Archive for the ‘schmalerGrat’ Category

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ACAB/HH

17. Juli 2017

„Ich hoffe seit ich vierzehn bin, dass noch irgendwas passiert, dass die Welt, in der wir leben, doch ihr Gleichgewicht verliert. Doch nach jedem 1. Mai, an dem ich Steine auf die Schweine warf, kam ein 2. Mai, geil, Kindergeld vom Schweinestaat.“ (Grim 104)

Choose your ACAB:

All cops are bad?

or

All colours are beautiful?

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verax

13. Februar 2015

[ v e r a x ] : Edward Snowden – Short Film from Fallout Media on Vimeo.

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Maya

10. September 2013

Nur deine Illusionen
hindern dich an der Erkenntnis,
daß du frei bist
und es immer warst.

(Anthony de Mello, Warum der Schäfer jedes Wetter liebt – Weisheitsgeschichten)

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Upside down

20. November 2012

England ist allein deswegen schon toll, weil man 15 Freiminuten WiFi pro Zugfahrt hat (zumindest bei EastCoast), was ich cool finde. Könnte die DB sich mal abschauen. Nur deshalb gibt es diesen Eintrag. Außerdem sind die Briten höflich und – was ich aus 20 Minuten Übergang St. Pancreas nach Kings Cross ablesen kann – wohlorganisiert. Zudem ist es recht leise im Zug, viel leiser als in D. Sind die Briten die neuen Deutschen?

Mein Herbst ist die gelebte Version von Tori Amos Lied „Upside down“. Schön, wenn einem Lieder nach 15 Jahren immer noch was sagen, oder wieder was sagen. :-) Die Stimmungsschwankungen sind recht krass. Von sehr in mich selbst gekehrt, gelassen und glücklich hin zu komplett enttäuscht und bar jeglicher Hoffnung. Warum das so schwankt, weiß ich nicht. Vielleicht das mangelnde Vitamin D? Vielleicht ist Vitamin D sowieso wichtiger als man denkt?

Heute einen furchtbaren Albtraum gehabt: Ich sitze alleine in einem Zug (eher einem Gerippe von einem Zug, denn er hatte keine Fensterscheiben), der durch ein trockenes Gebirge durchfährt. Und weil ich unbedingt rechtzeitig an mein Ziel muss, kommt bei der Durchfahrt durch einen zur Seite hin offenen Tunnel die Durchsage: Jetzt bitte nicht aus dem Fenster schauen, wir müssen durch einen Tatort durchfahren, die Polizei weiß noch nicht was geschehen ist, aber wir werden durchfahren – wenn auch langsam – weil Frau F. an ihr Ziel kommen muss. Ich guckte trotzdem, und draußen neben den Gleisen lagen lauter tote Inder und Körperteile von toten Indern. Grausam. Wie lässt sich dieser Wust, dieser Abfall des Gehirns interpretieren? Hat es einen oder hat es keinen Sinn? Irgendwie schon denke ich, aber nicht „literally“.

Thank God for England! I am so easily eased by a cosy room under the rooftop of a Bed&Breakfast called „The Fourposter Lodge“. I´d almost forgotten this feeling that only England is able to give you. The taxidriver asked me: „What are you doing alone in a fourposter room, luv?“

Yeah! Right! Exactly! What am I doing alone in a Fourposter room?

Cosy. Easy. Sleepy. No fear, no nightmares allowed here.

god i love to turn my little blue world upside down
god i love to turn my little blue world upside down
inside my head the noise
chatter chatter chatter chatter chatter
you see i’m afraid i’ll always be
still coming out of my mother
upside down

don’t you love to turn this little blue girl upside down?
i know you love to turn this little blue girl baby upside down
but my heart it says you’ve been
shatter shatter shatter shatter shattered
and i know you’re still a boy
still coming out of your mother

but when you gonna stand on your own?
i say the world is sick
you say, ‚tell me what that makes us darlin‘
you see you always find my faults
faster than you find your own
you say the world is getting rid of her demons
i say ‚baby what have you been smokin‘
well i dreamed i dreamed i dreamed
i loved a black boy
my daddy would scream

don’t you love to turn this little blue girl upside down?
any kind of touch i think is better than none
even upside down
but you see i’m tangled up
got a kitten kitten kitten in my hair
Cincinnati – i like the word
it’s the only thing we can’t seem
to turn upside down

well i found the secret to life
i found the secret to life
i’m okay when everything is not okay

don’t we love to turn our little blue world upside down?
don’t we love to turn our little blue world baby upside down?
inside my head a voice
chatter chatter chatter chatter chatter
and it says ‚girl you’re all the same
still comin‘ out of your mother
still comin‘ out of your mother
upside down‘

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Interessant

4. Juni 2012

waren heute zwei Situationen:

Eine junge Frau kam beruflich zu mir. Wir redeten auf Deutsch, sehr distanziert, sehr professionell. Sie trug mir ihre Anliegen vor. Ich antwortete ihr. Als ich dann auf einem Dokument ihren Namen las, sprach ich sie darauf an, ob sie Portugiesin oder Brasilianerin sei. Plötzlich ein Strahlen in ihren Augen. „Sou brasileira“ und fragte sofort, warum ich Portugiesisch spreche. Ich sagte, ich war in Brasilien. „E adorou?“ – „Sim, adorei!“ Plötzlich war sie wie ausgetauscht. Ich aber auch. Plötzlich war dieses Kühle/Distanzierte weg, und da war eine sympathische junge Frau, die ganz viel lächelte und mit mir herumschäkerte. Und das nur, weil wir die Sprache gewechselt haben. Die Sprache ist doch viel stärker ein Ausdruck der Kultur, als ich dachte. Wechselt man, ist man plötzlich „da“. Das bedeutet, dass Übersetzung nur grob möglich ist. Dass es etwas gibt, was man nicht übersetzen kann. Und dass man ein anderer Mensch ist, wenn man in einer anderen Sprache spricht. Ein bisschen wie mit anderen Kleidern, die man sich anzieht.

Auch wenn man etwas durchblickt hat, also Emotionen, und warum sie in einem passieren, wenn man also schon reflektiert hat, warum bestimmte Menschen/Situationen in einem Emotionen auslösen und das alles bis in seine Kindheit/Jugend zurückgespult hat, und weiß, dass das nur wandelnde Projektionen sind, die diese Gefühle nicht per se hervorrufen, sondern weil man ihnen selbst Bedeutung zugeschrieben hat, jedenfalls selbst dann… passieren diese Emotionen noch, lassen sie sich nicht so einfach abstellen. Wie lange muss der Pawlow´sche Hund eigentlich die Klingel hören, ohne dass es Essen gibt, bis er aufhört Speichel zu produzieren? Irgendwann muss doch der Lerneffekt wieder da sein… Also, irgendwann muss man doch auch mal dekonstruieren können. Den Film abstellen und diese Menschen wieder einfach nur als Menschen sehen. Oder Flughäfen als Flughäfen. Ich bin die Königin der Konstruktion/Interpretation. Ich musste 30 werden um zu verstehen, dass ich „in diesem Ausmaß“ etwas tue, was nicht normal ist. Ich lese ständig die Welt, weil sie für mich voller Zeichen ist. Aber das ist sowas von gar nicht objektiv. Weil meine Fantasie ohne Grenzen ist. Manchmal derart ohne Grenzen, dass ich eine komplette Nacht durchdenken kann.  Wirklich: Die Paralleluniversen der MJF. Sie existieren. Zumindest in meiner Realität.

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O verdadeiro amigo

12. Februar 2012

Há momentos na vida em que você distinguirá muito bem os amigos verdadeiros.

Um simples amigo inicia uma conversa com um boletim de novidades sobre a própia vida. O verdadeiro amigo diz: „O que há de novo sobre você?“

Um simples amigo nunca viu você chorar. O verdadeiro amigo tem seus ombros encharcados por suas lágrimas.

Um simples amigo traz uma sobremesa para sua festa. O verdadeiro amigo chega mais cedo para ajudá-lo a cozinhar e fica até mais tarde para ajudá-lo na limpeza.

Um simples amigo procura conversar com você sobre seus problemas. O amigo verdadeiro procura ajudá-lo a resolvê-los.

Um simples amigo acha que a amizade terminou quando vocês têm uma discussâo. O verdadeiro amigo sabe que nâo existe amizade se nâo houver divergências.

Um simples amigo espera que você sempre esteja por perto quando ele precisar. O verdadeiro amigo deseja estar sempre por perto quando você precisar dele.

A amizade é o sentimento que une as almas umas às outras, gerando alegria e bem-estar. É suave expressâo do ser humano que necessita de intercambiar as forças da emoçao sob os estímulos do entendimento fraternal.

A amizade é como uma chuva fina. Cai de mansinho e penetra o solo ressecado das almas, formando largos lençóis de água cristalina nas profundezas to ser, alimentando-o e dessendentando-o.

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Konstruktion

21. November 2011

”Richtig erkannt haben wir uns erst, wenn wir erkennen, wie konstruiert wir sind.”

Walter Höllerer, im Berliner Fenster gefunden. Schön!

Bei Ignorama teilgenommen. Abgefahren!