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Soziologische Erkenntnisse

5. Februar 2010

… sind schwer und kompliziert ausgedrückt, aber genial!

„Soziale Beziehungen stellen intersubjektive Selektionsverläufe dar, in denen die beteiligten Individuen und die in der Selektion entstehenden Prozesse zu den Selektionen beitragen.“

„Der Leib verkörpert den menschlichen Zustand zwischen Wissen und Unkenntnis. Er ist gleichzeitig unverzichtbare Quelle der Wahrnehmung und unüberwindliches Hindernis derselben.“

„Wie und als was sich jemand selbst verstehen will und kann, hängt in ganz entscheidendem Maße davon ab, was die anderen Mitglieder seiner familiären und kulturellen Bezugsgemeinschaften in ihm sehen. Anerkennung und Identität erweisen sich also als unmittelbar korrelative Begriffe.“

„Transmigrationen sind gekennzeichnet durch faktisch-physische und symbolisch-imaginative Pendelwanderungen. Ihr Lebenshorizont- und Erwerbsverlauf ist auf Dauer pluri-lokal innerhalb eines neuen, offenen, hybriden und in gewisser Hinsicht kosmopolitanen Transationalen Sozialen Raumes aufgespannt.“

MJ: Soziologisches Vokabular: Man verwende möglichst großzügig: rekurrieren, interagieren, manifestieren, konstituieren, internalisieren und emergent, immanent, latent, konvergent. Hab ich was vergessen?

Ra: Liste auch geeignet für Bullshit Bingo ;)

MJ: sicherlich auch dazu ;-)

B: Inkommunikabilität – als Überbegriff. Und Paradigmatizität – als Symptomatisierung. (In der Tat: Die Sprache der Soziologen ist eine intrikate Angelegenheit und neigt dazu, askapartisch zu werden.)

MJ: aka. latente Sinninterpretationskapazität gleich null. Google kennt „askapartisch“ nicht, aber es ist ja auch kein Soziologe. Obwohl, in gewisser Weise spiegelt es die Emergenzen unserer Gesellschaft wieder. Analysiert sie aber nicht auf ihre latenten Sinnstrukturen hin.

M: und sehr wichtig: Ambiguitätstoleranz

A: also meine Fähigkeit, andere Meinungen und Sichtweisen zu akzeptieren sowie Mehrdeutigkeiten und Widersprüche in Situationen und Handlungsweisen zu ertragen, ohne mich unwohl zu fühlen oder aggressiv zu reagieren, ist sehr ausgeprägt… :-)

MJ: Ach, ihr Lieben. Ihr seid toll! Und ihr seid meine Lebenswelt. Ich baue euch ein in meine Realität.

B: Meinst Du tatsächlich, wir sind realitätsaffizierbar?

MJ: ‎@A: Bis auf deine Wohngegend. Da musst du noch etwas mehr Ambiguitätstoleranz entwickeln. ;-) @B: Und wie! Ich glaube sogar ihr konstruiert mich.

B: Das aber, wie mir scheint, mit einiger Raffinesse.

MJ: Je nach Kontextur, mein Lieber. Wir leben schließlich in einer polykontexturalen Welt.

BB: Der wir aber mit der immanenten Subjektivität unserer Ansichten begegnen.

MJ: Es sei uns verziehen, denn wir können nicht anders. Ich freue mich sehr über diesen Diskurs mit euch allen, der mich beim Lernen motiviert. Danke!

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