Archive for the ‘zuVIEL’ Category

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grau

15. Oktober 2013

Schöner Tag noch, hat heute jemand in bestem Mannheimerisch zu mir gesagt. Ja, das ist sehr nett, wirklich sehr nett. Aber es geht halt nicht immer, einen tollen Tag zu haben. Ich fühle mich irgendwie richtungslos, grau und ausgelutscht. Die Motivation ging baden. Keine Ahnung wo. Wenn man sich auf einer Metaebene bewegt, dann verschwindet der Sinn ganz schnell. Man kann Leben vor- und rückwärts denken, gar spulen, hat das Gefühl, irgendein Automatismus läuft ab. Ein Ereignis folgt dem nächsten ohne eine echte Veränderung, ohne einen Richtungswechsel. Dann wiederum: Sollte er doch einmal erfolgen, der Richtungswechsel, dann werde ich mich anschließend auch wieder niederlassen, festigen, und der Alltag geht von vorne los. Vorprogrammierter Stillstand.

Auf Analysen der Welt habe ich auch keine Lust mehr. Ich hab das Gefühl, dass ich bereits durchblickt habe, wie das alles hier funktioniert. Nach welchen Dingen die Menschen trachten, warum sie handeln. Ist sicherlich Schwachsinn, zu glauben, man hätte die Welt verstanden. Aber manchmal fühle ich mich so. Und dann fehlt der Sinn. Dabei ist er doch so wichtig, dieser Sinn. Manche kriegen Kinder. Auch eine Art von Sinn. Aber ich denke eben, der Sinn, der muss ganz aus mir heraus kommen. Kommt er meist auch, viel tiefer aus mir selbst, als bei vielen. Aber der Lausebengel ist flüchtig, geht öfter mal flöten und ich muss dann wieder suchen, suchen, suchen…

Naja. Niemand hat behauptet, es sei einfach.

Ist schon ok so.

Irgendwie.

Vage.

So.

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Upside down

20. November 2012

England ist allein deswegen schon toll, weil man 15 Freiminuten WiFi pro Zugfahrt hat (zumindest bei EastCoast), was ich cool finde. Könnte die DB sich mal abschauen. Nur deshalb gibt es diesen Eintrag. Außerdem sind die Briten höflich und – was ich aus 20 Minuten Übergang St. Pancreas nach Kings Cross ablesen kann – wohlorganisiert. Zudem ist es recht leise im Zug, viel leiser als in D. Sind die Briten die neuen Deutschen?

Mein Herbst ist die gelebte Version von Tori Amos Lied „Upside down“. Schön, wenn einem Lieder nach 15 Jahren immer noch was sagen, oder wieder was sagen. :-) Die Stimmungsschwankungen sind recht krass. Von sehr in mich selbst gekehrt, gelassen und glücklich hin zu komplett enttäuscht und bar jeglicher Hoffnung. Warum das so schwankt, weiß ich nicht. Vielleicht das mangelnde Vitamin D? Vielleicht ist Vitamin D sowieso wichtiger als man denkt?

Heute einen furchtbaren Albtraum gehabt: Ich sitze alleine in einem Zug (eher einem Gerippe von einem Zug, denn er hatte keine Fensterscheiben), der durch ein trockenes Gebirge durchfährt. Und weil ich unbedingt rechtzeitig an mein Ziel muss, kommt bei der Durchfahrt durch einen zur Seite hin offenen Tunnel die Durchsage: Jetzt bitte nicht aus dem Fenster schauen, wir müssen durch einen Tatort durchfahren, die Polizei weiß noch nicht was geschehen ist, aber wir werden durchfahren – wenn auch langsam – weil Frau F. an ihr Ziel kommen muss. Ich guckte trotzdem, und draußen neben den Gleisen lagen lauter tote Inder und Körperteile von toten Indern. Grausam. Wie lässt sich dieser Wust, dieser Abfall des Gehirns interpretieren? Hat es einen oder hat es keinen Sinn? Irgendwie schon denke ich, aber nicht „literally“.

Thank God for England! I am so easily eased by a cosy room under the rooftop of a Bed&Breakfast called „The Fourposter Lodge“. I´d almost forgotten this feeling that only England is able to give you. The taxidriver asked me: „What are you doing alone in a fourposter room, luv?“

Yeah! Right! Exactly! What am I doing alone in a Fourposter room?

Cosy. Easy. Sleepy. No fear, no nightmares allowed here.

god i love to turn my little blue world upside down
god i love to turn my little blue world upside down
inside my head the noise
chatter chatter chatter chatter chatter
you see i’m afraid i’ll always be
still coming out of my mother
upside down

don’t you love to turn this little blue girl upside down?
i know you love to turn this little blue girl baby upside down
but my heart it says you’ve been
shatter shatter shatter shatter shattered
and i know you’re still a boy
still coming out of your mother

but when you gonna stand on your own?
i say the world is sick
you say, ‚tell me what that makes us darlin‘
you see you always find my faults
faster than you find your own
you say the world is getting rid of her demons
i say ‚baby what have you been smokin‘
well i dreamed i dreamed i dreamed
i loved a black boy
my daddy would scream

don’t you love to turn this little blue girl upside down?
any kind of touch i think is better than none
even upside down
but you see i’m tangled up
got a kitten kitten kitten in my hair
Cincinnati – i like the word
it’s the only thing we can’t seem
to turn upside down

well i found the secret to life
i found the secret to life
i’m okay when everything is not okay

don’t we love to turn our little blue world upside down?
don’t we love to turn our little blue world baby upside down?
inside my head a voice
chatter chatter chatter chatter chatter
and it says ‚girl you’re all the same
still comin‘ out of your mother
still comin‘ out of your mother
upside down‘

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Der überfahrene Blumenstrauß

4. Juli 2012
  • Warum verhält man sich eigentlich so bescheuert, wenn man (unbewusst, aber es passiert) beschließt, jemanden als sexuell zu betrachten. Sprich: Vorher ist diese Person ein Mensch, danach ist diese Person ein Problem? Vorher ist man selbst ein Mensch, danach ist man ein Iditot. Warum? Vorher hat man ein Gehirn, danach nur noch einen hormondurchströmten Körper.
  • Heute zum ersten Mal einen überfahrenen Blumenstrauß gesehen. Interessant, irgendwie.
  • Warum schmeckt mir neuerdings eigentlich Bier? Bisschen spät, oder?
  • Gestern einen abstrusen, aber tollen kubanischen Film gesehen: La vida es silbar.
  • Komische Dinge passieren, die ich nicht verstehe: JT kommt vorbei und redet mit mir. Wie immer, Kontakt halten, aber schön unverbindlich. M kommt vorbei und redet mit mir und will meine Nummer haben? Hä? Genug ist doch genug, oder? Der Fahrradjunge lächelt mich an und grüßt mich. W guckt mich an, lächelt, wie immer. Und es passiert nichts. Wie immer. Und ich weiß nicht, ich weiß wirklich nicht, wie ich euch Männer verstehen soll. Ich und Männer in Deutschland, das klappt nicht. Ich und diese ganzen verhaltenen, nicht ausgesprochenen Emotionen. I am an emotional creature! Ich externalisiere meine Gefühle. Aber in Deutschland ist das kulturell verboten, weshalb die anderen das nicht können/dürfen/wollen/sollen… und ich bin desorientiert und weiß nicht, an was ich bin und wie ich mich verhalten soll.
  • Ich weiß nur, ich kann mir selbst vertrauen. Wenn ich alleine bin, bin ich ruhig. Ich empfinde gerade eine große Liebe für die Welt. Und für diesen Moment. Ich bin gerade offen. Alles ist möglich. Now let´s play.
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Ich denke zu viel

20. Juni 2012

drehe mich im Kreis, finde keine Lösung, setze keine Logik ein, sondern Emotionen. Ich glaube, das ist nicht gut. Ich glaube, ich sollte differenzierter und sachlicher denken. Statt dessen baue ich irgendwelche Mauern, weil ich denke, die würden mir Struktur geben. Immer bilde ich Differenzen, immer versuche ich mich zu definieren, indem ich definiere, was ich nicht bin, mich also abgrenze. Ich weiß nicht, ob das langfristig sinnvoll ist. Die Identität als Problem?

Die Denkinhalte kurz umrissen:

  • Man kann Erfahrungen nicht teilen.
  • Happyness is a choice, angeblich.
  • Leute ändern sich nicht. Sie entfalten sich nur.
  • Innerliches Tikitaka Fussball vs. Schland.
  • Das Elend ist groß / wie mit dem Wohlstand leben?
  • Ich mag unsere weltfremde Mittelschicht nicht.
  • Eu sou um vira-latas e prefiro outros vira-latas.
  • Ganz oder gar nicht, finde ich. MJFs usual black or white.
  • Wahrgenommen werden. Ein Menschenrecht.
  • Echt sein. Über alles andere. Echt sein.
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Notiz an mich selbst

16. Januar 2012

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5 Freiheiten

23. Dezember 2011

Die Freiheit:

  • zu sehen und zu hören, was jetzt ist, anstelle von dem, was sein sollte, war oder sein wird.
  • zu sagen, was ich fühle und denke, anstatt was ich fühlen und denken sollte.
  • zu empfinden, was ich jetzt empfinde, anstelle von dem, was ich empfinden sollte.
  • nach allem zu fragen, was mir wichtig ist, anstatt immer auf die Erlaubnis von anderen zu warten.
  • eigenverantwortlich Risiken einzugehen, anstatt nur in der alten Sicherheit zu verharren und nichts zu verändern.

~ Virginia Satir ~

 

PS: Ein wenig jahreszeitbedingte Besinnlichkeit. Ich wäre aber nicht ich, wenn ich nicht zugeben würde, dass ich gerade wieder etwas über den Zustand der Welt verzweifelt bin. Ich komme nämlich aus einem Freiburger Edeka (für mich ein exotisch-gruseliger Supermarkt), und musste sehen, was andere Menschen sich zu essen kaufen und dass die Pilze aus Korea kommen (wo doch Kräuterseitlinge auch in Deutschland wachsen), meine Mutter keine Ahnung hat, dass gerade keine Himbeerzeit ist (die waren aus Chile) und wie orientierungslos die Leute in Sachen Ernährung sind. Pilze aus Asien, Obst aus Timbuktu … egal, die meisten kaufen ja sowieso nur leckere Diabetes-, Herzinfarkt- und Schlaganfall-„Lebens“mittel.

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Dulce veneno

10. Dezember 2011

auch wenn ich es mir gerade nicht vorstellen kann, vielleicht komme ich so zurück?

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Die berühmten Launen

4. September 2011

des Fräulein F.:

  • Es ist grau, es regnet, es ist leicht bappig schwül, es ist Sonntag.
  • Hochzeiten deprimieren mich. Ich brauche jemanden, der mich versteht und habe die leise Befürchtung, dass es niemanden gibt.
  • Ich glaube, ich muss hier weg. Guckt sie euch an, die Deutschen. Da kann man oft nur den Kopf schütteln.
  • Ich fühle mich anders (positiver wäre „besonders“, aber „positiv“ wäre etwas Besonderes für mich ;-).
  • Auch in Gemeinschaften fühle ich mich manchmal alleine und habe ein starkes Abgrenzungsgefühl.
  • Ok, vielleicht liegt es auch daran, dass ich gerade PJ Harvey höre.
  • Mehmet sagt immer, danke für so viel Schönheit, aber ich kann sie manchmal nicht sehen.
  • Heftig Weinen tut immer gut. Es beruhigt auf einer körperlichen Ebene.
  • Wenn die Oberfläche kaputt ist, hat man keine andere Wahl als in die Tiefe zu gehen. Ausgesucht habe ich mir das nicht.
  • Und eigentlich geht´s mir bei all dem doch trotzdem gut. Relativ gesehen. Was auch wiederum in gewisser Weise tragisch ist.
  • Ich beobachte mich. Diese Emotionen sind Teil meiner konstruierten Realität. Ich weiß. Aber manchmal fühlt es sich so echt an.

Das bin ich nicht. Aber das könnte ich sein.

Schöne Aktion von ZRE.

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Einen Plan

9. August 2011

Wenn ich doch einfach mal:

  • einen Plan hätte. EINEN!
  • 100% hinter etwas stehen würde. 100%!
  • ein Land für mich festlegen könnte! EINES!
  • was knallhart durchziehen würde. KNALLHART!
  • jemanden anziehend finden könnte. ANZIEHEND!
  • nur ein Buch lesen würde. EINES!

Statt dessen: Tausend Ideen, ständige Gedankenströme, spenden für Projekt E, spenden für Afrikas Horn (ist das moralisch zu verantworten?), hier ein bißchen Internetrumklickerei (ah, es gibt mittlerweile die GIZ, interessant!), hier ein bißchen Cashew-Kerne, ein bißchen Grüner Tee, ein bißchen Sonne (jeder Strahl muss in diesem Sommer ausgekostet werden), hier ein wenig E-Mail-Schreiberei (würde aber lieber in irgendeiner Kneipe hocken und mit Leuten reden), ein wenig Musik, ein wenig Adressen physisch in ein Buch schreiben (da komm ich ran, unabhängig von Strom, Geräten etc, I want more atoms, less bits), Kontaktlinse reiben, verspannten Rücken spüren, Foto in Skype ändern (danke, Ego, aber das bin ich nicht und du bist nicht ich), To-Do-Listen schreiben, um sie dann wochenlang zu ignorieren (ist sowieso alles „kleine Scheiße“, ich sag nur Verwirrung im Kali-Yuga, und höre auf, Dinge zu schreiben, die nur ich verstehe: Notiz an mich selbst, Neuronenverknüpfung, wir können überhaupt nicht kommunizieren, das hier ist nicht wirr, ich habe meine Ordnung, das Gehirn will sowieso nur ordnen und kategorisieren, ist ja klar, weil sonst könnte es ja auch keine Verknüpfungen herstellen, ständig wird da oben gestrickt… aber das bin ich nicht.)

Ich liebe schlafen. Soll das Gehirn doch machen was es will, weiter blöken und krakeelen, ich mache da nicht länger mit. Ich weiß, das Programm läuft weiter, aber ich schalte ab. Eine kurze Pause vom Leben, im Leben. Und trotzdem bin ich. Tief in mir drin, reine Glückseligkeit. :-)

Gute Nacht.

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dust off your f* me pumps

25. Juli 2011

You can´t sit down right

cause your jeans are too tight

and you´re lucky it´s Ladies Night.

F* me pumps, AW. :-(