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Wild

11. August 2010

Ich bin ein wildes Wesen. Insofern, weil ich weder hier noch da hingehöre. Sondern ein bisschen hier, ein bisschen da und ein bisschen dort drüben. Von allem ein wenig und von nichts ganz. Mezcla buena. Ohne arrogant zu sein, sage ich jetzt einfach: Ich bin besonders. Ich sage nicht: besonders hübsch. Ich sage auch nicht: besonders intelligent, schlau oder kreativ. Ich sage nicht: besonders besonnen und intellektuell. Ich sage nicht: besonders herzlich. Ich sage nicht einmal: besonders traurig. Oder besonders aufbrausend, mitfühlend oder gar radikal.

Ich sage einfach nur: Ich bin besonders. Und besondere Menschen erkennen dies. Man kann es in meinen Augen sehen. Wir erkennen uns. Verbringe deine Zeit mehr mit diesen Menschen. Verschwende weniger Energie auf Menschen, die dich nicht erkennen, indem du nicht auf sie sauer bist, dich über sie aufregst, sie verachtest. Sage dir einfach: Sie müssen sich noch selbst erkennen. Gebe deine Energie den Menschen, die dich erkennen. Und dann sei nicht geizig. Fehler gehören dazu. Lebe.

Was die Zukunft bringt, weiß ich nicht und das ist gut. So gehört es sich. Ich weiß nur, ich kann zuversichtlich sein. Weil ich ja sowieso auf meinem Weg bin. Irgendwo da werde ich sein. Oder ich werde nicht sein, sollte ich sterben. Aber selbst dann wäre das ok. Wie sollte es auch nicht ok sein? Es gibt nichts anderes als ok. Nur kann man das subjektiv nicht immer so genau beurteilen.

meint MJF (zu sich selbst und zur Welt)

PS: Der blonde Freund mit dem Lächeln im Gesicht wollte heute gezeigt bekommen, wie er seinen Reisepass einscannt. Hinterher, nicht währenddessen, hat es mich ein wenig aufgewühlt. Es könnte allerdings auch der Kaffee gewesen sein. Falls es der Kaffee nicht war, dann weiß ich ja was es gewesen ist: Die Vorstellung von einem Menschen, der mich erkennt und der irgendetwas davon seinen Freunden erzählt hat. Und dieser Freund geht mit der Vorstellung irgendwohin wo man einen Reisepass braucht. Mit der Vorstellung und vielleicht sogar mit der Freundin von der Vorstellung. Klettern oder so. Warum nur geht jetzt die halbe europäische Jugend klettern? Weil der Aktienkurs nicht mehr klettert, muss man jetzt selber klettern. Weil man nicht weiß, wohin in seinem Leben, muss man klettern. Weil es beim Klettern nur aufwärts geht. Ich habe zwar keine Ahnung, habe aber trotzdem noch nie davon gehört, dass man auch wieder herunterklettert. Also: Wie kommen diese Menschen wieder herunter, wenn sie einmal oben sind? Denn, dass es runter gehen muss, dass ist klar. Nur eben nicht, wie. Fallen sie? Laufen sie? Lassen sie sich mit dem Hubschrauber abholen? Rollen sie herunter? Gleiten sie, womöglich, herunter?

Ach, es gibt so vieles, was ich nicht weiß.

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