Archive for the ‘movies’ Category

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Dezember

2. Dezember 2008

Heulen, heulen, heulen könnte ich. Nicht weil mir der Glühweindampf die Tränen in die Augen treibt oder weil ich dringend Aufgaben abzugeben hätte. Nein: Ich bin in Wien (was an sich ja schön ist), während in unserem schönen Dreieck „The (International) Noise Conspiracy“ und „Get well soon“ spielen. Da verlässt man ein Mal die Gegend und schon verpasst man die Welt. Katastrophe!

Gut, werde ich mich halt in Wien vergnügen. Mit Sachertorte und Schokoladengetränk werde ich meinen Frust wegessen und -trinken und mich auf „The Notwist“ freuen und auf hoffentlich 500 Euro vom Finanzamt.

Auch will ich endlich „Vicky Cristina Barcelona“ sehen, wenn möglich im Original. Und zu den „Weltstars der Fotografie“ will ich auch noch, bevor es zu spät ist. Und vor dem 21. muss ich es auch noch zur „Lion´s Art“ schaffen. Alles für mein Studium, ist klar. ;-)

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Lachen & Weinen

17. November 2008

Lachen bei: Un roman policier.

Weinen bei: Hotel Ruanda.

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Kulturnovember

7. November 2008

Bekanntlich ist Kultur ja das beste Mittel gegen Depressionen, die im grauen Herbst manchmal sogar das sonnigste Gemüt ereilen. Deshalb hinein!

Was schon war:

  • „Wenn du deinen Schwanz aus mir raus nimmst, das ist schlimmer als Terrorismus.“ – Ich gebe zu, dieser Satz klingt, so ganz aus dem Kontext gerissen, etwas brachial. Er brachte mich aber während des genialen Theaterstücks „Bilder von Männern und Frauen“ des Studio Werkbühne sehr zum Lachen. Wobei einem bei manchen Szenen das Lachen auch schnell wieder weg bleibt. Das ganze Drama einer Beziehung in 75 Minuten auf einer geschätzten 4x4m-Bühne, sehr empfehlenswert!
  • Ebenfalls sehenswert: Brad Pitt in der charmanten Rolle eines Dummbatzes aus dem Fitnessstudio, in bester Fargo-Manier, zeigt der Film „Burn after reading„.
  • Nach einem Vortrag von Frau Hoppe-Ritter von Ritter Sport weiß ich jetzt warum sie quadratische Kunst sammelt und dass die beiden hässlichen grauen Blöcke am Mannheimer Hauptbahnhof tatsächlich von einem bekannten Architekten entworfen wurden. Wer hätte das gedacht.

Was hoffentlich noch kommt:

Und wo geht ihr hin?

Und nun noch ein paar abschließende Erkenntnisse aus meinem neuen Studium:

Der professionelle Kulturmanager ist ein Grenzgänger, der fähig sein muss in unterschiedlichen Kontexten zu denken und durch das Wahrnehmen verschiedener Perspektiven Felder unter Spannung und Bewegung zu setzen. Sein Vorbild ist der „Magier“: Er steuert indirekt, interveniert und greift in autonome Systeme ein, ohne deren Autonomie zu zerstören. Darüber hinaus muss er strategische Visisionen vermitteln können, damit er diese in einer komplexen, erlebenisdynamischen Gesellschaft, deren Orientierungslinien diffus sind, kommunizieren kann. Er verbindet strategisches Denken und kommunikative Kompetenzen um zwischen unterschiedlichen Sprach- und Sinnwelten zu vermitteln.

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Zwei Filme, dunkel und sehnsüchtig

28. August 2008

Dunkel: The Dark Knight (Batman)

Superhelden sind insgesamt ja nicht so mein Ding, weder als Comic noch als Film. Eine Ausnahme gibt es jedoch: Batman. Er begleitet mich persönlich ja schon sehr lange. Teil 1 + 2 sah ich in meiner Jugend mit großer Begeisterung. Mit 12 war Catwomen für mich Berufswunsch: Peitschend übte ich mich im Innenhof. Leider ist nichts daraus geworden, da meine Mutter sich weigerte, ein Latexkostüm für mich zu nähen. Traurig, aber wahr. Naja. Zurück zum Film: Teil 3 war dann schon nicht mehr so gut, ganz zu schweigen von dem grauenhaften Teil 4, in dem – Skandal – nicht nur kalifornische Gouvernöre in spe ihr Unheil trieben, sondern auch noch Uma Thurman! Was hat die denn in so einem Schund verloren? Doch zum Glück kam Chris Nolan, kehrte den schlechten Spuk unter den Teppich und holte den dunklen, tiefsinnigen Batman für uns hervor.

Voller Vorfreude, jedenfalls, saß ich 2005 mit meiner damaligen Mitbewohnerin in Berlin im Kino. Gezeigt wurde „Batman Begins“ und damit eine ganz neue Sicht auf den Batman-Stoff, nämlich eine düstere Sicht. Auch der neue Film (in dem bis auf Katie Holmes, die durch die großartige Maggie Gyllenhaal ersetzt wurde, die gleichen Schauspieler auftraten) begeistert mich. Er ist sehr dunkel, trieft vor Moral und wird gekrönt durch eine meisterhafte Darstellung des Jokers. Auch gefällt mir die Einbindung des Charakters Two Face. Und schließlich: Batman muss für Gotham das sein was es braucht. Böse oder gut. Wie´s gefällt. Das finde ich gut! Also: Ihr könnt mich auch haben, wie ihr´s braucht. Böse oder gut. ;-)

Sehnsucht: Before Sunset

Als weibliches Wesen kaum zu überleben ist diese Fortsetzung von „Before Sunrise“, den ich wohlbemerkt noch nicht gesehen habe. Mir war jedoch nach Schnulze und ich dachte, es sei kein Hinderungsgrund, den Vorgänger nicht gesehen zu haben. Ist es auch in der Tat nicht. Und welch Glück, dass mich dies nicht abgehalten hat, den Film mitzunehmen. Denn er ist unglaublich gut.

Eigentlich hätte dies gar kein Film werden müssen, denn es wird sowieso die ganze Zeit nur geredet. Doch Gott sei Dank ist es auch kein Hörbuch geworden, ich hätte sonst Ethan Hawkes Mund nicht sehen können. Und das wäre ein großer Verlust. Überhaupt ist es schön diese beiden zu sehen. Jedes Wort in diesem Film ist perfekt, jeder Dialog zwischen besagtem Adonis und Julie Delpy. Und ich könnte bei jedem Satz innerlich aufjauchzen vor Zustimmung und Freude. Mit jedem Moment nimmt die Spannung zu, schnürt sich die Brust zusammen und am Ende möchte man nur noch schreien: So fallt doch endlich über einander her, ihr Trottel, das ist die Chance eures Lebens!

Das. Will ich auch. *schmacht*

Journalist #1: Do you consider the book to be autobiographical?
Jesse: Uh, well, I mean… isn’t everything autobiographical?

Celine: Do I look any different?
[long pause]
Celine: I do?
Jesse: I’d have to see you naked.

Celine: So what’s it like to be married? You haven’t talked much about that.
Jesse: I haven’t? How weird.

Jesse: Maybe what I’m saying is, is the world might be evolving the way a person evolves. Right? Like, I mean, me for example. Am I getting worse? Am I improving? I don’t know. When I was younger, I was healthier, but I was, uh, whacked with insecurity, you know? Now I’m older and my problems are deeper, but I’m more equipped to handle them.

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Tatort Mannheim

18. Juli 2008

Hello everybody,

it has been a long time since my last English post. Therefore I have decided to report on this subject in English, even though it implies going into the details of some German phenomenons.

Since 1970 the ARD (first German TV channel) broadcasts a TV series called „crime scene“ (Tatort). It is normally shown every Sunday evening and is very popular among many people. In fact it is so popular that some people meet up to watch it together and even some bars show it on a regular basis. Now what´s the thrill? Personally I like the fact that there is not only one team of cops which solves the cases, but many, which appear in changing order and thus prevent the series from becoming boring.

How come? In federalistic Germany it is a must-have to let the series take place in different cities, with policemen and women who represent the local colour of a region. So what you have is in fact a series where each episode consists of a different police team. Each team appears one to four times a year and has characters with different personalities. From cat-lovers to singles to stressed parents to messy apartment owners and so on. Even though the main theme of the series is always a murder and the plot concentrates on resolving the case, you get to know many private aspects of the policemen´s and women´s life which make it easy to identify with them.

My favourite team is the Münster-Team, because it is so hilarious. On the one hand there´s a cop, Frank Thiel, who originally is from Hamburg and misses his football team FC St. Pauli. You can often see him wearing a t-shirt with their logo (especially when he´s going to sleep). After his recent divorce he moved to Münster because he wanted to be nearer to his father, who works as a taxi driver and also makes some money selling weed (which of course his son does not know, or more likely, does not want to know). As Thiel does not have a driving licence his father has saved him one or the other time by picking him up with his taxi.

On the other hand there is Prof. Boerne, the forensic doctor, who first and foremost is in love with himself. Not only is he proud about his academic expertise but also of him being of noble stock. He likes to dress nice, eat nice and drive expensive cars. So when Thiel and Prof. Boerne have to work together it is like the clash of two worlds. But not only do they work together, they even live in the same house and Prof. Boerne is Thiel´s landlord. It has happend that he uses his spare key to get into Thiels aparment, especially when he is in need of wine, which he needs to spend a nice evening with some woman.

This is just a rough outline of the setting to give you an idea why I like this series so much. Now what I wanted to tell you about is that on Thursday the premiere of the new Stuttgart-Tatort (second episode „In eigener Sache“) took place at the Cinemaxx in Mannheim, which seems to have the biggest screen in Baden-Württemberg. All the actors were present and you could take your pictures with them, which I did not! :-) Even though their acting location is Stuttgart both main actors come from this region. Richy Müller originally is from Mannheim and Felix Klare from Heidelberg.

In this episode the policemen need to investigate among themselves, a delicate subject which is not easily accomplished. It will be broadcasted on Sunday, the 17th of August 2008 and makes it worth to spend a summer evening at home. For me it was fun to watch a „Tatort“ in the cinema for the first time. Thanks to RW for getting me into this. ;-)

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Urlaub

2. April 2008
  • Voglhaus in Konstanz: Lecker Kuchen und Caro Kinderkaffee in sehr gemütlicher Atmosphäre. Außerdem sehr gute Sprüche an der Wand, z.B. von Albert Schweitzer.
  • Klettern macht Spaß! Vor allem in einem Hochseilpark.
  • Was entgegnet man einem Schweizer, dem man beim Wandern begegnet, auf sein „Grüzimiteinand“?
  • Sasbachwalden ist das schönste Dorf Deutschlands, aber Straßburg ist auch sehr schön. Und es gibt tatsächlich sehr hilfreiche, nette Franzosen, die einem aus einem Ghetto wieder raushelfen, wenn man verzweifelt in Cronenbourg den Ikea sucht.
  • Es ist lustig, schlafende Australier via Skype zu sehen. Und irgendwie auch sehr süß.
  • Juno“ ist su-per! Begeisterung über meinen zuletzt gesehenen Problemfilm. Und ein kleiner Dialog, als Kostprobe:

Ultrasound Technician: Well, there you have it. Would you like to know the sex?
Leah: Yes!
Juno: No!
Leah: Pleease, Juno, please!
Juno: No, there will be no sex!
Ultrasound Technician: Planning to be suprised when you deliver?
Juno: Well, no, but I want Mark and Vanessa to be suprised and if you tell me I’ll just, like, ruin everything.
Ultrasound technician: Are Mark and Vanessa your friends at school?
Juno: No, no, no. They’re the adoptive parents.
Ultrasound technician: Oh, well thank goodness for that!
Bren: What’s that supposed to mean?
Ultrasound technician: I just see a lot of teenage mothers come through here and it’s obviously a poisonous environment to raise a baby in.
Juno: How do you know I’m so poisonous? What if these adoptive parents turn out to be, like, evil molesters.
Bren: They could be utterly negligent. Maybe they’ll do a far shittier job of raising a kid than my dumbass step-daughter would. Have you considered that?… What is your job title exactly?
Ultrasound technician: I’m an ultrasound technician, maam.
Bren: Well, I’m a nail technician and I think we both ought to just stick to what we know.

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Die Stadt B. II

4. März 2008

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B. liegt zwar in Deutschland, ist aber doch ganz anders als der Rest dieses Landes, so ganz eigen. Oder eher: B. ist wie die dicke Lupe, die mein Opa immer neben seinem Briefmarkenalbum liegen hatte. Alle Aspekte der deutschen Gesellschaft liegen hier, im brandenburgischen Nichts, verstärkt auf diesem großen Fleck vor. Alles was Deutschland zu bieten hat, findet sich also hier in genau betrachteter, grotesk vergrößerter Sicht. Oder noch eher: B. besteht aus Extremen und zeigt alle Extreme der deutschen Gesellschaft: politisch, modisch, künstlerisch, wirtschaftlich, musikalisch, sportlich, hygienisch: Es ist alles da. Es gibt alles. Für alles ein Stadtviertel, für alles eine Straße, für alles einen Laden.

Mich faszinieren immer wieder zwei Aspekte: Die Jugendkultur und die „wahre“ Kultur. Ich behaupte: Die Warschauer Brücke ist der beste 24 Std. Laufsteg in Sachen Streetwear. Ich behaupte: B. ist ein Kulturschlaraffenland. Ich behaupte: Diese Stadt ist so reich wie sie arm ist. Man begreift den Wahnsinn und die Großartigkeit kaum wenn man „draußen“ ist. Man kann sich nicht anderes mehr vorstellen, wenn man „drin“ ist.

Freitag = War ich auf der hervorragenden Fortbildung von Mary Ellen Bates. Siehe vorheriger Post. Sie hat einen total netten Stil: „Now look at that tool. Is that cool, or what?“. Vielleicht komme ich in den nächsten Tagen dazu, einige ihrer echt hilfreichen Tipps zu Google, Yahoo und MSN Live zu posten. Abends dann in den Hackeschen Höfen in I´m not there, dieser Dylan-Verfilmung. Echtes Experimentalkino. Man muss schon ein Fan sein, um ansatzweise was zu kapieren. Aber Cate Blanchett ist supercool. Wie immer. ;-)

Samstag = Führung durch die Kulissen der Staatsoper. Hatte mich kurzentschlossen dazu gesellt, nachdem draußen dieser Orkan tobte. Hat sich aber gelohnt, denn es war sehr eindrucksvoll zu sehen, was hinter der Bühne alles abläuft und wie viele Leute an dem Gelingen einer Aufführung beteiligt sind. Übrigens war ich sicherlich die jüngste Teilnehmerin. Alles andere Omis und Opis. :-) Weitere Stationen auf dem Weg nach Prenzlberg: Dussmann („Feuchtgebiete“ erworben), Mitte (Tee getrunken, Kuchen gegessen, hippe Leute bestaunt) und dann lecker Abendessen bei Freunden. Und lustige Gespräche in der Schwalbe. Jenny hat sich beim Rugby ein Veilchen gepflückt, es war interessant zu sehen, wie die Farben sich im Laufe des Wochenendes noch änderten.

Sonntag = Rumhängen und angesichts des schlechten Wetters doch nicht zum Boxi. Stattdessen wieder Kaffee (Caro-Kinderkaffee!!!) und Kuchen in der Kaufbar. Anschließend ins PrimeTimeTheater zu „Gutes Wedding, schlechtes Wedding“. Großartig, absolut zum Totlachen. Sehr empfehlenswert.

Dank an Jenny und Astrid für die Bleibe und das „ich bin wieder 2 Jahre jünger Gefühl“.