Archive for the ‘keineZEIT’ Category

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That´s so late 90ies

11. Januar 2011

Ein Freund hat mir eine E-Mail geschrieben.

Ja, es gibt sie noch, die Menschen, die E-Mails schreiben und empfangen OBWOHL man eine Betreffzeile eingeben und manchmal mehrere Tage auf Antwort warten muss. Darin stand dieser Satz: „The more you watch computer, computer is watching you.“ Recht hatter. Deshalb tun computer- und netzfreie Tage auch so gut. Ganz zu schweigen von fb-Freiheit. :-) Sehr schön auch folgender Satz, der unter einer anderen E-Mail stand, die ich in den letzten Tagen empfing (obwohl ich diese MÜHSEHLIG mit einem CLIENT runter laden musste, ich sag euch, einen Muskelkater hatte ich danach – ein guter Freund würde sagen – vom anderen Stern!)

—- sent from my computer —-

Bellisimo! In your face, Gadget- und Realtime-Freaks!

:-)

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Over & out: Ich bin raus aus facebook!

21. Oktober 2010

Just do it! Yesssss! Ich hatte keine Lust mehr auf die Scheiße. :-)

  • Echte Freunde kontaktieren einen auch anders. Ich will nicht wissen, wo jemand ist, der mir nichts bedeutet, oder was er gerade macht, mit wem er gestern Abend geschlafen hat und wo er morgen hingeht.
  • Außerdem die immer schlechter werdende Privatsphäre, ohne dass man gefragt wird. Ich möchte nicht, dass die Welt weiß, was ich mag. Sowieso dieses Wort „LIKE“: Igitt! It´s everywhere!
  • Die unaufhörliche Selbstdarstellung und das permanente Fremdschämen… Das möchte ich nicht mehr. Das hat man im echten Leben schon genug, und da ist es schon oberflächlich. Was aber auf FB abgeht, das geht auf keine Kuhhaut mehr. Zumindest nicht auf meine.
  • Zuletzt hat FB auch noch die Gruppe gelöscht, die für einen gemeinsamen Ausstieg gegründet wurde. No more fuck, Mr. Sugarmountain. Did I ever mention sugar is not good for you? Now you can not not even imagine how bad a mountain of sugar is…

Qualifiziertere Auseinandersetzungen mit dem Thema:

Das Beste ist: Gerade dieses Wochenende saß ich mit meiner Oma auf der Couch und sie fragte, in der Zeitung blätternd: „Was ist denn ein facebook?“  – Ich: „Das ist eine Webseite im Internet, wo du eine Seite über dich erstellst, deine Interessen angibst und dich mit deinen Freunden, die da auch registriert sind, verbindest und ihnen mitteilst wo du bist, was du machst und was du magst. Ich trete in vier Tagen aus.“ – Sie: „Ah danke, ich glaube, das brauche ich nicht. Meine Freunde sind da sowieso nicht.“ – Ich: „Ja, das glaube ich auch. Nur dass ich für diese Erkenntnis 2 Jahre gebraucht habe.“ (Diese Situation erinnert mich übrigens an diese Episode).

An dieser Stelle muss ich unbedingt erwähnen, dass meine Oma (87 Jahre alt) wirklich für ihr Alter topfit ist, was das Internet angeht. Sie schreibt E-Mails, aktualisiert ihren Virenscanner alleine, spielt „Das Quizz mit Jörg Pilawa“ online und bucht sich Flüge mit Ryanair, weil der Flughafen direkt in der Stadt nebendran ist. Was dazu führt, dass sie eher nach Mallorca oder Budapest fliegt, als nach Mannheim zu kommen. ;-))) Und das wiederum zeigt mir: „Alt sein“ ist eine Sache der Einstellung, nicht des biologischen Alters.

 

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Zwei weitere Jahre

21. Oktober 2009

Ich glaube, ich werde meinen Vertrag verlängern. Um damit mein Lotterleben um zwei weitere Jahre fortführen zu können, während ich vornerum tue, als wäre ich seriös+harmlos und hintenrum probiere ich alles mögliche aus. Und in zwei Jahren ist dann die 30 da. Dann werde ich vernünftig. Bis dahin…

  • Kunst kaufen trotz keinem Geld,
  • schwärmen, abwechselnd für Männer und für Mannheim,
  • die Stadt verschönern, auf verschiedene Arten,
  • nur zu Hause zu sein um zu schlafen, kochen, duschen und waschen,
  • andere Städte bereisen,
  • meine Familie und Freunde herzen,
  • ein Buch schreiben.

Da ist es. Ich gebe mir zwei Jahre. Mal gucken.

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Dezember

2. Dezember 2008

Heulen, heulen, heulen könnte ich. Nicht weil mir der Glühweindampf die Tränen in die Augen treibt oder weil ich dringend Aufgaben abzugeben hätte. Nein: Ich bin in Wien (was an sich ja schön ist), während in unserem schönen Dreieck „The (International) Noise Conspiracy“ und „Get well soon“ spielen. Da verlässt man ein Mal die Gegend und schon verpasst man die Welt. Katastrophe!

Gut, werde ich mich halt in Wien vergnügen. Mit Sachertorte und Schokoladengetränk werde ich meinen Frust wegessen und -trinken und mich auf „The Notwist“ freuen und auf hoffentlich 500 Euro vom Finanzamt.

Auch will ich endlich „Vicky Cristina Barcelona“ sehen, wenn möglich im Original. Und zu den „Weltstars der Fotografie“ will ich auch noch, bevor es zu spät ist. Und vor dem 21. muss ich es auch noch zur „Lion´s Art“ schaffen. Alles für mein Studium, ist klar. ;-)

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Papier, Gedanken, Abenteuer.

28. Mai 2008

Ich komme zu dem Schluss, dass alles was ich mir ausdenke nicht wahr werden kann. War ja schon immer so. Früher, da habe ich ganz viel auf dem Computer geschrieben, dann habe ich ihn aus meinem Zimmer rausgeschmissen. Als er dann nicht mehr da war, habe ich mir ein dickes Heft mit linierten Blättern gekauft, habe von da an dort hineingeschrieben. Nicht Tagebuch, das ist doof. Trotzdem kann man, glaube ich, an den Sachen die ich da hineingeschrieben habe, sehr viel darüber lesen, wie ich mich entwickelt habe und wie ich mich fühlte und so weiter, also viel persönliches. Meinem ersten Freund habe ich dieses dicke Heft gegeben, er hat sich ein paar Sachen durchgelesen, aber er hat sie nicht verstanden, er hat nur gesagt, dass sich das gut anhört und dass ich ein Talent habe zu schreiben. Aber er hat nicht verstanden, was es mich gekostet hat ihm dieses innere Stück von mir zu überreichen, das ist ja ein Stück Seele von mir. Und dann, als mein zweiter Freund kam, da habe ich immer weniger in dieses Buch geschrieben. Weil es nicht viel zu berichten gab? Weil ich zufrieden war? Relativ. Und zufrieden macht so unkreativ. Zufrieden sind bekanntlich nur die Lumpe.

Also, ich habe ja auch keine Zeit und meine Gedanken sind so schnell. Ich kann dann nicht per Hand schreiben, denn während ich schreibe, kommen schon neue Gedanken und die habe ich dann vergessen, wenn ich die vorherigen aufgeschrieben habe, das ist schlecht. Also bevorzuge ich doch wieder den Computer. Da drücke ich einfach Tasten, und es geht viel schneller und auch leichter, wenn man denn mit 10 Fingern schreiben kann. Etwas auf Papier zu bringen, hingegen, kostet einen viel mehr. Man erlaubt sich nicht, irgendetwas lediglich hinzuschreiben, irgendeinen Quatsch. Weil, das ist ja dann wirklich da, während es im Computer noch nicht ganz so wirklich da ist. Und das Wichtigste: Man überlegt sich nicht, ob man etwas weglässt, damit es schneller geht. Man lässt die kleinen Sachen draußen, wenn man auf Papier schreibt. Die sind aber auch wichtig. Ich gebe also folgende Empfehlung ab: Kondensierte Gefühle auf Papier (weil man sich mehr Gedanken über das macht was man schreibt und diese dann auch bewertet und nur diejenigen aufschreibt die man würdig genug findet um auf Papier zu stehen). Und der Computer ist also der Platz für Gedanken, die einem durch den Kopf gehen. Wild.

In letzter Zeit habe ich den Drang alles zu dokumentieren, denke, oh Mann, wenn ich das aufschreiben oder aufnehmen könnte und jemand anderem zeigen, oder mir noch einmal durchlesen. Ich glaube, wenn man schreibt, dann muss man den Leuten von der Realität erzählen und das was passiert oder passieren könnte. Klar, Fantasy, das ist cool, das lässt einen Träumen, aber das was einen erschüttert, das ist doch die Realität. Das ist der eigene, langweilige Alltag, all diese kleinen Dinge, die so viel sind, und so wenig gelten. Keine Abenteuer oder so. Abenteuer sind überhaupt Quatsch. Alle Deutschen sagen immer zu mir, oh Deutschland ist ein so biederes Land, und träumen nachts in ihren bayrischen Massivholz- oder Ikeabetten von der Karibik, dem Urwald oder Neuseeland und obendrüber immer die strahlende Sonne. Wisst ihr, alles Schöne entdecke ich hier. Das hier ist ein schönes Leben, ich mag Deutschland, ich liebe es, hier zu leben, das ist meine Erfüllung, ich liebe auch England, was wollt ihr denn alle immer mit euren Stränden und eurer Sonne, das verstehe ich nicht. Hier ist doch die Erfüllung. Aber da alle auf Abenteuer aus sind… Das verstehe ich nicht. Vielleicht hatte ich einfach schon zu viel Sonne in meinem Leben?

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Urlaub

2. April 2008
  • Voglhaus in Konstanz: Lecker Kuchen und Caro Kinderkaffee in sehr gemütlicher Atmosphäre. Außerdem sehr gute Sprüche an der Wand, z.B. von Albert Schweitzer.
  • Klettern macht Spaß! Vor allem in einem Hochseilpark.
  • Was entgegnet man einem Schweizer, dem man beim Wandern begegnet, auf sein „Grüzimiteinand“?
  • Sasbachwalden ist das schönste Dorf Deutschlands, aber Straßburg ist auch sehr schön. Und es gibt tatsächlich sehr hilfreiche, nette Franzosen, die einem aus einem Ghetto wieder raushelfen, wenn man verzweifelt in Cronenbourg den Ikea sucht.
  • Es ist lustig, schlafende Australier via Skype zu sehen. Und irgendwie auch sehr süß.
  • Juno“ ist su-per! Begeisterung über meinen zuletzt gesehenen Problemfilm. Und ein kleiner Dialog, als Kostprobe:

Ultrasound Technician: Well, there you have it. Would you like to know the sex?
Leah: Yes!
Juno: No!
Leah: Pleease, Juno, please!
Juno: No, there will be no sex!
Ultrasound Technician: Planning to be suprised when you deliver?
Juno: Well, no, but I want Mark and Vanessa to be suprised and if you tell me I’ll just, like, ruin everything.
Ultrasound technician: Are Mark and Vanessa your friends at school?
Juno: No, no, no. They’re the adoptive parents.
Ultrasound technician: Oh, well thank goodness for that!
Bren: What’s that supposed to mean?
Ultrasound technician: I just see a lot of teenage mothers come through here and it’s obviously a poisonous environment to raise a baby in.
Juno: How do you know I’m so poisonous? What if these adoptive parents turn out to be, like, evil molesters.
Bren: They could be utterly negligent. Maybe they’ll do a far shittier job of raising a kid than my dumbass step-daughter would. Have you considered that?… What is your job title exactly?
Ultrasound technician: I’m an ultrasound technician, maam.
Bren: Well, I’m a nail technician and I think we both ought to just stick to what we know.

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I have a life out there

31. Januar 2008

Sometimes there´s not enough time to write. Or, likewise, laziness becomes my best friend. So I think: No, not tonight. You can write tomorrow. And then, all of a sudden, it´s been 10 days since my last post. That´s the way time goes by.

* I went to my yoga class and came home completely happy. How can this be? Yoga really seems to work for me. Some days more, some less, but it´s really working.

* I got a thai massage. Very interesting experience. I like a hard massage, but that really was new to me: They really grab you and use their whole body weight to put pressure on some parts. During the procedure it sometimes feels strange, but afterwards you feel just wonderful. And there´s something sweet about asian women.

* I finally saw (and heard) the „SHOUT OUT LOUDS“ at the Centralstation in Darmstadt last evening and I must really say that they are very talented. One of those bands that are really worth experiencing live. They´re very good at it.

* Why do kids nowadays have to make pictures of everything they experience? „Me at the concert“ (picture taken with my mobile). Why? As if, without a picture proving it, one has not really been there. Do we need more proofs nowadays?

* I never thought I would do this, but it´s true and I´ll admit it in public: I became 26 inside a McDonalds. It´s like: I had a child in the bus. Totally wicked.