Archive for the ‘TRANSkulturelleID’ Category

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a donde sea que vayamos

1. Juli 2013

„Y qué tal que la vida no está escondida por ahí, en algún lugar determinado, sino que debemos encontrarla nosotros mismos, aferrarla en nuestro interior, para que pueda acompañarnos a donde sea que vayamos, o donde sea que nos quedemos.“

Mario Salazar (en alba)

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Blonder Tango

20. April 2013

Zitate aus „Blonder Tango“ von Omar Saavedra Santis. Neues Leben: Berlin, 1983:

„… sieht nur, was es für Sachen gibt, gib acht auf dich, Brüderchen, vergiß nicht den Cambita Ojopi, der dich so gern hat, na also; wenn du dort in dem Europa der blonden Schamhaare und der kleinen Herzen bist, erinnere dich an deinen Camba und komm bald zurück, laß mir die Adresse von deiner Familie da, denn bald komme ich aus diesem Wüstengrab voll Sonne heraus…“ (S. 14f.)

„… denn ich kann mir vorstellen, daß diese Sprache eine schreckliche Sache sein muß, Gott sei Dank sprichst Du etwas Französisch, und das müßte Dir weiterhelfen, denn Dein Onkel Alfonso hat mir erzählt, daß alle Deutschen bis zu drei und noch mehr Sprachen sprechen.“ (S. 19)

„Ich hätte niemals gedacht, daß Du beim Theater enden würdest, umgeben von Künstlern und bedeutenden Leuten, aber ich freue mich für Dich, weil das Theater Dir immer so großen Spaß gemacht hat, genau wie Deinem Vater. Außerdem hat Josefina Apablaza mir gesagt, daß diese Länder eine viel höhere Kultur haben als wir hier, und so muß es auch sein, dafür ist es Europa.“ (S. 20)

„… und sie blieb, ohne recht zu wissen, warum, sie stellt die Tassen symmetrisch auf den Tisch, oder sie blieb, weil auch sie ihn begleiten wollte, die Kekse und den Zucker, und die magische Formel finden wollte, um ihn zu trösten, überlegt, wo sie das Saccharin hingestellt hat, der fliegen gelernt hat in einem so fernen und mysteriösen Kontinent, den sie liebt, ohne ihn zu kennen, verflucht ihre Tendenz zuzunehmen, nur weil er von dort kam, beschließt, den Kaffee schwarz zu trinken, denn als er zu ihr sprach, war es, als würde man einem Land begegnen, das man nicht hat und das man begehrt, sie sagt ihm, daß der Kaffee kalt wird, denn er weckte in ihr einen Hunger, das Unbekannte kennenzulernen, weckte auch in ihr einen Hunger nach ihm, verbrennt sich mit dem ersten Schluck heißen Kaffees die Zunge, aber das sagt sie ihm nicht…“ (S. 64f.)

„<Als wir uns kennenlernten, wolltest du nicht.>
<Weil du betrunken warst, und da wäre es genauso gewesen wie masturbieren. Genau wie jetzt.>
<Ich wollte zwischen uns nichts versauen, verdammt! Ich wollte nicht! Weil es leichter ist, mit jemandem zu ficken, als sich zu unterhalten! Bring das in deinen deutschen Dickkopf hinein!>
<Sich unterhalten oder dir zuhören? Sich wirklich unterhalten? Dein einziges Interesse gilt doch immer nur dir selber und deiner verfluchten Geschichte vom Kindchen, das so fern von zu Hause ist.>“ (S. 66)

„… das Leben verläuft hier ohne große Turbulenz. Ein bißchen zu ruhig für meinen Geschmack, aber ich bin sicher, Dir würde es gefallen, Onkel. Ich frage mich manchmal, ob man bei so viel Sicherheit wirklich glücklich sein kann. Es ist, als würde man in einem Sanatorium leben, aber das scheint sie nicht weiter zu stören. Ich glaube, sie versuchen immer, den heutigen Tag sehr dem gestrigen gleichen zu lassen und den morgigen sehr dem heutigen.“ (S. 68)

„Diese Ruhe, von der ich Dir erzähle, wird immer dann verdächtig, wenn man ihnen zuhört, wie sie nach Gründen und Motiven für die einfachsten Dinge des Lebens suchen. Halb im Scherz, halb im Ernst (wie immer) sagen wir, daß dies die Lieblingslosung der Deutschen ist ‚Wozu einfach, wenn´s auch kompliziert geht.‘ Im Theater ist das eine goldene Regel. Ich glaube, ihnen fehlen ein bißchen Sonne unter den Füßen und Flügel zum Fliegen.“ (S. 68)

„Doch obwohl ich keine direkte Erfahrung gemacht habe, glaube ich, daß die Ehe eine sehr ernste Angelegenheit ist, von der man zwar weiß, wie sie beginnt, aber nie, wie sie endet. Es geht mir auch der Gedanke durch den Kopf, daß mit einer Deutschen die Sache noch um vieles ernster ist. Wenn Du mir den Vergleich gestattest, so glaube ich, daß es etwas Ähnliches sein muß wie eine Mischung aus Pelé und Beckenbauer, das heißt, etwas, was man sich nur sehr schwer vorstellen kann.“ (S. 120)

„Niemals könnte ich sagen, daß ich mich in diesem Land zu Hause fühle. Das wäre wirklich eine rosarot gefärbte, exakt graue Lüge. Ha! … Habe ich Ihnen schon von dem Nein der Deutschen erzählt? … Lassen Sie mich erzählen, so werden wir etwas zu lachen haben. Unter den Rezepten, die wir uns ausdachten, um uns dem Heimweh hinzugeben, nahm das Nein der Deutschen lange Zeit einen besonderen Platz ein: Wir setzten uns, gemeinsam mit anderen Landsleuten, hin, um die Nein aufzuzählen: die Deutschen sind nicht unterhaltsam, die Deutschen verstehen nichts vom Essen, sie verstehen nicht, sich zu betrinken, sie haben kein Temperament, sie blicken nicht zum Himmel, sie sind nicht großzügig, sie können nicht tanzen, sie sind nicht bescheiden, sie verstehen nicht zu verlieren, sie verstehen nicht zu gewinnen, sie essen keine rohen Muscheln, sie üben keine Selbstkritik, sie nehmen keine Kritik an, sie glauben nicht, sie können nicht über sich selbst lachen, sie haben niemals Zeit, sie hören nicht zu, sie sind nicht flexibel, nein, nein und nochmals nein. Nun die Liste war lang … Und wir? Nun, wir mußten glauben, daß wir eben besser waren… Selbst wenn Sie mir nicht glauben, auch das war und ist ein Teil der Liebeserklärung an dieses Land und seine Menschen…“ (S. 131f.)

„… wenn du deinen Mund nicht aufmachst, um auch auf unsere Probleme einzugehen, entziehst du uns auch die fremden Augen, die manchmal mehr sehen als unsere eigenen, läßt du uns allein in einer Provinz, und wenn das geschieht, werden wir weiterhin glauben, daß diese Provinz die Welt ist und wir ihr Nabel.“ (S. 143)

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En mi tierra desierta, eres la última rosa.

31. März 2013

Lieber B.,

wie geht es dir? Wartest du auch sehnsüchtig auf den Frühling? Ich lese gerade chilenische Exilliteratur, die in der DDR geschrieben wurde. Das sich selbst darin Erkennen verursacht gleichzeitig verwunderte Freude und sehnsüchtigen Schmerz. Warum haben wir eigentlich nie darüber gesprochen, wie deine Kindheit/Jugend in diesem (verschwundenen?) Land war? Es ist gut, dass Dinge sich verändern, aber es wäre auch schön, das Gute aus der Vergangenheit festhalten und in die Gegenwart integrieren zu können. Ist dies möglich? Kann ich im so vereinnehmenden Hier und Jetzt leben und gleichzeitig eine andere Zeit und einen anderen Ort in meinem Geist/Herzen tragen? All dies in einer Persönlichkeit zu integrieren, damit beschäftige ich mich gerade. Mir fehlen Menschen, mit denen ich darüber reden kann und die verstehen. Wann kommst du nach M? Ich komme Ende Mai nach B. Menschen-Handwerker im Finden schulen. Und mit dir einen Kaffee trinken. Mindestens.

Herzliche Grüße

MJ

Vorne steht:

In meinem verlassenen/wüsternen Land bist du die letzte Rose. (Pablo Neruda)

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hacerme un par de cosas

26. Februar 2013

Hola S.,

tu mail me hizo reir. Lo leí en el trabajo, por la mañana y me alegró el día. Fue de lo más opuesto que existe en el mundo: Estar sentadita en la biblioteca llena de estudiantes estudiando, pero igual tranquila. Afuera todo gris, nieve y frio. Yo tenía turno (de atender), pero no había mucho que hacer, así que empezé a leer mis mails. Y ahi estaba el tuyo, con esa frase de querer agarrarme contra una pared y hacerme un par de cosas. Leer semejante cosa en ése ambiente sobrio, académico y alemán fue bien chistoso. :-)

Para mí (no sé si seré la única) es dificil entender que esos dos mundos existen a la misma vez. Argentina y Alemania. Claro que „sé“ que existe la otra cosa, pero es dificil de realmente sentirla. Entendés? Me gustaría sentir/vivir las dos cosas a la misma vez, pero talvez sea bueno no poder hacerlo, porque me rompería el corazón. Pero esa frase me lo hizo sentir un poco más de lo que normalmente consigo.

Sea como sea, yo voy para allá. Es sólo una cuestión de tiempo. Osea, la decisión está tomada. Es ahora sólo esperar si puedo conseguirlo cómo yo quiero, trabajando para esa organización. Vamos a ver… Bring it on, life! :-)

Y vos entonces estudiando y rindiendo exámenes. Aburrido, pero dale… exigíle, protestále y cuestionále a tus profesores. Hay que ser inquieto y dudar mucho. „Mi mayor incorporación a la vida ha sido la duda“. No sé de quien es la frase, pero me la apunté en algún momento y me gustó. :-) Che, pero tres idiomas a la misma vez? Portugues, bueno, ese está facilíto. Pero además mi querido alemán y ni hablando del chino? Bueno, como sos un pibe remaduro talvez te lo bancas. :-)

Ah, y te quería recomendar un libro. De un viajero „argentino/español“ por Latinoamerica. No el típico viajero, sino un escritor (joven), que toma notas mientras hace su gira (por su última novela). Me reencantó y viene en pedacitos. „Como viajar sin ver“ de Andrés Neuman.

Ok, flaquito, un beso,
MJ

PD: Te adjunto la foto que me pediste. Más la que te saqué con los pibes. Más una que es simbólica. :-)

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Alemana de papel, latina de corazón!

14. Februar 2013

Queridos seres de otros lugares. Les cuento que los alemanes estan bien loquitos, pero relocos! Ir al trabajo acá significa ir a la guerra. La guerra de los argumentos, de la lucha por el poder, de ser el más bacán, de tener razón, de amargarse la vida. Generalmente hablando, de buscarse problemas donde no hay! Tanto sufrimiento en vano, tanta energía malgastada, increíble!

Lo lindo es: Camino por las calles, por el trabajo, por mi casa y soy mucho más yo que antes. Me chupa un huevo lo que hagan o digan los otros. Yo soy yo. Ya no me importan sus reglas cómo hay que vestirse, cómo hay que comportarse, qué se pueda decir, simplemente me chupa un huevo. Tienen que aprender que existe la alteridad, que existe lo otro y que no por ser diferente sea malo.

  • Acá, todo lo que es diferente es malo.
  • Acá la gente se ignora cuando no se conoce.
  • Acá los hombres no te paran bola. Lo máximo que hacen es mirarte 1 segundo y desviar la mirada enseguida.
  • Acá mostrar emociones es una debilidad. Se las castiga, porque las emociones son malvistas.
  • Acá se crean problemas, porque realmente no hay problemas.

Cada vez me identifico menos con ciertas circunstancias acá.
Me voy a ir. Este año me voy a ir.
Porfavor, no te olvides.
Rutina, no te tragues ese sentimiento.
Quiero vivir en Latinoamérica.

Recordálo!

Sólo soy alemana de papel, pero latina de corazón.

Y mis argentinos me mandan cosas hermosas como las del posting anterior, o esta siguiente:

Hola MJ
¿Cómo estás? ¿Ya comenzaste con la rutina del año?
Estoy algo sorprendido pensando si han decidido importar un poco de viveza criolla. Me imagino que no habrás sido tú la que le llevó idea a la ministra Annette Schavan. Ja, ja, ja. Cuando necesites los contactos en Munich para la edición de tu novela, avisame.
Besos, te quiero mucho
J

ESA es la puta diferencia, me entendés?

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lo que no te llega

8. Februar 2013

Ich habe hier schon lange nichts mehr geschrieben. Das liegt daran, dass ich unterwegs war und Reisetagebuch, einen offiziellen Blog plus viele E-Mails geschrieben habe. Außerdem war ich an einem Ort, wo man seine Emotionen oft offen leben darf.

Aber jetzt bin ich wieder da, zurück, (warum eigentlich zurück?) und muss meine Emotionen wieder kontrollieren, weil das zur hiesigen Kultur dazu gehört und deshalb brauche ich wieder diesen Blog.

Ich habe Sehnsucht, verdammt, wirklich Sehnsucht.

Ich denke an diesen 21-Jährigen.
Ich frage mich, warum ich den Menschen, die so sind wie ich, nicht begegne.

„No se puede hacer nada contra lo que no te llega.“ acabo de leer en un libro que me hace sonreir mucho („Cómo viajar sin ver, de Andrés Neuman).

Pero sí puedo cambiar de lugar.
Así como puedo cambiar de idioma.
Y este año lo voy a hacer.

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El huevón

20. Januar 2013

Ich habe überhaupt keine literarische Sprache! Ich spreche wie so ein Teenager, ich schreibe, wie ich spreche und ich spreche auch noch nicht mal elaboriert, sondern wie mir der Schnabel gewachsen ist. Hingegen der Chilene, el huevón, ese sí que habla bien. Domina perfectamente los dos idiomas y es muy eloquente hablando en cualquiera de ellos. Que mierda! Cómo le tengo recelo por eso. Cómo me molestaba al no pararme bola. Qué tengo yo de malo, que hago yo para espantar tanto a los hombres en Alemania? Aunque fueran Latinos. No! A mí los hombres sólo me funcionan bien en Latinoamérica. Seré yo la que cambia, o serán ellos (los alemanes o los de afuera, los que se amargan en el momento en el que entran a éste, mí país, donde todos los gatos son rubios)? Dabei geht es mir bei ihm gar nicht um irgendeinen Flüssigkeitsaustausch, sondern um einen Gedankenaustausch. Weil er einen mir ähnlichen Lebenshintergrund hat. Aber auf diese Idee kommt er gar nicht, dass ich mich mit ihm nur mental vereinigen will. Also auf eine andere Ebene der Intimität hinstrebe. Oder vielleicht hat er gerade davor Angst. Bueno, él se lo pierde. Y me dice: „No, yo soy chileno nomás, no me considero alemán.“ Listo. Entonces que se vaya a Chile „nomás“ y seguro que en algún momento de su vida se le va a venir bien duro, que habiendo vivido más de 20 años acá uno no se puede no considerar (además de cualquier otra cosa) alemán.

El señor se fue al tiro pa´l aeropuerto… ;-)