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Sommergrübelei

24. Juli 2013

Endlich liegt einmal wieder ein ordentlicher Sommerurlaub vor mir. Ich habe, so erklärte ich es jedenfalls diese Woche einem Kollegen, der mich – sehr deutsch – nach dem Stand der Planung und Vorbereitung fragte, das Grundgerüst erstellt, den Rest lasse ich undefiniert und kläre ihn vor Ort. So kann man sich Offenheit bewahren. Und die ist wichtig.

Weil es so warm ist und die kleinen Biester einen quälen (man weiß nicht, mit was mehr: dem Stich oder der Vorahnung eines Stiches durch das Geräusch), kann ich nicht schlafen. Also fragte ich mich, wie ich vor einem Jahr war. Das sage ich, als wäre es das normalste der Welt, sich sowas nachts um drei zu fragen. Aber das ist egal, es geht bei mir persönlich schließlich selten um den inneren Teil der Normalverteilung, eher um die äußeren Ränder. Also gut, schaue ich in meinem Blog nach. Und sehe, eigentlich beschäftigen mich immer noch die gleichen Dinge. Ist denn wirklich rein gar nichts passiert? Nunja, das würde ich so nicht sagen. Es ist schon was passiert. Und ich habe mich weiter entfaltet, jawohl Herr Frisch. Ich würde sagen, es sind Grundsteine gelegt worden (heute hab ich´s aber mit der Bauanalogie). Und wer weiß, wo die noch hinführen. Ich war nicht untätig. Ich habe vorerst meinen Teil getan (achja?). Den Rest darf das Leben spielen. (soso!)

Die Q-Frage. Warum mache ich das nicht einfach? Jetzt könnte ich gehen und traue mich nicht. Halten mich jetzt etwa der Wohlstand und die Sicherheit fest? Oder der Glaube, da drüber niemanden finden zu können. (Und ich brauche doch die sosehr, die mich verstehen. Und ich brauche doch die sosehr, die mich anregen.) Oder die Schwierigkeit, das Vertraute, das was Teil meiner momentanen Identität ist, das was Teil meiner Identität der letzten Jahre war, zurück zu lassen? Freunde, Familie, Orte, Lebensart?

Und was heißt das überhaupt? They are in each other all along.

Schleier, Schleier, Schleier, überall Schleier.

Ist mein wahrer Blick getrübt?

Kann man das Wesentliche, kleinprinzmäßig, nur mit dem Herzen sehen?

Zwischen den Zeilen der mystischen Dichter lesen.

Der Versuch einer Interpretation.

Sie geben das her, wozu ich gerade bereit bin.

Gelassenheit ist grundsätzlich da, Vertrauen auch.

Aber manchmal vergesse ich beides.

Manchmal kann ich die Schönheit nicht sehen.

Dann gilt es, das zu verstehen:

Vielleicht liegt die Schönheit auch im Schmerz.

Lade alle ein. Alles ist Teil. Von dem Einen.

Auch wenn es dich glaubt,

du seist getrennt.

Eins.

 

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