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Krank

6. August 2012

Krankheit hat – auch wenn es schmerzt – etwas Schönes: Die Schmerzen reißen einen aus dem Alltag heraus. Das Delirium führt einen in Sphären, die einem nicht oft zugänglich sind. Die Zeit vergeht anders. Alles wird relativ. Man denkt nicht mehr (richtig? / falsch?). Man hört auf zu funktionieren und gewinnt dadurch ein wenig an Freiheit. Ganz schön schräg. Hinterher ist man dann lebendiger als vorher, weil man das Leben anders lebt, sich mehr darüber freut. Deshalb gehört zum Leben der Schmerz dazu, weil er ein Innehalten und Bewusstwerden ist. Weil man anschließend noch glücklicher ist.

PS: Gestern Nacht fast drogenähnliche Erfahrungen mit einem Antibiotikum gemacht (mein drittes dieses Jahr): Ich hatte komisch fiepende 8-bit-Musik in unerträglicher Höhe im Ohr, die weder aus dem Zimmer meines Mitbewohners kam, noch von draußen, wie ich feststellte, als das Fenster zu war. Irgendwann verstand ich, dass das wohl der Tinitus/Hörsturz sein muss, der im Waschzettel angekündigt war. Sehr interessant. Plus als ich mich dann hinlegte, kamen sehr abgefahrene Empfindungen dazu, wie z.B. dass der Untergrund für zwei Sekunden vibriert. So ein bißchen wie der zu krasse Subwoofer im Kino mit Batman letzte Woche.

PPS: Mittlerweile glaube ich nicht mehr, dass es das Antibiotikum war. Sondern der Virus. Der mächtige, böse, gemeine Virus!

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