h1

It tugs and pushes

25. Januar 2014

Träume aus 1001 Nacht, während ich im westlichen Alltag ankomme. Wieso gelingt es uns nicht, von einer Reise wenigstens die Gefühle mitzunehmen?

Oder wie Harold Brodkey sagen würde:
„…reality tugs and pushes at a sane sense of things.“

Seite aus Habibi

h1

Disko, eins, zwei, drei…

22. Dezember 2013

Herrje, es kostet einen schon deutlich mehr Mühe, jetzt da man über 30 ist, nachts um halb eins in irgendeine Disko (zwei) zu gehen. Kurz habe ich überlegt, es abzusagen. War schon so schön weinduselig, jetzt noch losmachen, ochnö. Dann aber von der Freundin animiert worden: Nee, du musst kommen. Wir wollen doch tanzen. Alla hopp, dann halt doch Fahrrad geschnappt und los.

Keine Ahnung, was da jetzt genau los war. Aber der Berghain-Krasso-Scheiß (drei), der da gestern Abend lief, ich meine, das ist doch keine Musik mehr, die man ohne Drogen geil findet. Hören die Kinder von heute das? War mir jedenfalls zu krass. Und mein linkes Knie hat beim tanzen auch weh getan. Herrje! Verdruss und Verschleiss.

Naja, trotzdem gut, da gewesen zu sein. Auch wenn die Ohren heute morgen nicht froh waren. Beim nächsten Besuch ist Dinky dran. DAS ist Elekro! DAS ist Musik!

h1

Musikvideos aus dem Jungbusch

16. Dezember 2013

Wenn irgendjemand noch etwas kennt, bitte melden.

h1

Fata Morgana

2. Dezember 2013

Dieses Lied (1986) hab ich als 4/5-Jährige gehört und es geliebt!

Gestern bei den Platten von meinem Papa gefunden. Große Freude!

Ist schon ganz schön geil, muss ich sagen.

http://www.myvideo.de/watch/8573234/EAV_Fata_Morgana_1986

h1

cool vs. grau

19. November 2013

Ein bisschen coole Musik für die grauen Tage:

Graue Tage sind gut zu ertragen, wenn man nicht alleine im Bett liegt. :-)

h1

die Tiefe kennen

27. Oktober 2013

Es muß Herzen geben,

welche die Tiefe unseres Wesens kennen

und auf uns schwören,

selbst wenn die ganze Welt uns verläßt.

– Karl Gutzkow

h1

grau

15. Oktober 2013

Schöner Tag noch, hat heute jemand in bestem Mannheimerisch zu mir gesagt. Ja, das ist sehr nett, wirklich sehr nett. Aber es geht halt nicht immer, einen tollen Tag zu haben. Ich fühle mich irgendwie richtungslos, grau und ausgelutscht. Die Motivation ging baden. Keine Ahnung wo. Wenn man sich auf einer Metaebene bewegt, dann verschwindet der Sinn ganz schnell. Man kann Leben vor- und rückwärts denken, gar spulen, hat das Gefühl, irgendein Automatismus läuft ab. Ein Ereignis folgt dem nächsten ohne eine echte Veränderung, ohne einen Richtungswechsel. Dann wiederum: Sollte er doch einmal erfolgen, der Richtungswechsel, dann werde ich mich anschließend auch wieder niederlassen, festigen, und der Alltag geht von vorne los. Vorprogrammierter Stillstand.

Auf Analysen der Welt habe ich auch keine Lust mehr. Ich hab das Gefühl, dass ich bereits durchblickt habe, wie das alles hier funktioniert. Nach welchen Dingen die Menschen trachten, warum sie handeln. Ist sicherlich Schwachsinn, zu glauben, man hätte die Welt verstanden. Aber manchmal fühle ich mich so. Und dann fehlt der Sinn. Dabei ist er doch so wichtig, dieser Sinn. Manche kriegen Kinder. Auch eine Art von Sinn. Aber ich denke eben, der Sinn, der muss ganz aus mir heraus kommen. Kommt er meist auch, viel tiefer aus mir selbst, als bei vielen. Aber der Lausebengel ist flüchtig, geht öfter mal flöten und ich muss dann wieder suchen, suchen, suchen…

Naja. Niemand hat behauptet, es sei einfach.

Ist schon ok so.

Irgendwie.

Vage.

So.

h1

Verluste

1. Oktober 2013

Gerade hier diesen Satz gelesen. Und sehr geschmunzelt.

Verluste infolge von korrektem Deutsch.

:-)))

 

h1

Zartes Verstehen dieses Ausdrucks

25. September 2013

Wenn die inneren Sinnstrukturen berührt werden (durch Musik, Sprache, Körper, Performances oder eine Mischung aus all dem) und dies einen wohligen Wiederhall erzeugt, eine Resonanz, ein zartes Verstehen dieser Form des Ausdrucks auf meinen latenten Ebenen…

… dafür lebe ich. Allein das reicht schon. Manchmal.

:-)

h1

Geschlecht

24. September 2013

Ich muss mal wieder Romane lesen. Ich tue das gerne, ich suche sie mir nur nicht aus und außerdem muss ich sie zu einem bestimmten Zeitpunkt fertig gelesen haben, das ist manchmal anstrengend. Ich lese also mehrere Romane, und da fällt mir wieder einmal dieses grässlich neutrale Wort auf, das von manchen Autoren und Übersetzern eingesetzt wird, wenn es um unsere Geschlechtsteile geht.

Werte Autoren und Übersetzer, ich möchte nirgendwo Sätze lesen wie „er presste sein Geschlecht an ihren Bauch“, „er rieb sein hartes Geschlecht an ihm“ oder gar „in ihrem Geschlecht verspürte sie eine zuckende Regung“. Ähnlich schlimm: „In ihrem Schoß wurde es spürbar wärmer.“

Leute! Nennt die Dinge doch einfach mal beim Namen. Auch wenn es hochwertige Literatur ist, bedeutet dies nicht, dass man sich vage um die Sache herumdrücken und dafür Wörter verwenden muss, die wirklich niemand braucht. Penis und Vagina sind vollkommen benutzbar. Gerne auch „Schwanz“ oder bei der Frau eben nicht einzeln benannt, denn wir spalten „sie“ nicht so sehr von unserer Persönlichkeit ab, wie die Männer, sondern so etwas wie „sie verspürte eine angenehme Wärme zwischen den Beinen und wurde feucht“.

Verschont uns bitte mit diesem schrecklichen, furchtbar ungenauen, fast schon klinischen und vorsinnflutlichen „Geschlecht“.