h1

Zuviel von allem?

8. Januar 2010

„Durch Facebook und Twitter ist das Status-Update wichtiger als das Statussymbol geworden, wer viele Follower, Freunde und ein bestelltes Feld bei Farmville hat, muss ein glücklicher Mensch sein.“

Auch ich hatte das vergangene Jahr manchmal das Gefühl, zuviel Zeit im Internet zu verbringen. Das mag einerseits berufsbedingt, aber andererseits auch freizeitbedingt sein (Stichtwort: Fratzenbuch). Man macht es ja doch immer wieder gern! Allerdings tut es ab und zu auch richtig gut, ein paar Tage oder sogar (Skandal!) eine Woche nicht online zu sein und sich auf die physische Welt zu besinnen (eine bei mir gerade aufgefrischte Erfahrung aus der Zeit zwischen den Jahren).

Oder man betrachtet es in Zukunft anders: Auch im Internet verbrachte Zeit ist Leben. Man verbringt heutzutage das Leben eben auch im Internet. Oder wie es die Intro formulierte „Man IST online, man GEHT nicht mehr online.“

Mich beruhigt schließlich auch die Tatsache, dass der Mensch ein selbstbestimmtes Wesen ist, das durchaus (nach einigen Lernversuchen und Adaptionszeit) dazu in der Lage ist sich selbst ein Programm zu kreieren, das in der feinen Auswahl von aufzusuchenden Webseiten und der darauf verbrachten Zeit besteht, kombiniert mit einer Prise Informationsmanagement durch Social Bookmarking. Denn schließlich liest ja auch kein Schwein die Zeitung von vorne bis hinten, sondern das Schwein trifft in der Regel eine Auswahl. Auch hierzu zitiere ich die Intro:

„Manch einer sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr, und besonders kulturpessimistische Zeitgenossen wittern im allgemeinen Info-Overload und Netzrauschen wieder einmal den Untergang des Abendlandes. Dabei verhalten sich die Kritiker ebenso klug wie jemand, der in eine große Bibliothek marschiert und besorgt feststellt, dass man all die Bücher doch unmöglich lesen könne.“

und

„Es gibt keinen durch das Internet erzeugten Inforamation-Overload. Nur ein Versagen der Filter. Denn der Umgang mit einem verhältnismäßig neuen Medium muss erst mal gelernt sein, schließlich ist in den letzten Jahren auch kein fußballinteressierter Fernsehzuschauer verrückt geworden, weil durch Bundesliga, Pokal, Champions League und zur Not eben auch U21-Testspiel der Ball fast die ganze Woche im TV rollt. Man kann sich auch und gerade bei einem Überangebot immer noch entscheiden, selbst wenn es schwerfällt. Und man kann, das wusste schon Peter Lustig, immer noch abschalten.“

So ist es. Und hiermit tue ich das.

Werbeanzeigen

One comment

  1. je suis d’accord



Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: