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Katharina Hacker hat nichts

27. März 2007

Katharina Hacker: Die Habenichtse, 309 S., Suhrkamp Verlag 2006

Achtung, dies ist keine wohlüberlegte Rezension, sondern ein Aufschrieb von Gefühlen nachdem ich dieses Buch zu Ende gelesen habe. Ordentliche Besprechungen gibt es bei Perlentaucher.

Habe das Buch also gerade im Zug auf dem Heimweg fertig gelesen. So etwas gewinnt also den Deutschen Buchpreis? Aha. Es ist nicht schlecht, aber es ist auch nicht wirklich herausragend. Da gibt es meiner Meinung Besseres. Teile der Handlung sind interessant, aber die Beschreibung der Gründe warum die Personen so handeln wie sie handeln ist ungenügend. Befriedigt mich nicht. Macht diese Personen nicht glaubhaft. Statt dessen werden zu viele Beziehungen aufgezeigt, die letztendlich für die Handlung und die Entwicklung der Personen keinerlei Bedeutung haben. Der Stil ist übrigens nicht: Klar, deutlich (so wie ein Kritiker schreibt). Eher anstrengend. So musste ich mir am Anfang aufzeichnen wer zu wem wie in Beziehung steht, sonst hätte ich gar nichts mehr verstanden.

Um wen geht es eigentlich in diesem Buch? Um Isabell? Warum dann so viele Personen, die wir nie kennen lernen dürfen, sondern von denen wir nur kurz hören. Warum diese Andras-Geschichte, sie begegnen sich ja doch nicht mehr? Und Jim: Keinerlei Erklärung woher er kommt, was er erlebt hat, was ihn hat werden lassen was er ist. Kaum etwas was sein Handeln erklärt. Mae? Isabell ist ein Mae-Ersatz, aber dann auch wieder nicht. Wo ist diese Mae? Was ist da eigentlich ganz am Anfang passiert? Jakob: Ist er nun schwul? Was soll diese ganze Bentham-Liebelei? Wofür steht Bentham? Und der angedeutete Dreier zw. Jakob, Isabell und Alistair? Warum? Ein weiterer unaufregender Moment zwischen London und Berlin.

Wer sind hier eigentlich die Habenichtse? Isabell + Jakob? Dave + Sara? Bentham + Alistair? Was genau haben sie eigentlich nicht?

Ich weiß, was sie nicht haben. Sie haben nicht meine Sympathie. Vielleicht Sara ein bisschen, aber nicht weil sie nichts hat, sondern weil sie etwas hat: Ein Scheissleben.

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