Archive for the ‘streetART’ Category

h1

Verroste, Selbst!

1. Juni 2011

Ich mag ja Polypixens Konzept des Dokumentierens von Veränderung, Vergänglichkeit, Verfall. Hier ein schönes Beispiel aus den eigenen Reihen. Von „Trust yourself“ zu „rust self“… ;-)

Sie schaut auch deutlich verzweifelter als sie.

h1

Konzentration!

19. Oktober 2010

h1

Amusing

5. Mai 2010

street art in Brazil.

h1

PARK!

15. April 2010

♥ ♥ ♥

h1

Beziehung zu einer Stadt

27. Dezember 2009

Man müsste meinen, ich sei ungebunden und mobil, hätte sämtliche Optionen offen. So wie es von Leuten meines Alters, meiner Bildung und meines Zustandes verlangt wird. Aber ich stelle fest, dass ich es seit einiger Zeit nicht mehr bin. Es fällt mir schwer festzustellen, zu welchem Zeitpunkt genau diese Zustandsänderung erfolgte. Denn ich wurde nicht gefragt: Sind wir ab heute zusammen? Es gab kein: An einem Tag war es so und an dem anderen dann so. Im Laufe dieses Jahres bemerkte ich, als ich einmal wieder meine Gefühle überprüfte, dass ich eine Beziehung mit dieser Stadt eingegangen bin. Und ich zwar durchaus wegziehen könnte, aber dies einen Herzbruch zur Folge hätte. Ohne Schmerzen komme ich hier nicht mehr raus. Also bleibe ich vorerst und genieße.

Ich liebe MA, aber es ist kein Hollywoodgefühl. Obwohl es auch bei Sonnenuntergängen über Flüssen vorkommt. Aber auch: Wenn ich interessante Gebäude sehe, etwas Geschichte erfahre, Personen kennen lerne, die hier leben, nachts mit dem Fahrrad nasse Straßen entlang fahre, Dönerteller esse, Museen besuche, tanze, laufe, entdecke. Ich kenne ihre guten und ihre schlechten Seiten. Ich sehe sie unrasiert und aufgestylt. Und mag sie deshalb nicht mehr oder weniger.

Eine Beziehung fängt an, wenn man die Straßen kennen lernt, Orientierung hat, und möglichst viel sieht: Diesen Stadtteil und jenen. Diesen Park, jene Fabrik. Wenn man in der Stadt lebt und sie wahrnimmt. Hier arbeite ich, da feiere ich, da kaufe ich ein, dort treffe ich mich mit X, da war ich mit Y, hier wohnt Z, dieses Haus ist schön von innen, jenes schön von außen. Hier hat vor 100 Jahren der A die B geküsst. Da wohnt C, hier standen D und F mal, als ich aus dem E kam. Wenn ich hier lang fahre, komme ich da heraus. Dort klebt dieses lustige Ding. Da ist ein Laden in dem man Stempel kaufen kann. Hier hab ich mal was hingemacht. Da, der Typ der hat auch an die Uni getaggt. Das hier ist neu. Ah, hier wird gebaut. Guck mal, das Haus da. Erinnerungen an mein Leben und Gegenwart zugleich. Eine Karte mit vielen bunten Punkten und trotzdem immer wieder Stellen, die ich noch nicht kenne.

Städte sind wie Männer für mich. Ich habe eine Beziehung mit Ihnen. Ich habe bisher in 6 Städten gewohnt. Wobei zweieinhalb davon eine arrangierte Beziehung waren (nicht immer eine schlechte). Die anderen habe ich frei gewählt. Und in dieser, der sechsten, möchte ich länger bleiben. Es fühlt sich nämlich sehr gut an.

Ich habe keinen Mann, aber ich habe Mannheim. Vermutlich nicht viele Menschen können nachvollziehen, dass dies tatsächlich befriedigend sein kann und zufrieden macht. Lasst es euch gesagt sein: Es ist möglich.

Und so möge 2010 kommen. Ich habe keine Ahnung was passieren wird. Was mit mir, meinen Freunden, meiner Familie und mit der Welt passieren wird. Und ich habe auch keinen großen Plan. Ich bin einfach hier und lebe. Es stimmt.

h1

Über die Vorteile des Fixierens von Klingelschildern

13. Juli 2009

Frau Frapeur aka. Ghetto-Marie wurde gestern Abend beinahe in eine polizeiliche Begegnung involviert. Das passiert einem, wenn man nachts mit schwarzem Kapuzenpulli auf Brücken herum läuft. Höchst verdächtig! Warum muss auch just in dem Augenblick die Polizei vorbei kommen? Jedenfalls: So tun als wäre nix hilft. Also schön weiter die Brücke runter gelaufen (Sachen unterm Arm) und mental schon einmal mögliche Gesprächssituationen vorbereitet: „Junge Frau, laufen Sie immer mit Pinsel, Kleber und seltsamen Figuren bestückt über diese Brücke?“

Antwort A) „Bitte, bitte verhaftet mich nicht, das ist ein Kunstprojekt.“

Antwort B) „Nein, manchmal laufe ich auch unter den Brücken durch.“

Antwort C) „Ja, das mache ich zur Entspannung. Ist das etwa verboten?“

Antwort D) „Ich führe meine Mädels aus.“

Gottseidank kam es aber nicht zu diesem Gespräch. Als sie nämlich ein zweites Mal um den Block fuhren, war ich schon an der Straße und habe mich in das Lesen von Klingelschildern vertieft. Sie fuhren langsamer und hielten. Sie guckten, ich drehte mich um guckte frech zurück. Dann fuhren sie weiter. Puhhhh!

h1

Stadtreinigung Mannheim

11. Juni 2009

… fuck off!

Ok, ich hab´s verstanden: Eure Brücken sind euch heilig. Kaum ist man mal zwei Wochen weg, wird mit grau drüber gestrichen. Arghgh! Rache ist bitter. Ihr macht etwas Kleines weg? Ich mach etwas Größeres hin. ;-)

See you soon.

MJF

h1

Bristol

2. Juni 2009

is said to be Banksy’s home city. His gorgeous artwork is even nicer when seen in real life. I did just that today. :-)

h1

Ich hab´s getan…

11. Februar 2009

mit „Swing Decor Kraft Kleister“ entgegen der Empfehlungen von www.pasteup.de. Was ganz gut funktionierte und auch hautfreundlicher ist. Mal sehen wie lange es hält.

Dazugelernt:

  • Ich weiß jetzt warum Graffitis unter Brücken sind. Da fühlt man sich einfach sicherer. Wobei man sagen muss, dass der Vorteil von Papier wirklich ist, dass man alles schon zu Hause vorbereiten kann und somit „vor Ort“ nur noch relativ wenig Zeit braucht.
  • Papier ist außerdem nicht ganz so illegal wie sprühen, weil es den Untergrund nicht beschädigt.
  • Arschkalt ist es, die Hände um 23 Uhr bei 3 Grad voller Kleister zu haben.
  • Sonntag Abend ist ein hervorragender Termin.
  • Nächstes Mal nehme ich dickeres Papier. Mir sind 3 zerrissen!

Orte:

  • Kurpfalzbrücke (Laterne)
  • L 13 (Hauswand)
  • Neckarpromenade (Mülleimer, Wasserstandsschild)
  • Friedrich-Ebert-Brücke (Geländer)
  • Jungsbuscharena (Wand)

Danach fühlt man sich gleich so, als hätte man etwas erledigt im Leben. :-)

woman

h1

Mein Jahr

31. Dezember 2008
  • Der Job: Ich habe gewechselt und bin im Paradies gelandet. Was macht es pardiesisch? Wie immer sind es die Menschen, die Begegnungen, die Einblicke und die Erfahrungen. Wird man allerdings auf dem alljährlichen Stufentreffen danach gefragt und man bekommt (wie immer unqualifizierte Kommentare von Unwissenden) zu hören: „Hat das denn noch Zukunft?“, dann ärgert man sich kurz und denkt sich dann: Ach Junge, wenn du wüsstest. Ich kann mir zwar keinen BMW kaufen, aber ich will auch keinen. Mein Job besteht darin Leuten zu helfen. Was gibt es Besseres? (Ein „Unternehmen“ zu beraten? Hell no! ;-). Menschen sind wichtiger. Den Job zu wechseln und sich nebenher weiter zu bilden, das war die beste Entscheidung in diesem Jahr.
  • Das „Selbststudium“: Ich habe mich ein Stückchen weit wieder gefunden. Und das besonders Schöne daran: Ich mag mich. Von meiner Lieblingskrankheit einmal abgesehen. Aber: Sie ist nebensächlich, das muss ich weiterhin lernen. Meine Einbildungskraft ist „at its best“. Jetzt müsste ich diese Kraft nur endlich mal in was Gescheites umwandeln, statt pausenloses Kopfkino. Überhaupt: Ich habe manchmal so viele Ideen und statt diese umzusetzen, denke ich: „Ach nee, ist doch nix.“ Das muss sich ändern!
  • Jungsein: Ich habe gemerkt, dass ich noch jung bin. (Haha, Frau Frapeur und ihre sagenhafte Erkenntnisse). Und das ist gut, Leute, das ist gut. Vernünftig sein, das mache ich dann in ein paar Jahren mit Mann, Kind und Gedanken über frühkindliche Förderung, zweisprachige Kindergärten, Impfungen und so weiter. Langweiliger Erwachsenenkram. Aber solange noch eine 2 vorne dran steht, ihr Lieben, gilt es die Stadt unsicher zu machen (durch wahnwitziges Fahrradfahren), die Stadt zu verschönern (durch paste-ups), Bücher zu lesen, sinnlos im Internet zu surfen, schlecht Klavier zu spielen und aus Spaß an der Freud dazu lauthals zu singen, Träume zu haben, zu reisen (dieses Jahr: BCN, Frankreich, Wien, nächstes hoffentlich: BCN, GB, Berlin), frei zu sein, wahrlich das zu tun, was man will.
  • Gesund leben: Denn das heißt nicht nur gesunde Ernährung in einer einer Welt voller Scheißessen, Bewegung in einer Welt voller Sofas und SUVs, Hormone absetzen und dabei nicht die Selbstachtung verlieren, Geistesruhe in einer Welt voller naja, Kopfkino, HouseMDgucken bis man glaubt eine Thrombose zu haben, Tanzen, Tanzen, Tanzen und Kunstüberfluß, sondern auch: Sich vor allem und in erster Linie wohl fühlen, um jeden Abend sagen zu können: Liebe Thrombose, solltest du heute Nacht über mich kommen und mich ins Jenseits befördern, so bin ich dir nicht böse und habe keine Angst, weil mein Leben schön war. Danke dafür.
  • Menschen: Es gibt nichts großartigeres auf der Welt als Menschen. Dass ich interessante Menschen kennen lernen durfte und darf, dass ich Menschen kenne, die mich mögen und ich sie auch, die für mich da sind in Freude, Zweifel, Leid und Glück, macht mich glücklich und tröstet mich über die Tatsache hinweg, dass es auf diesem Planeten so einige Deppen gibt, die ich natürlich auch respektiere (äh, ehrlicher: hinnehme). Aber Zuneigung, Verständnis, Mitgefühl? Entschuldigung, nein!