Archive for the ‘HiddenPlaces’ Category

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verax

13. Februar 2015

[ v e r a x ] : Edward Snowden – Short Film from Fallout Media on Vimeo.

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Der alltägliche Wahnsinn / Stadt / Interaktion

16. November 2011

Seit drei Jahren die halbbewusste Strategie: Flucht / Bewegung / Interaktion.

Meine Mutter sagt: Ich unternehme zu viel.

Ein Freund sagt: Du hast immer nur Zeitfenster für mich.

Eine Freundin sagt: Du bist ja nie zu Hause.

Also, ihr Lieben: Ich verbringe mindestens 10 Std. pro Tag zu Hause, eher 12. Klingt schon mal gut. Ist aber vermutlich wenig, im Vergleich mit dem Durchschnitt. Gut, wenn ich also nicht zu Hause bin, ist es sehr wahrscheinlich, dass ich in Mannheim unterwegs bin (auf irgendwelchen Kulturveranstaltungen, in irgendwelchen Cafès/Kneipen/Lokalen, auf einer meiner Arbeit(en)). Da ich mich gewissen Technologien verweigere, kann man leider zum Glück nicht sehen, wo genau gerade, aber – um das mal zu spezifizieren und ein bisschen Humangeografie zu betreiben – könnte ich eine Karte anlegen. Ich überlege das schon länger, bin aber unentschlossen in Sachen Datenschutz / Privatsphäre. Nicht nur meine, sondern auch die meiner Freunde und überhaupt, was bezwecke ich denn damit? Genauer gesagt: Ego, was bezweckst du damit? Stalkerei? Identitätskonstruktion über Verortung? Guck mal wie geil/toll/alternativ/intellektuell/schräg ich bin und wo ich mich überall herumtreibe? Belassen wir es vorerst bei der Aussage: Ich bin zumeist in Mannheim unterwegs und auf dem Handy erreichbar.

Ich gebe zu, ein gewisser Zwang ist schon dabei. Ich fühle mich unruhig zu Hause, weil es dort kaum Interaktionspotential gibt. Klar, der sympathische Mitbewohner, die Telefonanrufe von Freunden, das Laptop als Tor zur Bitwelt (ganz zu schweigen von dem grummelnden Kühlschrank, aber „dem seine“ Nachrichten konnte ich bisher nicht dekodieren)… aber eben deutlich weniger atomare/physische Serendipität. Deswegen gehe ich raus und bewege mich im Stadtraum. Vielleicht ist jedoch die eingebildete Interaktionsmöglichkeit dort viel geringer, als ich impliziere. Gehen wir nicht immer wieder an Orte, die wir schon kennen? Treffen wir aufgrund des Lebensstils nicht immer wieder auf Leute, die wir schon kennen? Ich habe den Eindruck, ich bewege mich in Mustern und die Stadt existiert als dreidimensionale (?) Matrix für mich ganz anders als für andere. Aber sie überschneidet sich (manchmal).

Die Idee ist, mehr an Orte zu gehen, die ich noch nicht kenne. Die Idee ist, zu erfahren, wie andere Menschen leben. Die Idee ist, der Versuch einer ganzheitlichen Erfassung: Was ist Mannheim? Um der „absoluten Wahrheit“ ein Stückchen näher zu kommen, wobei mein Instrument (Körper/Geist) durch und durch von immanenter Subjektivität geprägt ist. Kann ich trotzdem, zumindest versuchen, die Stadt (als „soziales Totalphänomen“, als „kulturelles Projekt“, als „mehrschichtiges, komplexes kulturelles System“) ehrlicher zu erfassen? Versuch es! Aufgeben, so ein Freund, sei grundsätzlich keine Option.

Vielleicht ist es aber nur die Flucht vor oder die Verdrängung der Erkenntnis, dass jeder von uns alleine ist. Herrje, ich wiederhole mich, nicht wahr? Naja. Man könnte auch sagen, ich konstruiere Realität. :-)

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Geocities im Äther

31. August 2011

Re: Stelle niemals etwas ins Internet. Auch nicht 1996. Deine Vergangenheit poppt eines Tages auf Google auf.

Krass! Meine erste Geocities Webseite ist aus dem Äther aufgetaucht !!!
Ohje. :-(

– – –

Awwwwwwwwwwwwwwww :)
Wie alt warst du da?
Und überhaupt, eine geocities Website gehabt zu haben ist ja schon eher Kult. *neid*
Liebe Grüße,
R

– – –

aaaaaaaaaaaaaaawwwwwwwwwww mensch das ist doch supercool!
Komm, das ist doch nett – was denkst Du was die ganzen Kids von damals über ihre Videos oder Passbilder denken? ;)
Ja, jetzt kann man natürlich argumentieren dass diese nicht zwangsweise mit vollem Namen online sind, aber komm..
Vor allem ist ja wenigstens ein Datum dabei :)

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Orientation

26. August 2011

CD von Freunden draußen. Genau das richtige bei diesen Temperaturen. Juhu! :-)

„Persönlichkeit ist das Geheimnis des ganzen Lebens. Der Beginn der Entwicklung geschieht auf natürliche Weise. Doch zweierlei ist bei der Entwicklung der Persönlichkeit notwendig: der Sinn für Schönheit und das Bewahren der Aufrichtigkeit.“

Und zur neuen Lieblingsrubrik „Schmunzeln mit Hafiz“:

„Den Stuhl unter deinem Geist wegzuziehen und zuschauen, wie du auf Gott fällst – es gibt nichts anderes auf der Welt, das Hafiz irgendwie Vergnügen bereiten würde.“

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Badewannengottesdienst

29. Dezember 2010

Meine Badewanne ist mein Gottesdienst. Dies bedarf vermutlich der Erläuterung, die ich euch natürlich nicht vorenthalten will. Ich suche sie ein bis zwei Mal im Monat auf, weil man sich danach fühlt wie ein Stückchen neu geboren. Gereinigt, geläutert, sanftmütig. Die Wärme, das Wasser, der Duft, der Dampf, das Herunterfahren des Kreislaufs… dies lässt mich 4 Gänge herunter schalten und in eine Art Trance fallen, in der ich fast alles mit einem lasziven Lächeln tun würde. Solltet ihr mich also jemals um etwas Abgefahrenes bitten wollen, tut es, wenn ich in der Badewanne liege.

Ich mag die Akustik von Wasser, ich mag, was Wasser mit Stimmen macht. Ich mag es, meine Herzschläge in den Ohren rauschen zu hören, wenn ich untertauche. Ich lege meine Beine auf die Kante und gucke gerne an ihnen entlang, bis zu meinen Zehen. Ich fühle mich schön, im warmen Wasser. Ich mag es, sanftmütig zu sein. Das bin ich nicht oft. Deshalb muss man es genießen.

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Hier, zum Beispiel.

17. November 2010

Coole Sache. Und so einfach!

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translokal

3. Oktober 2010
  1. Phänoneme, deren Eigenschaften durch die selektive Verknüpfung voneinander geographisch getrennter, lokaler Räume bestimmt werden.
  2. Diese Verknüpfung entsteht durch Praxen der Zirkulation von Personen, Gütern und Informationen.
  3. Das Translokale ist immer konkret: es besteht nur solange, wie die Praxen, die es hervorbringen.
  4. “Trans” bedeutet im Gegensatz zu “multi” und “inter”, dass durch Hindurchprozessieren in bestehenden Räumen ein neuer Raum entsteht, der immer sowohl lokale als auch nicht-lokale Elemente besitzt.
  5. In ihrer Organisationform sind die meisten translokalen Phänomene Netzwerke, in denen die verschiedenen “Orte” Knoten unterschiedlicher Grösse bilden. Die Personen, Güter und Informationen, die zwischen diesen Orten zirkulieren, bilden die Verbindungen, die die Knoten in das Netzwerk integrieren.
  6. Diese Netzwerke und ihre Verbindungskanäle sind gegen aussen oft nicht sichtbar, allerding benötigen sie für die Zirkulationen eine Art von „Korridoren“, die als physische Orte sichtbar werden können.
  7. Physische Orte können allerdings Teil mehrerer, sich überlagender Korridore sein. Z.B. Flughäfen.
  8. Der Korridoranteil am Raum nimmt zu, ist aber nur ein geringer Teil des Gesamtraumes

via:  http://www.translocal-practices.net/?p=111