h1

reale Vielfalt

18. Februar 2013

Gerade im Newsletter des Haus der Kulturen der Welt gelesen:

„Seit einigen Wochen tobt in Feuilletons und Kulturmagazinen eine Debatte, die erneut zeigt, wie weit die Mitte der deutschen Gesellschaft von einer Akzeptanz ihrer realen Vielfalt noch entfernt ist.“

Da haben wir es also wieder. Das Problem der Deutschen mit der „Otherness“.

Advertisements

5 Kommentare

  1. Hmm ich glaube ja, dass es generell das Problem der Menschen mit „Otherness“ ist, nicht nur das der Deutschen. Es gibt aber natürlich Kulturen/Staaten/Menschen, die damit besser umgehen als andere..


    • Ich kann natürlich nur von den Nationalitäten sprechen, die ich kenne. Darunter erscheint mir die deutsche diejenige, die am meisten ein Problem mit „Andersartigkeit“ hat. Wobei mir absolut klar ist, dass dies nicht auf jeden Deutschen zutrifft, aber wohl auf den deutschen Mainstream, die sogenannte „Leitkultur“.


  2. Ich glaube eher, dass hier das Problem der deutschen mit der Selbstquälerei zum Ausdruck kommt.

    Man schaue sich nur mal den Umgang mit Homosexualität an. Sebst in Europa sind die Deutschen da in der toleranten Spitzengruppe mit dabei. In Süd- und Osteuropa (Polen, gar nicht so weit östlich) sind z.B. „Schwuchteln im Parlament unerwünscht“.
    Vom mittleren Osten, Afrika und auch Lateinamerika, will ich gar nicht erst anfangen.

    Ganz abgesehen davon, dass der Versuch eine Aussage über „die Deutschen“ zu treffen, natürlich zu einer wenig hilfreichen Verallgemeinerungen führen muss…


  3. Selbstquälerei im Sinne von Selbstkritik? Selbstkritik ist keine Selbstquälerei sondern notwendige Voraussetzung für die Entwicklung. In der Selbstreflektion sind die meisten Deutschen zum Glück ganz gut (weil wir gerne rational Argumente austauschen).

    Natürlich haben wir Deutsche (zumindest wir von der Peripherie, die wir immer die Drecksarbeit leisten ;-) gesellschaftliche Veränderungen (wie z.B. Verständnis der Homosexualität als Normalität) erzeugt und ihnen den Weg in das Zentrum hinein eröffnet. Wir überwinden die „Veranderung“, weil wir offener für anderes sind als die gesellschaftliche Mitte.

    Bei dieser Diskussion (und dem Auszug aus dem Newsletter) geht es aber genau um die den gesellschaftlichen Entwicklungen eher verschlossene Mitte der Gesellschaft, die immer mehr oder weniger Zeit braucht, um neue Entwicklungen zu verarbeiten.

    Kulturelle Neudeutung kommt aus dem Raum zwischen Zentrum und Peripherie, wo wir uns an einem dritten Ort bewegen, der Entwicklung überhaupt erst zulässt. Wenn ich über „die Deutschen“ spreche, meine ich „die Mitte der deutschen Gesellschaft“, über die ich (trotz der Kenntnis der existierenden heterogenen Milieus) eine verallgemeinernde Aussage machen kann, zumindest was ihren Erneuerungs(un)willen angeht.

    Aber, stimmt, dies ist nicht unbedingt konstituierendes Merkmal der deutschen Nationalität, sondern jeglicher gesellschaftlichen Mitte. Hier diskriminiert man eher nach Nationalität, drüben vielleicht eher nach Klasse oder sexueller Orientierung.


  4. Noch was zum Thema: „Deutschland, öffne dich!



Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: