Archive for the ‘DieMedien’ Category

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I´m talking to you, come on…

13. März 2013

Smartwatches? Das erinnert mich irgendwie an diesen jungen Mann hier:

D. Hasselhoff

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Zuviel von allem?

8. Januar 2010

„Durch Facebook und Twitter ist das Status-Update wichtiger als das Statussymbol geworden, wer viele Follower, Freunde und ein bestelltes Feld bei Farmville hat, muss ein glücklicher Mensch sein.“

Auch ich hatte das vergangene Jahr manchmal das Gefühl, zuviel Zeit im Internet zu verbringen. Das mag einerseits berufsbedingt, aber andererseits auch freizeitbedingt sein (Stichtwort: Fratzenbuch). Man macht es ja doch immer wieder gern! Allerdings tut es ab und zu auch richtig gut, ein paar Tage oder sogar (Skandal!) eine Woche nicht online zu sein und sich auf die physische Welt zu besinnen (eine bei mir gerade aufgefrischte Erfahrung aus der Zeit zwischen den Jahren).

Oder man betrachtet es in Zukunft anders: Auch im Internet verbrachte Zeit ist Leben. Man verbringt heutzutage das Leben eben auch im Internet. Oder wie es die Intro formulierte „Man IST online, man GEHT nicht mehr online.“

Mich beruhigt schließlich auch die Tatsache, dass der Mensch ein selbstbestimmtes Wesen ist, das durchaus (nach einigen Lernversuchen und Adaptionszeit) dazu in der Lage ist sich selbst ein Programm zu kreieren, das in der feinen Auswahl von aufzusuchenden Webseiten und der darauf verbrachten Zeit besteht, kombiniert mit einer Prise Informationsmanagement durch Social Bookmarking. Denn schließlich liest ja auch kein Schwein die Zeitung von vorne bis hinten, sondern das Schwein trifft in der Regel eine Auswahl. Auch hierzu zitiere ich die Intro:

„Manch einer sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr, und besonders kulturpessimistische Zeitgenossen wittern im allgemeinen Info-Overload und Netzrauschen wieder einmal den Untergang des Abendlandes. Dabei verhalten sich die Kritiker ebenso klug wie jemand, der in eine große Bibliothek marschiert und besorgt feststellt, dass man all die Bücher doch unmöglich lesen könne.“

und

„Es gibt keinen durch das Internet erzeugten Inforamation-Overload. Nur ein Versagen der Filter. Denn der Umgang mit einem verhältnismäßig neuen Medium muss erst mal gelernt sein, schließlich ist in den letzten Jahren auch kein fußballinteressierter Fernsehzuschauer verrückt geworden, weil durch Bundesliga, Pokal, Champions League und zur Not eben auch U21-Testspiel der Ball fast die ganze Woche im TV rollt. Man kann sich auch und gerade bei einem Überangebot immer noch entscheiden, selbst wenn es schwerfällt. Und man kann, das wusste schon Peter Lustig, immer noch abschalten.“

So ist es. Und hiermit tue ich das.

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Snowboarden bzw. Schneesitzen

18. Februar 2009

Seit die Süddeutsche Zeitung vor einigen Jahren die beste Jugend-Zeitschrift ever einstellte (die Rede ist natürlich vom Jetzt:-Magazin), bin ich auf dem Markt der Jugendkulturmagazine (und damite meine ich nicht Bravo und Konsorten) etwas rastlos umhergeirrt. Mal die NEON ausprobiert, mal das IQ-Style, sogar blond… War mir aber alles nix.

Derzeit bin ich einigermaßen begeistert von der Printversion des U_mag. Vor allem die Kolummne von Sasa Stanisic (TausendSasa), dessen Buch ich noch unbedingt lesen will, hat es mir angetan. Deshalb war die Freude umso größer, als ich vorhin feststellte, dass er für die Februarausgabe das Thema „Mein erstes Mal snowboarden“ ausgesucht hat. Yes! Me, too! Statt also groß und breit von meinen Feldbergerfahrungen des letzten Wochenendes zu berichten, zitiere ich Mr. TausendSasa:

  • Auf die Frage, was ich hier wolle, antworte ich mit vollem Ernst: „Snowboardfahren wie ein Großer.“
  • Eine Weile beobachte ich die ganz Kleinen, die Babys auf Skiern. Ihre Mienen sind eiskalt und absolut angstfrei.
  • Am Morgen Ganzkörpermuskelkater. Am zweiten Tag soll die Angst vor dem Fall verschwinden.
  • Wir fallen aufs Steißbein. Es tut vehement weh. Ich stehe auf, krieche zurück, fahre, stürze. Es beginnt zu schneien. Ich fahre los und kriege die Linkskurve hin. Dann: Angst und Steißbein. Ich könnte jetzt Parallelen ziehen: Fallen – Aufstehen, Sport – Leben, Mut – Erfolg. Aber dieses Jahr vergleiche ich nicht. Dieses Jahr stehe ich auf und versuche es noch mal.

Ergänzen möchte ich noch:

  • Schleppliftfahren ist sehr cool. Je lockerer man selbst ist, desto eher kommt man auch oben an. Meine Bilanz: Nur zwei Mal rausgefallen. Das ist verdammt gut, wie ich finde. Trotz der evil Bodenwellen of doom, die sich im Laufe des Tages auf der Spur bilden.
  • Die Leute fahren nicht aus Spaß. Die fahren um ihre Klamotten zu zeigen. Eigentlich ist so ein Abhang auch eher ein Laufsteg zum runterrutschen.
  • Ganz Coole haben nicht nur schicke Burton-Hosen und Jacken an, sondern drehen sich im Schlepplift noch einen Joint, setzen sich oben hin, kratzen sich am Bart, smoken einen und ab geht´s. Klar, dass die keine Angst vorm Fallen haben!
  • Tiefschnee rocks! Nicht nur fährt es sich darin wunderbar (man muss allerdings mit Schmackes rein, sonst bleibt man stecken), sondern es fällt sich darin auch wunderbar weich.
  • Mein bester Freund prägte den passenden Ausdruck „Muskelkater vom anderen Stern“. Genau so ist es. Und dazu gesellen sich blaue Flecken am Knie, vom Steißbein ganz zu schweigen und Druckstellen an den Waden.
  • Im Liftanstehgedrängel stehe ich neben einem kleinen Scheißer auf Skiern. Er guckt zu mir hoch und sagt: „Ich hasse Snowboardfahrer!“. – Ich: „Aber warum?“. – Er: „Die sitzen immer auf der Piste und man muss ihnen ausweichen.“ – „Und deshalb hasst du sie?“ – „Ja!“
  • Man ist nie zu alt zum Anfangen. Nächste Saison bin ich wieder dabei!

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Kurz und knapp

8. Januar 2009

Woran erkennt man eine Metropolregion?

Weil hiea die Pole in die Metro renne. Sagt zumindest der Mannheimer.

Wie lautet Picassos Hauptthema?

Die Begegnung zwischen Mann und Frau. Sprich: Zwischen ihm und vielen Frauen. Der alte Lustmolch! Aber es ist interessant anzusehen.

Was ist die Re-Individualisierung der Massenmedien?

Die Steigerung der Souverenität des Konsumenten durch die Möglichkeit Informationen nach seinen speziellen Bedürfnissen und Interessen zusammenstellen zu können. Jeder ist sein eigener Programmdirektor!

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Prüfungen

16. Oktober 2008

Wir werden im Leben ja täglich aufs Neue geprüft. Die Frage ist nur: Wer prüft hier eigentlich. Der liebe Gott? Das Schicksal? Und warum werden wir geprüft? Um ein Level weiter zu kommen, weil wir den Entgegner (die gemeine Masse der Buchmessenbesucher) besiegt haben? Oder es ggf. nochmals probieren müssen?

Meine Prüfüngen der letzten Tage:

  • Polizei und Ordnungsamt prüften mein verbotenes Fahrradfahren in der Fussgängerzone. Das freundliche Gespräch („Ay wisse Sie net, dass ma hier in der Fussgängerzooon net fahre derf? Wie lange wohne Sie dann schon hiea?“) kostete nur 10 Euro. Wieso kommt man sich dabei eigentlich wie ein Schwerverbrecher vor?
  • Möglichst unbeschadet durch möglichst viele Gänge der Buchmesse an den sogenannten „Fachbesuchertagen“ (ich glaube selbst der UPS-Zusteller mit Amazon-Päckchen gilt als Fachbesucher) durchqueren und sich von wahnsinnigen Besuchern fern halten, die sich stündlich auf die Langenscheidt-Taschen stürzen oder sich vor dem GU-Kochstudio auf die Füße treten. Das ist eine körperliche Prüfung.
  • Noch eine Geduldsprüfung: Ehemalige Studienkollegen ertragen, denen man während einer Fachtagung begegnet und einem lang und breit erzählen, dass sie nun eine gut bezahlte Stelle an einer großen Einrichtung innehaben und an einem der wichtigsten Projekte unseres Arbeitsbereiches in Deutschland teilhaben. Mal ganz im Ernst: Was entgegnet man Leuten, die so selbstüberzeugt sind, dass sie platzen? Außer einem Lächeln und der Versicherung, dass man sich sehr für sie freut? (Was ich auch tue, aber ich bin eher eine Freundin der Bescheidenheit, wenn jemand toll ist, dann erkenne ich das schon selbst.)
  • Suchtfaktor prüfen: Der kleinen MJF die 2. Staffel von Dr. House unterjubeln und gucken was passiert. Ok, diese Prüfung habe ich nicht überstanden und bin zum Junkie geworden. Aber das ist einfach zu gut. Nachts murmele ich nun englische Fachbegriffe vor mich hin: MRI, brain biopsy, full blood work, cardiac arrest, epi, tumor markers, clot, intubation, clinic duty, bone marrow, underlying condition. Ich werde es nachträglich als Fortbildung beantragen.
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Mein März

29. Februar 2008

Ganz im Sinne des Kulturspiegels plant Frau Frapeur ihren März.

  • Beginnen soll er mit einer Kurzreise nach Berlin. Dort geht es zunächst auf eine eintägige Fortbildung mit dieser äußerst interessanten Dame, auf die ich schon sehr gespannt bin. Außerdem langersehntes Wiedersehen mit den Berlinmädels und Berlinjungs. Besuch von Monsieur Vuong. Das Restaurant, nicht den Social-Bookmark-Dienst!
  • Bücher lesen: Ich werde vermutlich keine Zeit haben, aber falls doch, würde ich gerne die zwei folgenden neuen Skandalbücher lesen: „Feuchtgebiete“ von Charlotte Roche (die mir schon immer sympathisch war), in dem es darum geht, den Körperkult der Frauen auf eine krasse Art zu entmystifizieren. Und „Die Wohlgesinnten“ von Jonathan Littell, von dem Jorgé Semprún sagt „Dieses Buch ist das Ereignis unserer Jahrhunderthälfte.“
  • Ausgetrickst“ von Alex Robinson besprechen. Endlich einen/eine (?) „graphic novel“!!!
  • Meinen Resturlaub verbraten, vermutlich um Ostern herum. Nur wohin es gehen soll, weiß ich noch nicht. Irgendelche Tipps (bitte keine die ein Flugzeug erfordern ;-)?
  • Folgende Filme scheinen mir interessant: Control, Unsere Erde, Märzmelodie.
  • Ins Nationaltheater zu einem Stück von Lars von Trier gehen: Der Boss vom Ganzen / The Boss of it all.
  • Hoffentlich schaffe ich es auch in die Ausstellung Comics made in Germany in der DNB in Frankfurt.

Soweit, so gut. Ich informiere dann, wie erfolgreich ich war. :-)
Gruß von den Rechercheclients der ZLB in Berlin
sendet euch
Marie Jacqueline

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Das Unheil hat sich angeBAHNt

19. November 2007

Frauen und Männer dieser Welt, heute muss ich jammern.

Meine BahnCard 100 läuft aus. Falls ihr zu viel Geld habt (wir reden hier von mittlerweile 3.500 € pro Jahr) und so gerne Bahn fahrt wie ich, möchte ich euch jedenfalls raten: Probiert es aus. Auch wenn es nur für ein Jahr ist. Es gibt nichts Besseres. Man kann nach Lust und Laune in jeden Zug der DB einsteigen. Man kann in sämtlichen Städten den Nahverkehr mitnutzen. Man kann in den Lounges der DB kostenlos Getränke und Zeitungen bekommen. Und die meisten Schaffnerinnen und Schaffner haben ein besonders nettes Lächeln auf den Lippen. Werde ich jemals wieder in den Besitz dieser kleinen schwarzen Karte kommen? Vorerst nicht, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf. Sollte ich irgendwann einmal mehr Geld verdienen als eine Friseuse, wird es das erste sein, was ich tue. (www = Weiteres wertvolles Wissen.)

Mein Exfreund hat sich gestern Abend in Anne Will verliebt. Ich habe das ja schon lange geahnt, dass er Frau Will². Also Anne Will. Er will Anne. Aber frau will nichts von ihm. Permanent flirtet sie mit ihm, schenkt ihm ihr schönes Lächeln (fast so wie mir bisher die Schaffnerinnen und Schaffner), aber umsonst. Mehr passiert einfach nicht. Also hier mein Appell: Liebe Anne, willst du es nicht mal mit ihm probieren? Er schmutzt nur wenig und riecht auch sehr gut. Gib ihm eine Chance. ;-)

Übrigens: Absolut sehenswerte Sendung gestern Abend. Großartige, weise Worte, geäußert von Idioten. Beispielsweise:

  • „Jetzt hab ich ja nur noch Freunde hier.“
  • Ich rede nicht mit Ihnen, ich rede mit mir selbst.
  • „Vernunft ist nicht gut.“

Letzteres wusste bereits Tocotronic zu berichten. Und die CD ist deutlich günstiger als ein schweizer Supercoach. Mein Appell an alle Managerinnen und Manager dieser Welt: Hört mehr Musik und spart euch den Coach. Und das damit eingesparte Geld, gebt weiter an eure Lokführer oder an die Bibliothekare dieser Welt. Die wollen sich damit nämlich eine BahnCard 100 kaufen. Ansonsten werde ich auch bald streiken, die Bundesrepublik lahm legen und unglaublichen wirtschaftswissenschaftlichen Schaden anrichten.