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Berlin!

23. Oktober 2004

Als sich die Möglichkeit bot nach Berlin zu gehen, war ich erleichtert. Ich wusste, dass ich irgendwann in diese Stadt kommen würde musste. Gleichzeitig wollte ich einfach nur aus der Gegend, in der mein vorheriges Leben gespielt hatte, weg. Dort gingen mir zu viele Leute auf die Nerven, zu viele mir wichtige Leute waren weggezogen und es kam mir vor, als wäre die Stadt nur noch eine Bühne auf der in der Vergangenheit ein Stück gespielt worden war, das aber nun endgültig abgesetzt wurde. Die Studentenstadt war Teil meiner Vergangenheit und als ich trotzdem noch einmal aufgrund einiger Formalitäten hin musste, wunderte ich mich förmlich, dass überhaupt noch jemand dort wohnte und nicht alles in sich zusammengefallen war und sich als Kulisse herausgestellt hatte.

Und wenn ich in der Dunkelheit in den Berliner Straßen herum laufe, über mir die Raben, und noch weiter oben der Fernsehturm, kann ich mir manchmal nicht vorstellen, dass die andere Stadt jetzt existiert. Denn für mich ist es nicht nur räumliche Distanz, sondern auch zeitliche Distanz. Und es ist vorbei.

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