, ich mag Freitag Abende alleine zu Hause nicht besonders. Der erwachsene Teil in mir sagt: Das ist auch ok, nein das ist sogar nicht nur ok, das ist sehr gut so. Du kannst schreiben, du kannst lesen, du kannst singen (zumindest bis 22 Uhr). Sonst hast du nie Zeit dafür, bzw. belegst die Zeit mit unwichtigen Dingen. Der junge Teil in mir sagt: Hey, was mache ich hier? Ich muss raus. Ich muss unter Männer! Fuck!
Meine Meinung zum Thema Exzesse: Es gibt Momente im Leben, da treffen mehrere Aspekte zusammen, die sich dann zu einem großen, unerträglichen Emotionswust auftürmen, der den Verstand vollständig ausschaltet. Diese Momente sind kurz, aber wenn sie dich an einem schlechten Tag erwischen, dann können sie weitreichende Konsequenzen haben, weil sie dich handeln lassen, wie du es sonst vielleicht nicht tun würdest. Und das mag die Kontrollfaschistin nicht. Immer alles unter Kontrolle. Mehr oder weniger. Bis auf die Freitagabendplanung. ;-)

Diese 25 Seiten der Studie “Emanzipation oder Kindergeld?” sollte jeder gelesen haben, der sich für die Stellung der Frau, für die Kinderlosigkeit Deutschlands und für Gleichberechtigung interessiert. Für wissenschaftliche Laien nachvollziehbar und mit sehr konkreter Problembenennung und Vorschlägen zur Verbesserung.
Was ich nicht mag: Leute, die sagen:
Ich bin für Gender Mainstreaming. Das bedeutet, “bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen, da es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt. Gender kommt aus dem Englischen und bezeichnet die gesellschaftlich, sozial und kulturell geprägten Geschlechtsrollen von Frauen und Männern. Diese sind - anders als das biologische Geschlecht - erlernt und damit auch veränderbar. Mainstreaming (englisch für „Hauptstrom“) bedeutet, dass eine bestimmte inhaltliche Vorgabe, die bisher nicht das Handeln bestimmt hat, nun zum zentralen Bestandteil bei allen Entscheidungen und Prozessen gemacht wird. Gender Mainstreaming ist damit ein Auftrag:
zitiert nach http://www.gender-mainstreaming.net/gm/definition.html

Endlich war ich in dem Film Abbitte (Atonement) und fand ihn großartig: Hervorragende Schauspieler, gute Filmmusik, perfekt fotografiert sowie eine der besten Kriegsszenen, welche die Absurdität und den Greul zeigen, wie schon das Buch. Highlights: Brionys kindliches Gesicht und ihre blühende Fantasie. Cees Kleider und ihre Art zu rauchen. Und Robbies Grinsen nach DEM Satz mit dem “worst word of the world” auf der Schreibmaschine - einfach göttlich.
Als ich 2003 den Roman von Ian McEwan las, habe ich mich dermaßen über Briony aufgeregt, dass ich tatsächlich durch die Wohnung gelaufen bin und vor mich hin gesagt habe: “Das kann doch nicht wahr sein. Briony, du kleines Miststück!” Und zugleich ist sie so naiv und kindlich, dass sie einem wiederum leid tut, und das Mitgefühl auch bei ihr ist. Ist es nicht letztendlich sie, die das härteste Schicksal hat?
Selten hat ein Buch so starke Gefühle in mir ausgelöst. Und eine Liebe, wie in diesem Buch, das ist - glaube ich - die wonach wir uns alle sehnen. Aber ist sie vielleicht nur durch den schicksalhaften Verzicht so glühend, so sehnend? Wären Robbie und Cecilia nie durch Brionys Lüge und den Krieg getrennt worden, wären sie dann das glückliche Paar auf dem Lande geworden? Man weiß es nicht. Vielleicht bedarf eine große Liebe, eine solch unglaublich leidenschaftliche Liebe, vielleicht bedarf diese einer Katastrophe, eines Krieges, einer Trennung.
Und jetzt werde ich naiv und gebe mich einer gefährlichen Fantasie hin: Leben wir nicht in langweiligen Zeiten? Weil bei uns alles stabil, alles ruhig und sicher zugeht. Weil uns nichts bedroht. Weil wir deshalb das Wesentliche nicht sehen. Und uns mit dem, was das Leben bietet, nicht zufrieden geben. Entertainment brauchen. One-night-stands. Handyfotos vom letzten Konzert. Flachfernsehdinger. Pauschalurlaub.
Ich will keinen Krieg erleben. Und ich wäre vor Angst gestorben. Aber: Kann es vielleicht sein, dass man damals intensiver gelebt hat? Wenn ich mir aussuchen dürfte, in welcher Zeit ich sonst gerne gelebt hätte, dann müsste ich wohl, naiv wie ich gerade bin, sagen: Ich wäre gerne 1910 geboren. Nicht weil ich es mir lustig, romantisch und bohemisch vorstelle. Sondern weil ich einfach gerne erlebt hätte, wie es wirklich war. Wie war Berlin in den 20ern, wie war Deutschland in den 30ern und wie war der Krieg? Denkt was ihr wollt, haltet mich für plemplem, aber ich weiß durchaus die Vorzüge meiner Zeit zu schätzen und frage mich trotzdem: Wie wäre es damals gewesen?
In dem Roman heißt es in dem Gespräch zwischen Lola und Briony (als sie ihr von dem Brief erzählt) dann übrigens noch:
“He was thinking about it all the time?” - “The man´s a maniac!” ;-)


So ist das wohl, wenn man zu viel weg geht und seinen geregelten Schlafrhythmus aufgibt: In der Nacht vor dem Tag vor dem man wieder arbeiten muss, kann man nicht schlafen. Und nach Silvester erst recht.
Eigentlich blöd, aber Schlaflosigkeit ist - wenn ich darüber nachdenke - der beste Zustand was Kreativität angeht. Zumindest meine. Was habe ich immer an Ideen, wenn ich schlaflos im Bett liege oder kurz davor bin einzuschlafen. Und immer denke ich, morgen werde ich mich auch noch daran erinnern. Sie sind nicht so genial, als dass ich mir die Mühe machen müsste und aufstehen um sie aufzuschreiben. Und am nächsten Tag ist natürlich alles weg. Nie da gewesen, quasi.
Aber heute nicht! Ich schreibe. Genialität dürft ihr jetzt nicht erwarten. Eher eine Zusammenfassung von dem, was mir in den letzten 10 Tagen so durch den Kopf gegangen ist.

Gestern Abend war ich tanzen. Mit Melanie. Melanie und ich waren seit 2002 nicht mehr zusammen tanzen. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Seit 5 Jahren nicht mehr mit ihr tanzen gewesen. Es war also höchste Zeit. Die Location: Ein kleiner Mannheimer Club. Klein aber SoHo. ;-)
Mal davon abgesehen, dass die Musik (RnB, HipHop) nicht so ganz meines war (bis auf das ab und zu eingestreute Vocal House), war´s ganz nett. Man muss nur genug trinken, dann klappt das auch mit dem HipHop. Meine Arbeitskollegin sagte mir, ich solle berichten wie das Publikum so sei. Vielleicht Kindergarten? Jetzt wo ich da war, kann ich sagen, nein, Kindergarten nicht. Aber Grundschule. BWLer Grundschule. Was vielleicht am HipHop lag? Whatever. Drei Stunden später sind wir jedenfalls wieder heim. Der Alkoholeinfluss hatte nachgelassen, die Füsse taten in den schicken Schuhen weh und der DJ weigerte sich erneut Vocal House zu spielen. Time to go.
Jedenfalls habe ich mich heute morgen an eine E-Mail von einem Freund erinnert. Eine E-Mail in Sachen Discotheken, Frauen und Männern. Der Mann schreibt unglaublich, ich will dass er ein Buch schreibt. Aber lest selbst:
Hi Marie,
ich könnte kotzen, Frauen drehen es sich immer so wie sie es brauchen.
Ich habe gerade mit Nadine telefoniert. Was man so erzählt. Ich habe von letzter Woche geredet. Meiner Geburtstagsfeier und letzten Donnerstag. Von der Verena aus Polen mit der ich mich verabredet hatte. Die Verena die ich im Club an meinem Geburtstag kennengelernt hatte. Die Verena, der ich dort gesagt hatte: Ich finde dich hübsch, ich habe Leidenschaft für dich, blah…
Und hier kommt Nadine mit ins Spiel und sagt ich würde ja auch immer übertreiben. Es sei meine Schuld. Die Frauen kriegen Angst. Ich würde mich benehmen wie ein Psycho. Es mächte einen Eindruck als sei ich ein „notgeiler Stelzbock“. Und hier weiß ich da gäbest du ihr Recht. Sollte ich das Geschriebene wirklich an dich abschicken? Jedenfalls sag ich : Jaah. Ist auch so. Sie sagt weiter ich würde mich verstellen und das geht so nicht. Man lernt sich in Diskos gar nicht kennen. Man tauscht nur Adressen aus.
Und wenn da einer ist und eine Frau gleich so anhimmelt und schwärmt und drängt, dann sähe man das ja an meiner Erfolglosigkeit, dass es der falsche Weg und total plem plem sei. Ich solle mich erst mal zurück nehmen und unterhalten und auf Freundschaft machen.
Nun sage ich aber zu meiner Rechtfertigung. Das der Ort Diskothek ein Ort der Extreme ist. Es geht den Leuten dort zwar sicherlich auch um Freundschaft. Aber zu allererst. Ist es ein Ort des Kampfes. Beide Geschlechter sind dort im Kampf untereinander, miteinander und gegeneinander. Den Frauen geht es oft um die meiste Aufmerksamkeit. Das ist die Tussies Spezies. Eine Unterart der Männer plustert sich auf und läuft mit den „Rasierklingen unter den Armen“ überall anstoßend durch das Gewühl. Die Männer schauen sich abschätzig an. Die Frauen eifersüchteln im Tanz. Es ist eine total überspitzte Situation. Kein Wunder, dass ich auf Signale übertrieben reagiere. Wenn eine Frau lächelt. Begeistere ich mich all zu überschwänglich. Schließlich darf man ja keine Schlägerei mit den Kerlen anfangen: Doch die Energie muss irgendwohin… Ich gebe es zu, ich muss dringend mein Bedürfnis bedienen. Und das ist hormonell bedingt. SEX SEX SEX SEX.
Frauen sind gar nicht so, sagt Nadine. Sie sind nicht für eine Nacht rumzukriegen. Und hier wird es nun wirklich interessant. Was soll das denn, frage ich mich. Sie regt sich über notgeile Typen auf. Ich sage ihr, sie ist doch früher auch mit den Typen mitgegangen oder nicht? Und hier kommt das Gespräch in ein Gebiet wo es mir wehtut. Da sagt sie: Ich hatte meinen Vater verloren und wollte vergessen, ich war ein Wrack und niemand hat es gesehen. Oder meinst du ich habe es genossen mich von den Typen halb vergewaltigen zu lassen? Meinst du ich habe dabei irgendetwas gefühlt?
Ich finde es schon fast wieder lustig. Oder muss ich jetzt heulen? Da bekomme ich Hass. Diese blöde Sau. Dreht es sich wie sie es brauch. Jeder konnte sehen, dass ich verliebt war in sie. Und sie hielt mich als Pausenklown. Und gab sich jedem dahergelaufenem Spasti hin. Während ich alles für sie tat. Sie beschwert sich über mein falsches Bild von Frauen, das erst durch sie mitgeprägt wurde. Und das mich jedes weitere Mal, dass sie mit anderen rumgefickt hat, verletzt hat, daran denkt sie gar nicht. Mein Leben damals hat mich total zerstört. Ich hatte null Selbstwertgefühl. Jahre brauchte ich um das zu verarbeiten. Heute da es sich mit in alle Bereiche meines Lebens zieht, diese Peinigungen von damals… Und sie sagt jetzt, dass es ihr dabei ach so schlecht ging! Und sie sei ein Wrack gewesen.
Du bist ja nicht dumm, Marie. Du bist eine Frau. Ihr wisset mehr über einen Mann als er selbst. Ich schreib das jetzt dir. Doch hätte ich es der Nadine gerne auch gleich gesagt. Was meinst du? Hauptsache, du weißt was ich so denke. Vielleicht hilft es ,wenn du das weißt. Letztlich muss ich es immer wieder bei Frauen wie dir versuchen. „Nur Freunde sein„ das kann man ja wenn man erstmal miteinander geschlafen hat. Andererseits weiß ich, dass es Schwachsinn ist wie ich es gerne hätte. Es ist kurzsichtig und utopisch. Wie das Takatuka Land. Wir können nichts miteinander haben. Wir sind nicht ohne Vergangenheit. Ich bin ein blöder Idiot. Zu leicht lass ich mich immer wieder um den Finger wickeln. Ich will das nicht mehr, ich will Kämpfen gegen solche Frechheiten. Das Leben ist kein Spiel. Es geht um die Zukunft. Irgendwo tief in mir ist mein Stolz. Ein kleiner Mann mit zu leiser Stimme. Ich habe seine Warnungen missachtet damals. Darf man nicht machen! Großer Fehler. Jetzt muss ich alles tun, seine Sprache wieder zu lernen. Denn er schreit teilweise und faselt unverständliches Zeug. Manchmal verstehe ich ihn auch falsch.
Eine Beziehung wäre wie Medizin für mich. Ich bin froh das ich die Arbeit habe. Und die Leute mit denen ich arbeite. Sie halten mich wirklich vom Abgrund weg.
Lieber Freund,
Diskotheken sind ein Ort der Extreme. Vollkommen richtig. Und ich weiß auch nicht, ob es der richtige Ort ist um jemanden kennen zu lernen. Letzendlich ist man nicht so, wie man dort ist. Man projiziert ein Bild von sich: Das der verruchten Frau. Das der Frau, die ihren Hüften schwingt. Das der Frau, die in die Knie geht. Das der Frau, die sich vor Musikgeilheit auf die Lippen beisst. Die vollen, feuchten Lippen. Und wie ist man daheim? Jogginghose, ungeschminkt. Griesbrei essend. Klo putzend. Verstehst du?
Ich glaube, zum jemanden mitnehmen sind Diskos sehr gut. Aber stelle sicher, dass diejenige vor dem nächsten Morgen wieder weg ist. Oder dass du verschwunden bist. Sonst würde man Dinge sehen, die man vielleicht gar nicht sehen will. So ist das, wenn man nur Sex haben möchte, und sich einbilden möchte, der andere sei perfekt. Denn eigentlich ist es so: Wir sind doch alles zugleich. Verrucht und müde, sexy und traurig, anziehend und nachdenklich, hübsch und hässlich. All das in einem Menschen. Aber das wollen die Leute, die in Diskos gehen, nicht sehen. Der Markt ist erstmal einer der Oberflächlichkeiten. Stimmen diese, kann man dann gucken, was hinter der kleinen Kellertür steckt. Ob es dort wirklich so dunkel und verstaubt ist. Ob man dort putzen muss, putzen soll, oder ob man versucht, diesen Ort zu ignorieren.
Ansonsten: Rasierklingen unter die Achseln und ab ins Getümmel. Meine Erfahrung: Man ist immer so sexy und anziehend wie man sich selbst gerade fühlt. Und frag mich nicht zu Beziehungen: Ich weiß nicht, wie diese funktionieren. Und wie man da jemanden geeigneten trifft: Nur durch Glück. Aber glaube auch nicht, dass dich eine Beziehung heilen kann. Verabreiche dir die Medizin erstmal selbst. Unser Selbstbewusstsein in einer Beziehung zu heilen, das ist langfristig ungesund. Es muss nämlich auch ohne Beziehung stimmen. Das ist das was ich gelernt habe.

Frauen und Männer dieser Welt, heute muss ich jammern.
Meine BahnCard 100 läuft aus. Falls ihr zu viel Geld habt (wir reden hier von mittlerweile 3.500 € pro Jahr) und so gerne Bahn fahrt wie ich, möchte ich euch jedenfalls raten: Probiert es aus. Auch wenn es nur für ein Jahr ist. Es gibt nichts Besseres. Man kann nach Lust und Laune in jeden Zug der DB einsteigen. Man kann in sämtlichen Städten den Nahverkehr mitnutzen. Man kann in den Lounges der DB kostenlos Getränke und Zeitungen bekommen. Und die meisten Schaffnerinnen und Schaffner haben ein besonders nettes Lächeln auf den Lippen. Werde ich jemals wieder in den Besitz dieser kleinen schwarzen Karte kommen? Vorerst nicht, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf. Sollte ich irgendwann einmal mehr Geld verdienen als eine Friseuse, wird es das erste sein, was ich tue. (www = Weiteres wertvolles Wissen.)
Mein Exfreund hat sich gestern Abend in Anne Will verliebt. Ich habe das ja schon lange geahnt, dass er Frau Will². Also Anne Will. Er will Anne. Aber frau will nichts von ihm. Permanent flirtet sie mit ihm, schenkt ihm ihr schönes Lächeln (fast so wie mir bisher die Schaffnerinnen und Schaffner), aber umsonst. Mehr passiert einfach nicht. Also hier mein Appell: Liebe Anne, willst du es nicht mal mit ihm probieren? Er schmutzt nur wenig und riecht auch sehr gut. Gib ihm eine Chance. ;-)
Übrigens: Absolut sehenswerte Sendung gestern Abend. Großartige, weise Worte, geäußert von Idioten. Beispielsweise:
Letzteres wusste bereits Tocotronic zu berichten. Und die CD ist deutlich günstiger als ein schweizer Supercoach. Mein Appell an alle Managerinnen und Manager dieser Welt: Hört mehr Musik und spart euch den Coach. Und das damit eingesparte Geld, gebt weiter an eure Lokführer oder an die Bibliothekare dieser Welt. Die wollen sich damit nämlich eine BahnCard 100 kaufen. Ansonsten werde ich auch bald streiken, die Bundesrepublik lahm legen und unglaublichen wirtschaftswissenschaftlichen Schaden anrichten.

Dear all,
in the last few weeks I´ve really been taking a big detour from what this blog was really meant to be. It was not meant to be a tourist diary. It was not meant to be a cultural reporter. Neither was it meant to be a documentation on the horrors of moving. It was meant to be the marrow. So, for a start, I´m pondering about beauty today.
Has it happened to you, that people make a big impression on you just because they´re beautiful, handsome, good-looking, whatever? I would like to resist the fact that people who look good make a bigger impression on me than average looking people. But I can´t. Women who are good looking intimidate me, men who are good-looking intimidate me. I somehow seem to respect them more. They´re like “the big thing”. Why? I don´t like myself being this way.
We all know that the inner part of your and others´ self should be the important part. The part we value the most. And I don´t mean your organs. ;-) I mean: character, personality, thoughts, opinions, behavior. And here I am, believing this. Then a handsome colleague comes in and I start dropping my pen and all this sort of stuff. I mean: fuck! I don´t want this.
I know there are studies that show that somehow life is easier for good-looking people. But why? Are we, after all, just slaves of outer beauty? Are we, after all, slaves of our genes, who tell us: This woman/man is beautiful. You have to respect him/her. She/he is somehow better than me. Or is this just my ever-lacking selfesteem? Or my juvenile immaturity? Do genes care about inner beauty? I doubt it. And I don´t like it.
That´s all for today.
Men have made the a-bombs, men have made guns
The dreaded torture chambers and the barbed wire fence
But of all the awful things that men did invent
The idea of ideal beauty is worth the most contempt
And tell me who’s a killer?
If we all consider that emotion runs as deep as flesh
And the idea of ideals that say what beauty is
Has sentenced so many to deathSo, if beauty is your friend you’d better go deceive it
Beauty is the beast, you better believe it
You’re wasting your whole life if you’re trying to achieve it
Beauty is the beast and you better believe itNow, who can tell me how and where to begin
In a world who thinks of ugly as the cardinal sin
And constantly is talking about the beauty within
But locks up in the cellar everything that is grim
The Ark - “Beauty is the beast”

für die junge bibliothekarische Seele gibt es in dem Artikel der NY Times “A hipper crowd of Sushers“.
Librarians? Aren’t they supposed to be bespectacled women with a love of classic books and a perpetual annoyance with talkative patrons — the ultimate humorless shushers?
Not any more. With so much of the job involving technology and with a focus now on finding and sharing information beyond just what is available in books, a new type of librarian is emerging — the kind that, according to the Web site Librarian Avengers, is “looking to put the ‘hep cat’ in cataloguing.”
Now, there is a public librarian who writes dispatches for McSweeney’s Internet Tendency, a favored magazine of the young literati. “Unshelved,” a comic about librarians — yes, there is a comic about librarians — features a hipster librarian character. And, in real life, there are an increasing number of librarians who are notable not just for their pink-streaked hair but also for their passion for pop culture, activism and technology.”
How did such a nerdy profession become cool — aside from the fact that a certain amount of nerdiness is now cool? Many young librarians and library professors said that the work is no longer just about books but also about organizing and connecting people with information, including music and movies.
And though many librarians say that they, like nurses or priests, are called to the profession, they also say the job is stable, intellectually stimulating and can have reasonable hours — perfect for creative types who want to pursue their passions outside of work and don’t want to finance their pursuits by waiting tables. (The median salary for librarians was about $51,000 in 2006, according to the American Library Association-Allied Professional Organization.) [Anmerkung: Trifft in Deutschland leider nicht zu. Es sei denn man gehört zum höheren Dienst.]


Wie einige von euch bereits wissen, neigt MJF ja durchaus zu einer gewissen Radikalität. Was vielleicht auf die südländische Mentalität zurück zu führen ist? Keine Ahnung. Wie auch immer: Wenn ich von etwas überzeugt bin, dann bin ich meist sehr hartnäckig darin. Und dann muss auch erstmal etwas Dickes passieren, um mich davon wieder abzubringen. Beim Vegetarismus ist dies noch nicht passiert (das klappt seit 7 Jahren sehr gut, und da zwischenzeitlich kein Gammelgemüse aufgetaucht ist, vermutlich auch weiterhin).
Grundsätzlich bin ich ja auf dem Gesundheits-Trip. :-) D.h. ich bin der Meinung, die Gesundheit ist eines unserer höchsten Güter und viele Leute werfen sie täglich weg und gehen schlecht mit ihrem Körper um, weil man meistens erst dann jammert wenn es weh tut. Für mich gibt es nichts Abschreckenderes als Krankenhäuser. Deshalb will ich gesund leben. Und überhaupt. Die Gesundheit setzt sich (nur die körperlichen Aspekte betrachtend) aus drei Faktoren zusammen: Nahrung, Bewegung, Entspannung.
Bewegung: Dass regelmäßig Sport treiben ganz gut ist, hat jeder mittlerweile zumindest schon einmal gehört. Entspannung: Gut die meisten denken, das würde auch prima vor dem Fernseher klappen, eigentlich gehört etwas mehr dazu, aber immerhin: Die meisten Leute sind der Meinung sie können sich prima entspannen. Aber Nahrung? Sie essen alles. Alles. Und denken nicht darüber nach. So gibt es Menschen, die viel Geld für Klamotten ausgeben, aber Lebensmittel immer nur zum billigsten Preis kaufen möchten. Diese Menschen finde ich seltsam. Viele stopfen extrem viel Müll in sich hinein. Was daran liegt, dass ihr Vertrauen in die Lebensmittelhersteller recht groß ist.

Bei mir ist das anders. Einerseits versuche ich vielseitig zu essen, d.h. auch nicht so viel Süßzeug sondern viel Gemüse und Obst. Auf der andern (der radikaleren) Seite zweifle ich grundsätzlich daran, dass Lebensmittelhersteller daran interessiert sind, ein gutes Produkt zu verkaufen. In erster Linie wollen sie Profit machen. Punkt. Profit macht man mit Scheisse. Mit wohlschmeckender und gutaussehender Scheisse. Da ich dies glaube (warum ich das glaube, das “würde diesen Beitrag sprengen”, ich möchte hier nur auf sämtliche Skandale verweisen bzw. zum Gucken von “We feed the World” raten) bin ich (entgegen der Behauptung auf dem Button oben rechts) eine optimale Zielgruppe für Bio-Produkte. Junge Dame mit akademischen Hintergrund, die gesundheitsbewusst lebt, bereit ist dafür viel Geld auszugeben und dies zu ihrem Lifestyle macht, somit neusoziologisch zugehörig zu den LOHAS (”Lifestyle of Health and Sustainability”). Gesundheitsförderung besteht im salutogenetischen Ansatz darin, die stabilisierenden, gesunden Anteile in den Vordergrund zu stellen, d.h. sie zu benennen, zu begünstigen und sich entsprechend zu verhalten. Also kauft diese Dame gerne Bio-Produkte (im Bioladen, im Reformhaus, im Biosupermarkt, ja, auch im Discounter), glaubt, damit die Welt zu verbessern und sich selbst gesund zu essen. (Übrigens: Ich finde bei vielen Bio-Produkten schmeckt man, dass sie Bio sind).
Deshalb bin ich momentan etwas erschüttert über den Fakt, dass es auch bei den Biolebensmitteln Skandale gibt (siehe den Titel des dieswöchigen Spiegels), dass LIDL bei Basic einsteigt und ich eigentlich dieser Verarschung und dem Essen von Scheisse aus dem Weg gehen wollte. Aber: Es ist schwer! Und deshalb bin ich etwas deprimiert, weil ich quasi feststelle, das Gott nicht aussieht wie David Hasselhof sondern wie Bart Simpson. Im übertragenen Sinne zu verstehen.
Ich höre euch schon sagen: “Liebe Marie-Jacqueline, das Leben ist nicht schwarz-weiß.” Ich weiß. Aber es wäre einfacher, wenn es so wäre. Und ich möchte doch so gerne gut sein. Gut zu mir, gut zu anderen, gut zu der Welt. *seuftz*
„Health is a state of complete physical, mental and social well-being and not merely the absence of disease or infirmity.“ (Definition der WHO). Wenn man das nimmt: Wer von uns ist dann eigentlich gesund?
Die schicke Kette gibt´s übrigens bei Katis Atelier.