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En mi tierra desierta, eres la última rosa.

31. März 2013

Lieber B.,

wie geht es dir? Wartest du auch sehnsüchtig auf den Frühling? Ich lese gerade chilenische Exilliteratur, die in der DDR geschrieben wurde. Das sich selbst darin Erkennen verursacht gleichzeitig verwunderte Freude und sehnsüchtigen Schmerz. Warum haben wir eigentlich nie darüber gesprochen, wie deine Kindheit/Jugend in diesem (verschwundenen?) Land war? Es ist gut, dass Dinge sich verändern, aber es wäre auch schön, das Gute aus der Vergangenheit festhalten und in die Gegenwart integrieren zu können. Ist dies möglich? Kann ich im so vereinnehmenden Hier und Jetzt leben und gleichzeitig eine andere Zeit und einen anderen Ort in meinem Geist/Herzen tragen? All dies in einer Persönlichkeit zu integrieren, damit beschäftige ich mich gerade. Mir fehlen Menschen, mit denen ich darüber reden kann und die verstehen. Wann kommst du nach M? Ich komme Ende Mai nach B. Menschen-Handwerker im Finden schulen. Und mit dir einen Kaffee trinken. Mindestens.

Herzliche Grüße

MJ

Vorne steht:

In meinem verlassenen/wüsternen Land bist du die letzte Rose. (Pablo Neruda)

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