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Der Knackpunkt mit den Gedanken

13. März 2009

Zu wenig ist schlecht, zu viel ist auch schlecht. Also quasi, wie fast alles. Das Mittelmaß ist der richtige Weg.

Ich sitze hier und lebe gar nicht im Jetzt, sondern denke schon an die Zukunft. Statt dass ich mich also freue, Blicke austauschen, leben, arbeiten zu können, denke ich schon an das, was danach kommt. Wieso? Ist doch völlig unsinnig, mir jetzt schon Gedanken darüber zu machen, welche Probleme in der Zukunft auftreten könnten. Dieses super rationale Vorgehen, dieses „Bloß die richtige Entscheidung treffen“-Wollen und die ganzen Konsequenzen möglichst genau abschätzen ist doch beschissen. Hindert einen am unbeschwerten Leben.

Was ich damit sagen will ist, ich schränke mich mental schon vorher ein, indem ich mir irgendwelche möglichen Abläufe vorstelle, bewerte, bedenke. Schon bevor irgendetwas auch nur passiert ist. Und das ist doch blöd, das frustriert. Ich bremse mich aus, obwohl es nichts zum Bremsen gibt, sozusagen. Und ich erinnere mich daran, dass ich schon so war, als ich 16 war. Warum?

Es ist zwar schön, dass ich vernünftig bin. Aber ist es vernünftig, sich vor lauter Vernunft Überlegungen zu machen, die man jetzt noch gar nicht so en-detail machen muss? Muss ich immer alles bedenken? Und hilft es überhaupt, alles zu bedenken? Auf vieles habe ich ja doch kein Einfluss. Vielleicht stelle ich mich gerade deshalb hin und bin so pedantisch mit den Überlegungen und Möglichkeiten, weil ich denke, dass ich das worauf ich Einfluss habe, dann aber auch ordentlich beeinflussen will.

Herrje!

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2 Kommentare

  1. „You can’t connect the dots looking forward.“ http://www.youtube.com/watch?v=D1R-jKKp3NA


  2. Danke, das ist eine gute Rede. Hinterher realisiert man besser, wozu die Dinge gut waren. Aber wenn man mitten drin steckt, ist dies leider manchmal schwierig. :-)



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